Nach einer nicht ganz bruchlosen Firmengeschichte ist OpenSuse zwar nicht Deutschlands Nummer-1-Distribution, doch hat es technisch gesehen immer noch einige Zugpferde im Stall.
Windows-Verfechter spotten oft, dass Linux-Anwender ihre Freizeit verschwenden, um unter zahllosen Distributionen, Desktop-Umgebungen und Mail-Programmen das Richtige zu finden – als wäre es ein Nachteil, eine Wahl zu haben. Um die Auswahl der Distribution zu erleichtern, bieten diese OpenSuse-Tipps einen Überblick über ihre Besonderheiten (Abbildung 1 und Abbildung 2).

Abbildung 2: … ein Standard-Gnome gibt es bei jeder Distribution. Die Stärken von OpenSuse liegen unter der Oberfläche verborgen.
Software-Lieferant
Das wichtigste Werkzeug einer Linux-Distribution ist ihre Software-Verwaltung: Sie liefert die Anwendungen, also die eigentlichen Arbeitsmittel, für die das Linux-System lediglich die Basis abgibt. Nur wenn sie zuverlässig arbeitet, bleibt das System insgesamt stabil.
Das YaST-Modul Software installieren und löschen (Abbildung 3), sprich die grafische Paketverwaltung von OpenSuse, hat sich in den letzten zehn Jahren kaum verändert. Sie eifert nicht den inzwischen auch in Desktop-Linux-Systemen verbreiteten App-Stores nach, die Anwendungen nach Kategorien und Anwenderbewertung aufschlüsseln. Vielmehr bleibt das YaST-Modul ein vollwertiges grafisches Frontend zur Paketverwaltungs, das auch Systembibliotheken erfasst.

Abbildung 3: Die OpenSuse-Software-Verwaltung bietet in einer logisch aufgebauten Oberfläche zahllose Funktionen. Dass sich Einsteiger angesichts ihres Umfangs anfangs überfordert fühlen, ist bei der Ausrichtung als Expertenwerkzeug nicht ganz zu vermeiden.
Der simple Gnome-Software-Store (Abbildung 4, rechts) und sein KDE-Gegenstück Discover (Abbildung 4, links) sind auch unter OpenSuse an Bord. Sie unterstützen Linux-Neulinge beim Aufspüren von Programmen für eine bestimmte Aufgabe. In der Abbildung präsentieren die beiden Programme zum Beispiel Audio- und Videoeditoren inklusive Benutzer-Rating. Sie machen es zum Kinderspiel, einzelne Anwendungen inklusive aller Paketabhängigkeiten aus den Standard-OpenSuse-Repositorys zu installieren.

Abbildung 4: Die simplen App-Stores Gnome Software und KDE Discover funktionieren auch unter OpenSuse und bieten Einsteigern eine gute erste Anlaufstelle.
Ganz anders das YaST-Modul: Es macht keinen Unterschied zwischen Desktop-Programmen, Bibliotheken und Systemkomponenten, die oft als Abhängigkeiten die Voraussetzung für das Funktionieren eines Programms bilden.
Auch wenn dies Linux-Einsteiger zunächst verwirren mag, so hilft auch ihnen die Suchfunktion (Reiter Suchen) schnell weiter. Wer das populäre Zeichenprogramm Inkscape installieren möchte, sucht nach dessen Namen. Spätestens die Beschreibung des Pakets inkscape (Vector Illustration Programm) lässt keinen Zweifel mehr, dass es sich um das richtige Paket handelt (Abbildung 5).

Abbildung 5: Das Paket inkscape installiert – naheliegenderweise – das Programm Inkscape. Empfehlenswerte Erweiterungs- und Sprachpakete wählt die Paketverwaltung automatisch aus.
Wenn Sie es durch Setzen des Häkchens auswählen, aktiviert YaST zusätzliche weitere empfohlene Pakete, nämlich zwei extensions und inkscape-lang, die Sie auf Wunsch per Hand wieder abwählen können – Details, wie sie in den simplen App-Stores verloren gehen.
Einen alternativen, sowohl für Profis als auch Einsteiger interessanten Ansatz zur Installation von Paketen bietet der Reiter Schemata (Ausklappmenü Anzeigen links oben im Programmfenster) (Abbildung 6).
Im linken Unterfenster sind zahlreiche Anwendungsszenarien und Software-Kategorien zu sehen, für die YaST passende Pakete vorschlägt. Mit einem Klick installieren Sie so zum Beispiel für den Laptop nützliche Software, Multimedia-Programme oder das Mate Desktop Environment. Für fortgeschrittene Anwender gibt es Schemata wie File Server oder C/C++-Development.

