HiDrive: Strato bessert nach
Beim Test der “Online-Festplatte” HiDrive von Strato (http://www.strato.de/hidrive/) in der letzten Ausgabe fiel die extrem niedrige Übertragungsrate von Downloads via CIFS über OpenVPN-Tunnel auf. Wie Strato auf unsere Rückfrage hin feststellte, war dafür ein Fehler im TUN-Treiber des eingesetzten Serversystems Solaris verantwortlich. Der Hoster behob den Bug daraufhin umgehend.
Im Nachtest ergeben sich jetzt tatsächlich deutlich schnellere Downloads: Statt bei 60 bis 80 KByte/s liegen sie bei 200 bis 250 KByte/s. Noch deutlich besser sehen nun die Transferraten zwischen dem auch im Test verwendeten Strato-Host und HiDrive aus: Hier erreicht der Download nun üppige 5 MByte/s statt magerer 200 KByte/s vor dem Update.
Fälschlicherweise haben wir im Artikel den Kostenpunkt für den Send-in-Service für Festplatten bis 500 GByte auf 39 Euro veranschlagt. Tatsächlich verlangt der Hoster für diese praktische Dienstleistung jedoch nur 30 Euro. So gehts: Sie fordern bei Strato eine Festplatte an und schicken diese mit Ihren Daten befüllt wieder zurück. Das Unternehmen lädt die Daten dann vor Ort in Ihr HiDrive-Online-Storage. (tle)
Erratum: Messfehler bei Powerline
Beim Test der Powerline-Adapter in Ausgabe 04/2010 (https://www.linux-community.de/artikel/20482) ist es offenbar zu Messfehlern hinsichtlich der Leistungsaufnahme gekommen: Offenbar wurde das von uns verwendete Messgerät durch einige der Geräte gestört. Insbesondere Devolo (http://www.devolo.de) wies uns zurecht darauf hin, dass ihre Powerline-Adapter dLan 200 AVplus mitnichten unter Volllast über 106 Watt Leistung aufnehmen. Beim einem erneuten Test mit einem anderen Messgerät ermittelten wir realistische Werte von 6 Watt im Leerlauf und 7,2 Watt unter Last.
Beim Nachmessen zeigte das im Test eingesetzte Gerät stattdessen einen Wert von 72 Watt unter Last an – exakt das Zehnfache. Wir gehen davon aus, dass auch die Messwerte von einigen, wenn auch nicht aller anderen Adaptern von dem Fehler betroffen wurden. Setzt man auch bei ihnen eine ähnliche Fehlergröße an, ergibt sich bezüglich der Leistungsaufnahmen ein ähnlich homogenes Bild wie bei den Durchsatzraten. (Jan Raehm/jlu)

Messfehler im LinuxUser-Test: Die Powerline-Adaper dLan 200 AVplus von Devolo sind in Wirklichkeit alles andere als Stromfresser.
