Mit einem Gratis-Netbook spornte die LinuxCommunity Ende Juni über 200 Bewerberinnen und Bewerber zum Umstieg auf Linux an. Lesen Sie hier, wie die fünf schließlich ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Aufgabe bislang meistern.
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Die LinuxCommunity will wissen, wie schwer der Umstieg auf Linux tatsächlich ist. Sie versprach dazu vier Testpersonen, die beim Umstieg von Windows auf Linux mindestens drei Monate durchhalten, ein Gratis-Netbook.
Aus über 200 Bewerberinnen und Bewerber wählte die Redaktion 16 Personen aus, die es in die Endrunde schafften. In einer knappen Abstimmung setzten sich darunter drei Damen und ein Herr durch. Sie arbeiten inzwischen seit über einem Monat mit wenigen Ausnahmen ausschließlich mit Linux. Die auf dem fünften Platz gelandete Sandy Magasch hatte Glück im Unglück: Per Los gewann Sie als Spezialpreis einen Nettop und bloggt nun ebenfalls zwei mal wöchentlich über den Umstieg von Windows.
Schwerer Start
Die Aktion lief vor allem für Martina Wiese (Abbildung 1), die als Preis das HP Mini 5101 gewählt hatte, alles andere als optimal an: Martina [1] bekam ein Gerät mit US-Tastaturlayout, auf dem zudem Suse Linux Enterprise Desktop 11 vorinstalliert war. Jedoch lagen weder ein entsprechender Lizenzschlüssel noch eine Recovery-DVD bei, weshalb die LC-Redaktion bei Novell Deutschland reklamierte. Martina erhielt in der Zwischenzeit ein Ersatzgerät mit deutscher Tastatur, einen Lizenzschlüssel sandte uns der für das OpenSuse-Projekt zuständige Produktmanager Michael Löffler umgehend per Mail.

Abbildung 1: Viel Pech beim Start, aber trotzdem guter Laune: Martina Wiese mit dem vom OpenSuse-Projekt gesponsorten HP Mini 5101.
Rundum glücklich
Am zufriedensten mit dem neuen Rechner sind bisher Kerstin Spranger [2] (beziehungsweise ihre Tochter Carla, Abbildung 2) und Harald Merk [3], die jeweils einen mit Ubuntu bestückten Classmate-PC von Unimall benutzen. Harald hat zwar mit einem kombinierten Drucker/Fax von Canon zu kämpfen, für den es keinerlei Linux-Treiber gibt, und auch ein Abstecher zu KDE kostete ihn einige Nerven – insgesamt ist er mit dem Classmate-PC aber sehr zufrieden. Kerstin ist ebenfalls rundum glücklich, allerdings muss sie den Rechner oft mit ihrer Tochter teilen, die den Schüler-PC (zurecht) auch für sich in Anspruch nimmt.

Abbildung 2: Kirsten Spranger muss ihren Classmate-PC von Unimall gut behüten, da ihn sonst Tochter Carla sofort mit Beschlag belegt.
Hardware
Am meisten Probleme bereitete den Testkandidaten bisher die Hardware. Toja Dees [4] bringt ihren Scanner, einen Lide 20 von Canon, unter Linux nicht ans Laufen; Kerstin versucht gerade, einen Bluetooth-Stick zur Mitarbeit zu überreden. Während die Netbooks selbst kaum Probleme bereiten, zog Sandy Magasch [5] mit dem Fit-PC2 das wohl schwierigste Los: Wegen des verbauten Grafikchipsatzes GM500 von Intel arbeitet der Rechner nur mit dem proprietären und kaum weiterentwickelten “Poulsbo”-Treibern zufriedenstellend (siehe auch Artikel auf Seite 78). Immerhin kann Sandy Ubuntu jetzt schon im Halbschlaf installieren.
Weiter bloggen
Noch bis Mitte November müssen die fünf Testkandidaten auf ihren Linux-Rechnern durchhalten und regelmäßig bloggen: Erst dann gehen die Rechner definitiv in ihren Besitz über. Die zwei Mal wöchentlich festgehaltenen Erfahrungsberichte lesen sich auch für alle spannend, die den Umstieg schon länger hinter sich haben und sich die Probleme von Einsteigern kaum noch vorstellen können.
Infos
[1] Blog von Martina Wiese: https://www.linux-community.de/Internal/User-Blogs/Martina-Wiese
[2] Blog von Kerstin Spranger: https://www.linux-community.de/Internal/User-Blogs/Sommer-Spezial
[3] Blog von Harald Merk: https://www.linux-community.de/Internal/User-Blogs/3-Monate-ohne-Windows
[4] Blog von Toja Drees: https://www.linux-community.de/Internal/User-Blogs/Linux-und-ich-auf-zu-neuen-Ufern
[5] Blog von Sandy Magasch: https://www.linux-community.de/Internal/User-Blogs/Ab-in-die-tiefsten-Tiefen-von-Linux!