Abbildung 6: Die nützlichen und laufend ausgebauten Schemata in der OpenSuse-Software-Verwaltung gruppieren funktional zusammengehörige Pakete.
Das Aktivieren des Hakens vor einem Schema wählt dabei nicht alle Pakete aus, sondern nur die wichtigsten zu einem Schema gehörigen. Die ganze Liste wählen Sie per Rechtsklick über den Menüpunkt Alle in dieser Liste | Installieren. Kurz: Die Schemata in der OpenSuse-Software-Verwaltung sind ein leistungsfähiges Hilfsmittel, um das System Ihren Wünschen gemäß anzupassen. Keine andere Linux-Distribution bietet etwas Vergleichbares.
Vollversionen
Die offiziellen OpenSuse-Repositorys enthalten etliche wegen lizenzrechtlicher Unklarheit in ihrem Funktionsumfang beschnittene Pakete. Das betrifft vor allem Software aus dem Multimedia-Bereich. Zum Glück gibt es seit Urzeiten das Packman-Repository [1], das diese Pakete in unzensierter Form bereitstellt.
Anwender von Ubuntu stehen nicht vor diesem Problem: Dessen Hersteller, die auf den englischen Kanalinseln ansässige Firma Canonical, schrecken potenzielle rechtliche Konflikte offenbar weniger. Zum Glück ist YaST wenigstens gut gerüstet, um die mitgelieferten eingeschränkten Pakete zügig durch Vollversionen des externen Software-Repositorys zu ersetzen: Neue Repositorys binden Sie unter Konfiguration | Repositorys ein.
Nach Auswahl der Option Community Repositorys ergibt sich alles Weitere von selbst. Im Reiter Repositorys (siehe Ausklappmenü Anzeigen) erscheint nach Aktivieren eines Repository-Eintrags ein blauer Link Systempakete auf die Version in diesem Repository umstellen.
Welche Fassung des in der Liste im Hauptunterfenster ausgewählten Pakets installiert ist, zeigt der Reiter Versionen. In Abbildung 7 nennt die obere Zeile nach der Umstellung auf die Packman-Version den Anbieter http://packman.links2linux.de. In dieser Ansicht können Sie mithilfe der Optionsfelder auch eine andere Version für ein Paket wählen.

Abbildung 7: Je mehr eingebundene Repositorys, desto mehr Versionen eines Pakets. Der gleichnamige Reiter zeigt die installierte Fassung (oben mit Haken) sowie alle Alternativen samt Herkunfts-Repository.
In der Standardeinstellung durchkämmt die Suchfunktion der Paketverwaltung den Namen von Programmpaketen (etwa gimp oder inkscape), die Kurzbeschreibung (Zusammenfassung) sowie eingebettete Stichwörter (Abbildung 8).