Amarok 2.3.1 verbessert Cover-Verwaltung
Das Amarok-Team hat Version 2.3.1 “The Bell” des KDE-Musikplayers (http://amarok.kde.org) zum Download freigegeben. Die Version enthält zahlreiche neue Features. So bringt die neue Amarok-Version einen deutlich verbesserten Cover-Manager sowie neue Applets für Zusatzinformationen zum aktuell gewählten Stück mit, darunter ein Applet für ähnliche Interpreten und eines mit Konzerthinweisen. Die Entwickler machten Amarok zudem für den neuen Systemabschnitt unter KDE 4.5 flott. Nicht mit an Bord ist hingegen das Coverbling-Applet für den Coverwechsel im iTunes-Stil: Die Amarok-Entwickler wollen demnächst ein eigenes Pendant vorstellen. Einige Distributionen bieten das Update bereits als Binärpaket an, darunter Kubuntu im PPA ppa:kubuntu-ppa/backports und OpenSuse im KDE4-Unstable-Repo. (mhi)
Stabiles Chrome für Linux
Google bezeichnet seinen Webbrowser Chrome nach knapp sechs Monaten Betatest nun als stabil und hat entsprechende Versionen für Linux und Mac OS X veröffentlicht. Die Linux-Version (http://tinyurl.com/lu1007-chrome) gibt es als Binary für Debian, Ubuntu, Open Suse und Fedora jeweils in Ausgaben für 32- und 64-Bit-Rechner. Zu den neuen Features der stabilen Version zählen die Synchronisation von Browser-Präferenzen wie Themes, Sprache, Inhaltseinstellungen und Startseite über mehrere Computer hinweg. Daneben kamen auch HTML5-Funktionen wie Geolocation-API, Web-Sockets und Drag & Drop für Dateien hinzu. Letzteres sieht Google als nützlich für Attachments im hauseigenen Mailprogramm GMail an. Auch die Lesezeichen-Verwaltung haben die Entwickler überarbeitet. (uba)
Virtualbox 3.2 mit mehr Speed
Oracle hat Version 3.2 der Virtualisierungssoftware Virtualbox (http://www.virtualbox.org) zum Download freigegeben. Dabei handelt es sich um einen größeren Versionssprung, der auch zahlreiche neue Features mitbringt, wie etwa Support für Intels Core-i5- und Core-i7-CPUs sowie für Xeon-Prozessoren der Serie 5600. Durch ein neues Netzwerk- und Storage-Subsystem soll die Version 3.2 zudem den Netzwerkverkehr rund 25 Prozent schneller abwickeln, asynchrone I/O-Operationen sorgen ebenfalls für flotteres Arbeiten. Die Entwickler statteten daneben das eingebaute VRDP-Protokoll für den externen Zugriff auf den Bildschirm mit Videobeschleunigung aus. Zu guter Letzt unterstützt die neue Version erstmals Mac OS X als Gastsystem – allerdings nur auf Macs. (mhi)
KOffice erreicht Version 2.2
Das KOffice-Team hat Version 2.2 der KDE-Office-Suite zum Download freigegeben (http://www.koffice.org). Dank einer wachsenden Entwicklergemeinde enthält sie sehr viele Änderungen. So hält zum ersten Mal auch die Datenbank-Anwendung Kexi wieder Einzug in das Büropaket. Kexi2 wurde von Grund auf überarbeitet und unterstützt neben lokalen Datenbankdateien auch MySQL- und PostgreSQL-Server. Die KDE-Entwickler bezeichnen Kexi in der Ankündigung auf der KOffice-Homepage als produktionsreif.
Als größte Verbesserung sehen die KDE-Entwickler das neue Framework für Effekte bei Umrandungen. Es lässt sich für sämtliche KOffice-Anwendungen einsetzen und bringt zurzeit 11 Effekte mit. Dank eines Sponsoring durch Nokia – das Unternehmen setzt KOffice als Dokumentenbetrachter auf mobilen Geräten ein – unterstützt die Textverarbeitung KWord nun auch den Import von Dokumenten im Microsoft-XML-Format DOCX, allerdings nur mit grundlegenden Formatierungen. Den Filter für die traditionellen Microsoft-Office-Formate und ODF hat das KOffice-Team ebenfalls verbessert.
Die meisten Änderungen erfuhr allerdings das Zeichenprogramm Krita, das in Version 2.2 eine Reihe neuer Pinsel und ein komplett neues Bildverarbeitungssystem enthält. Die Krita-Entwickler haben zudem den Import für Gimp-Bilder, das JPEG-2000-Format und OpenEXR verbessert.

Dank der KOffice-Komponente Kexi2 verfügt die KDE SC jetzt wieder über ein einfach zu bedienendes Datenbank-Interface.