Abbildung 8: Die Paketsuche durchforstet alle Aspekte der Pakete und versteht auch reguläre Ausdrücke. Hier findet sie damit alle Pakete, die “kde” im Dateinamen enthalten.
Doch die Suche kann viel mehr: Erfahrenen Anwendern, die Software selbst kompilieren, passiert es immer wieder, dass solche Programme mit Meldungen wie error while loading shared libraries: xxx.so.x: cannot open shared object file: No such file or directory abstürzen.
In so einem Fall fehlt eine Bibliotheksdatei, die beim Kompilieren noch vorhanden war. Die Paketverwaltung weiß nichts von den Abhängigkeiten selbst kompilierter Programme und hat deren Deinstallation nicht verhindert. Die Option Dateiliste sucht nach dem Paket, das die Datei mit dem im Suchfeld angegebenen Namen enthält – auch unter den nicht installierten Komponenten. Wenn Sie das so gefundene Paket erneut einspielen, sollte das Programm wieder funktionieren.
OpenSuse glänzt in erster Linie mit einer grafischen Oberfläche für die Paketverwaltung, wie man sie mit diesem Leistungsumfang in keiner anderen Distribution findet. Insbesondere unter Fedora bleibt nur die Wahl zwischen der Kommandozeile oder einem simplen App-Store. Auch das in die Jahre gekommene grafische Ubuntu/Debian-Werkzeug Synaptic [2] kann bei der Paketverwaltung per GUI nicht mithalten.
Zusätzlich steht unter OpenSuse mit Zypper [3] ein Kommandozeilenwerkzeug für die Paketverwaltung bereit, dessen Funktionen dem beschriebenen YaST-Modul entsprechen. Wer der Kommandozeile nicht gänzlich abgeneigt ist, empfindet das Installieren eines Pakets mit sudo zypper in Paket> oder das Updaten des Systems per sudo zypper up als angenehm simples Vorgehen. Mit sudo zypper in RPM installieren Sie ohne Umstände ein lokal vorliegendes Paket inklusive seiner Abhängigkeiten.
Zu guter Letzt schätzen es fortgeschrittene Anwender, dass bei im Ausnahmefall vorsätzlich verletzten Paketabhängigkeiten nicht die ganze Paketverwaltung den Dienst quittiert, wie dies unter Debian und Ubuntu der Fall ist.
Schweizer Taschenmesser
Die grafische Software-Verwaltung von OpenSuse ist lediglich eines von inzwischen fast 50 YaST-Modulen (Abbildung 9). Schon deren Namen sagen manchmal normalen Desktop-Anwendern wenig, wie bei den Tools zum Einrichten eines Kerberos-Servers oder eines iSCSI-Initiators. Dass OpenSuse solche nur im Server-Umfeld benötigten Module an Bord hat, liegt daran, dass es im Grundaufbau mit dem SUSE Linux Enterprise Server (SLES) identisch ist.

Abbildung 9: Das Konfigurationswerkzeug YaST deckt in OpenSuse 15.2 ein weites Spektrum ab, von der für jeden Benutzer wichtigen Software-Verwaltung bis hin zu Expertenaufgaben wie dem Einrichten eines Mailservers.
Andere Module erleichtern gerade Windows-Umsteigern die Eingewöhnung unter Linux, zum Beispiel beim Einrichten eines Druckers oder Scanners. Das Modul Bootloader hilft bei Boot-Problemen, ohne dass man sich mit den für Linux-Neulingen kryptischen Konfigurationsdateien unter /boot/grub/ auseinandersetzen müsste. Das Modul Dienste verwalten zeigt, welche Systemdienste laufen, und legt fest, welche beim Hochfahren automatisch starten.
Auch die Module aus der Rubrik Netzwerkdienste richten sich nicht nur an professionelle Server-Administratoren: Die Konfiguration des Rechners als NFS-Client und NFS-Server erweist sich beim Datentausch im Heimnetz als nützlich. Für das NFS-Server-Modul müssen Sie das Paket yast2-nfs-server nachinstallieren. Den Rechner als Samba-Server einzurichten, ermöglicht es, Dateien im Heimnetz zwischen Windows- und Linux-Rechnern zu teilen.
Für durchschnittliche Anwender hilfreich sind auch die YaST-Module Benutzer- und Gruppenverwaltung (inklusive einer Einstellung für automatisches Anmelden beim Systemstart), das im Vergleich zur Firewalld-Original-GUI vereinfachte Modul Firewall sowie das ganz ohne Expertenwissen bedienbare Tool zum Einrichten eines VPN-Clients oder -Servers.
YaST schreibt die Einstellungen in die Konfigurationsdateien für die entsprechenden Linux-Systemkomponenten, die man stattdessen auch direkt bearbeiten könnte. Erfahrene Anwender bestreiten meist, dass eine GUI hierbei überhaupt eine Erleichterung bedeutet – doch das ist eine Frage der Erfahrung und Gewöhnung. Auf jeden Fall lassen sich moderne YaST-Versionen gut mit dem direkten Bearbeiten von Konfigurationsdateien kombinieren.
Vor langer Zeit hat YaST die Konfigurationsdateien entweder komplett neu geschrieben oder Änderungen schlicht am Ende angehängt. Zu allem Überfluss lief unter OpenSuse nach jeder Paketinstallation oder Einstellungsänderung in YaST ein Skript, das per Hand vorgenommene Anpassungen rigoros unterpflügte. Doch dies war nur in der (nicht so guten) alten Zeit so. Inzwischen werten die YaST-Module die betreffenden Konfigurationsdateien intelligent aus, kommen mit händischen Veränderungen klar, und lassen Optionen unangetastet, mit denen sie nichts anfangen können. Dasselbe gilt für eingefügte Kommentare.
Wir haben dies am Modul Samba-Server getestet: Zuerst ersetzten wir die mitgelieferte Samba-Konfigurationsdatei /etc/samba/smb.conf durch eine Beispielkonfiguration aus dem Internet [4]. Das YaST-Modul Samba-Server ließ sich auch dann noch problemlos öffnen. Die GUI zeigte die vorgefundenen Werte korrekt an, neue ließen sich problemlos festlegen.
Beim Test von Samba mit Windows 10 zeigte sich aber auch, wie wichtig es ist, dass man Konfigurationsdateien noch direkt editieren kann: In der von YaST erstellten Einstellung waren der Linux-Rechner und seine Freigaben auf dem Windows-Gerät nicht sichtbar. Dazu war es nötig, in /etc/samba/smb.conf per Hand im Block [global] die Zeile server min protocol = SMB3 einzufügen, da Windows 10 ältere Protokollversionen ignoriert.
Schade, dass weder das Bereitstellen von Datei-Shares für die schon seit Januar einzige von Microsoft unterstützte Windows-Version von Haus aus klappt noch YaST eine Einstellung dafür mitbringt. Immerhin bleibt das YaST-Modul nach der erforderlichen händischen Anpassung uneingeschränkt nutzbar und überschreibt auch keine manuellen Settings.
Voll zurückgedreht
Besonders hervorzuheben ist noch das Modul Dateisystemschnappschuss (Abbildung 10). Es zeigt alle per YaST oder der Software-Verwaltung in der letzten Zeit vorgenommenen Veränderungen am System und gestattet es, sie unkompliziert rückgängig zu machen.

Abbildung 10: Das YaST-Modul Dateisystemschnappschuss erlaubt es, einzelne Dateien in einen früheren Zustand zurückzuversetzen. Das Kommandozeilenwerkzeug Snapper dagegen setzt das ganze System auf einen früheren Snapshot zurück (Systemwiederherstellungspunkt).
Die in YaST angezeigten Systemschnappschüsse erzeugt der Hintergrunddienst Snapperd aus dem Paket snapper. Bei jeder Software-Installation, jedem Update und jeder Konfigurationsänderung mit YaST – und zusätzlich im Stundentakt – legt er einen solchen vollständigen Systemschnappschuss an. Auch per Hand lassen sich Vorher/Nachher-Paare leicht erzeugen. Zum Rückgängigmachen aller dazwischenliegenden Änderungen genügt ein weiterer Snapper-Aufruf [5].
Das Erzeugen eines Schnappschusses des ganzen Systems dauert nur wenige Sekunden; die Festplattenbelegung steigt dabei zunächst nicht an. Das verdankt Snapper dem unter OpenSuse standardmäßig gewählten fortschrittlichen Dateisystem Btrfs [6], das solche Schnappschüsse dank einer Copy on write genannten Technik unterstützt. Es schreibt für Snapshots die Dateiinhalte nicht neu, sondern erzeugt nur einen neuen Verzeichnisbaum, der auf die alten Daten verweist.
Sobald sich die Daten verändern, referenziert dieser Verzeichnisbaum dann die neu geschriebenen Inhalte, der inaktive Schnappschuss dagegen weiterhin die alten. Erst mit wachsender Differenz wächst also der belegte Platz, denn die alten Daten dürfen nicht überschrieben werden, solange der Schnappschuss noch existiert. Darum löscht Snapper ältere Snapshots automatisch.
Das von Suse als quelloffene Software entwickelte Werkzeug Snapper, das fehlgeschlagene Veränderungen am System zuverlässig ungeschehen macht, seien es Updates oder Eingriffe in die Konfiguration, ist auch in anderen Distributionen verfügbar. Bisher richtet es jedoch nur OpenSuse gleich bei der Installation ein, sodass zurückdrehbare Snapshots für alle jüngeren Software-Installationen oder Konfigurationsänderungen mit YaST immer schon bereitstehen.
Eine Voraussetzung für den vollen Funktionsumfang von Snapper ist, das Root-Dateisystem als Btrfs zu formatieren, wie es im Moment nur OpenSuse ohne explizite Auswahl vorgibt. Die Fedora-Entwickler haben jüngst beschlossen, ebenfalls wieder zu diesem Standarddateisystem zurückzukehren. In den Installern der anderen Distributionen können Sie es per Hand auswählen. Dann gelingt das Aktivieren von Snapper auch dort in wenigen Minuten [5].
Doppeltes Spiel
Seit schon beinahe zehn Jahren liegt OpenSuse in zwei Spielarten vor: der konventionellen, etwa jährlich aufgefrischten Ausgabe Leap [7] und der Rolling-Release-Fassung Tumbleweed. Die Bezeichnung Rolling Release impliziert den Verzicht auf turnusmäßige neue Ausgaben und die dabei fälligen Upgrades oder sogar Neuinstallationen. Stattdessen veröffentlichen die OpenSuse-Techniker für das laufende System ständig neue Versionen der einzelnen Anwendungen und Systemkomponenten.
Linux-Anwender mit entsprechendem technischem Hintergrund dürfte es interessieren, dass die gesamte OpenSuse-Entwicklung auf einem technisch ausgefeilten öffentlichen Build Service (Abbildung 11) abläuft [8]. Jeder Interessierte kann dort Pakete für OpenSuse und eine Reihe anderer Distributionen erstellen und die Entwicklung der offiziellen Pakete nachvollziehen.