Freier Flashplayer stabilisiert sich
Das Lightspark-Projekt hat mit Version 0.4.0 eine weitere Vorabversion des seines freien Flash-Abspielers veröffentlicht und verspricht vor allem mehr Stabilität. Version 0.4.0 bringt außerdem erstmals Framerate-Timing sowie ein Framework für asynchrone Actionscript-Ereignisse. Youtube-Support soll in der kommenden Version 0.5.0 folgen. Derzeit eignet sich die Software nur für 64-Bit-Prozessoren mit SSE2-Erweiterung, demnächst soll es aber auch eine Version für 32-Bit-CPUs geben. Das unter der GPLv3 lizenzierte Lightspark besitzt eine eigene Launchpad-Seite (https://launchpad.net/lightspark), von der Sie den Quelltext-Tarball herunterladen können erhältlich ist. Ein Ubuntu-Binärpaket gibt es im PPA der Entwickler (ppa:sssup/sssup-ppa). (mhu)
2.OpenSuse-Konferenz: “Collaboration across Borders”
Vom 20. bis 23. Oktober 2010 findet in Nürnberg die 2. OpenSuse-Konferenz statt (http://en.opensuse.org/Conference_2010). Das Motto der in Englisch als Konferenzsprache abgehaltenen Veranstaltung lautet “Collaboration across Borders”. Dementsprechend sieht der noch bis 31. Juli laufende Call for Papers für die Vorträge und Tutorials Themen vor wie beispielsweise Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Desktopumgebungen, die internationale OpenSuse-Community, interdisziplinäre Projekte, die Zusammenarbeit in Upstream und Downstream sowie Social Media und Dokumentation.
Kurz notiert
Das Tool Ext2read 2.2 (http://tinyurl.com/lu1007-ext2read) liest unter Windows Ext2- und Ext4-Dateisysteme sowie (experimentell) LVM2. Es bringt dazu die passenden Dateisystemtreiber und einen in Qt programmierten Dateimanager im Windows-Explorer-Stil mit.
Der Mitte Mai erschienene Kernel 2.6.34 ringt neben jeder Menge neuer Treiber auch zwei neue Dateisysteme mit: LogFS für Flash-Speicher und das verteilte Dateisystem Ceph. Linus Torvalds findet den neuen Kernel wenig aufregend und gerade deshalb ganz nach seinem Geschmack (http://tinyurl.com/lu1007-kernel).
HP legt sein geplantes Windows-7-Tablet “Slate” vorerst auf Eis (http://tinyurl.com/lu1007-hp). Stattdessen will der Hersteller nun im zweiten Halbjahr 2010 ein Tablet auf WebOS-Basis anbieten, Codename: “Hurricane”. Der Grund: Palms auf Linux basierendes Touchscreen-Betriebssystem schlägt Windows bei der Performance um Längen.
Laut der Marktforscher der NPD Group hat jetzt Googles Android mit 28 Prozent Marktanteil Apples iPhone-OS (21 Prozent) auf Platz 3 der Smartphone-Betriebssysteme verdrängt – zumindest in den USA (http://tinyurl.com/lu1007-android). Marktführer bleibt dort das RIM-OS von Blackberry-Hersteller Research in Motion (36 Prozent).
IBM feierte Anfang Mai den zehnten Jahrestag des Projekts Linux auf dem Mainframe (http://tinyurl.com/lu1007-ibm10y). Heute nutzen 70 Prozent der 100 wichtigsten Großrechner-Kunden das freie Betriebssystem. Für Linux auf dem Mainframe gibt es mittlerweile mehr als 3150 Anwendungen und eine stetig wachsende Anwenderbasis.
Der Youtube-Client Minitube 1.0 (http://flavio.tordini.org/minitube) behebt einige Darstellungsfehler der Vorversionen, unterstützt HD-Videos und kann direkt aus dem Programm heraus Links auf den Youtube-Stream speichern. Er benötigt Qt ab Version 4.6 und das KDE-Framework Phonon zur Arbeit.