Abbildung 11: Auf dem öffentlichen Webdienst openSUSE Build Service arbeiten Suse-Angestellte und Freiwillige gemeinsam an der Entwicklung neuer, aktueller Programmpakete.
Zusätzlich kommt bei der Paketentwicklung das automatisierte Test-Tool OpenQA (Abbildung 12) zum Einsatz [9], das grundlegende Fehler neuer Paketversionen ohne menschlichen Eingriff aufspürt. Die automatisierten Tests müssen nur selten neu geschrieben werden. So kann OpenQA große Mengen an Updates viel schneller testen, als das in einem konventionellen Beta-Test-Prozess der Fall wäre, bei dem menschliche Anwender mehr oder weniger zufällig auf Probleme stoßen.

Abbildung 12: Hier hat OpenQA automatisiert den Editor Kate gestartet, ein paar Worte getippt und per Optical Character Recognition geprüft, ob diese im Programmfenster erscheinen.
Allerdings entdecken automatisierte Tests erfahrungsgemäß nie alle Fehler abseits der Grundfunktionen. Daher bleibt Tumbleweed wegen der kürzeren Zeit, die zwischen der Freigabe neuer Versionen durch die Software-Entwickler und Erscheinen eines zugehörigen Pakets vergeht, anfälliger für “Kinderkrankheiten”, sogenannte Regressionen.
Umso erfreulicher ist es, dass Snapper die schnelle Rückkehr zu einem vorherigen Systemzustand ermöglicht. Da dieser Vorgang das Gesamtsystem zum vorherigen Stand zurückdreht, kommt es auch nicht zu Problemen mit Abhängigkeiten, wie es beim Downgrade einzelner Pakete passieren kann.
Fazit
OpenSuse zeichnet sich traditionell und bis heute durch eigene, leistungsfähige technische Lösungen aus. Deren prominenteste ist zweifellos das grafische Systemkonfigurationswerkzeug YaST. Der nach einer Standardinstallation vom Start weg aktive Snapper-Daemon macht es zum Kinderspiel, bei Problemen zu einem als funktionierend bekannten Systemzustand zurückzukehren. OpenSuse bietet zwei Fassungen der Distribution an, eine konservativere Leap-Ausgabe mit jährlichen Releases sowie die (ähnlich wie zum Beispiel Arch Linux) kontinuierlich aktuell gehaltenen Spielart Tumbleweed. (jlu)
Infos
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Packman-Repository: http://packman.links2linux.de
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Paketmanager Synaptic: https://wiki.debian.org/Synaptic
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Samba-Beispielkonfiguration: https://docs.centrify.com/Content/zint-samba/SMBConfSample.htm
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Snapper-Einführung: https://de.opensuse.org/openSUSE:Snapper_Tutorial
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OpenSuse Leap: https://software.opensuse.org/distributions/leap
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OpenSuse Build Service: https://build.opensuse.org
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OpenQA: https://openqa.opensuse.org






