Aktuelles

Aus LinuxUser 05/2009

Aktuelles

Angetestet

Leitungstest mit Gnetworktester

Mit Gnetworktester prüfen Sie die Verfügbarkeit und Geschwindigkeit Ihrer Internetverbindung. Auf Wunsch schickt das Programm den Report mit den Ergebnissen direkt an den Provider – vorausgesetzt, dessen Kontaktdaten stehen in der Konfiguration. Gnetworktester verwendet zum Mailversand den Mailclient Evolution.

Um die Anbindung zu testen, geben Sie lediglich eine Liste von Internet-Adressen ein, deren Erreichbarkeit Gnetworktester via Ping und Traceroute prüft. Alle auf der Route befindlichen Gateways und Router trägt das Tool in seine Host-Liste ein, sodass immer ersichtlich ist, wo die Verbindung letztlich hängt. Basierend auf diesen Daten erstellt das Programm zur besseren Veranschaulichung auf Wunsch einen rudimentären Netzwerkplan.

Gnetworktester 0.9

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://sourceforge.net/projects/gnetworktester/

Wertung

Gnetworktester testet die Verfügbarkeit und Geschwindigkeit Ihrer Internetanbindung und zeigt auf Wunsch den Weg der Datenpakete grafisch an.

Prozesse beobachten mit Ps-Watcher

Die Prozessliste eines Linux-PCs umfasst typischerweise 80 oder mehr Einträge. Möchten Sie bestimmte davon im Auge behalten, hilft Ihnen das Tool Ps-Watcher. Es kontrolliert in frei definierbaren Intervallen die Prozessliste des Rechners und führt beim Überschreiten bestimmter Schwellenwerte vorgegebene Aktionen aus. Dazu wertet es entweder die Ausgabe von ps aus oder greift alternativ auch auf die Ausgabe anderer Prozessmonitore zurück.

Nach welchen Prozessen das Tool in der Prozessliste sucht, legen Sie in der Konfigurationsdatei fest. Hier ordnen Sie zudem optional jedem Prozess bis zu drei Konfigurationsparameter zu. Da das Programm Perl-konforme reguläre Ausdrücke beherrscht, genügt es, anstelle eines Prozessbezeichners ein Namensmuster einzugeben. So überwachen Sie mehrere ähnliche Prozesse mit einem Eintrag. Darüber hinaus kennt Ps-Watcher die Parameter occurs und trigger, um Schwellenwerte festzulegen oder Aktionen wahlweise immer oder nur beim ersten Antreffen eines Prozesses auszuführen.

Ergebnisse und Fehlermeldungen reicht das Programm in der Grundeinstellung an das Syslog weiter, alternativ geben Sie eine eigene Log-Datei an. Der Parameter --norun ermöglicht außerdem, Ps-Watcher im Testmodus auszuführen: Es deutet in diesem Modus alle Aktionen nur an, führt sie aber nicht aus.

Ps-Watcher 1.0

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://ps-watcher.sourceforge.net/

Wertung

Ps-Watcher verwaltet alle Prozesse im System automatisiert, startet abgestürzte Programme automatisch neu oder terminiert Ableger ressourcenhungriger Prozesse.

Iptux: dezentral kommunizieren

Anders als die meisten Messenger-Lösungen benötigt Iptux keinen zentralen Server, sondern sucht nach dem Start das lokale Netzwerk eigenständig nach anderen aktiven Iptux-Instanzen ab. Findet es welche, zeigt es diese mit dem Namen des jeweiligen Benutzers und der IP-Adresse des Rechners in der Kontaktliste an. Dabei sortiert Iptux die Kontakte nach IP-Segmenten. Es kennt bereits alle privaten aus den Klassen A bis C, ermöglicht es aber, die Kontaktliste um eigene IP-Bereiche zu erweitern.

Nach dem Start erreichen Sie das Tool über ein Tray-Icon, sodass Sie die Kontaktliste nicht permanent offen halten müssen. Anders als bei ICQ oder Jabber sieht jeder Nutzer alle anderen Teilnehmer und kann mit ihnen kommunizieren. Benutzerzustände wie “abwesend” oder “beschäftigt” kennt das Programm nicht. Zum Kommunikationsaufbau klicken Sie lediglich den gewünschten Partner in der Kontaktliste an. Für den Austausch mit mehreren Teilnehmern bietet das Programm einen Group-Chat. Eine Protokollfunktion fehlt; entsprechend gehen beim Neustart alle Nachrichten verloren.

Wie auch andere Messenger eignet sich auch dieses Programm zum Übertragen von Dateien oder auch ganzen Ordnern. Es ermöglicht Ihnen, sowohl einzelne als auch ganze Ordner zu versenden. Möchten Sie Dateien an mehrere Kontakte verteilen, fassen Sie diese im sogenannten Public-Menü zu einer Freigabe zusammen.

Iptux 0.4.5

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://code.google.com/p/iptux/

Wertung

Iptux bietet eine ideale Kommunikationslösung für alle, die im LAN ohne zentralen Server chatten möchten.

Daten retten mit Safecopy

Safecopy bietet oft die letzte Möglichkeit, Daten oder wenigstens Teile davon von defekten Datenträgern zu retten. Es liest die Medien blockweise aus und schreibt alle ermittelten Inhalte in eine Ausgabedatei. Trifft es dabei auf einen fehlerhaften Block, versucht es zunächst mehrfach, diesen auszulesen – die Anzahl der Versuche legen Sie individuell fest. Lassen sich keine Daten mehr bergen, überspringt Safecopy den defekten Abschnitt und setzt seine Arbeit beim nächsten Block fort.

Je nach Schadenslage besteht auch die Option, das Tool mit einem alternativen Startblock aufzurufen, um beispielsweise Fehler am Anfang eines Datenträgers zu überspringen. Findet Safecopy ein so genanntes Bad-Block-File, überspringt es die dort angegebenen defekten Blöcke und schreibt nur die fehlerfreien Blöcke in seine Ausgabedatei. Zu einem späteren Zeitpunkt können Sie mit dem Parameter -I versuchen, die Lücken in der Ausgabedatei nachträglich zu füllen. Starten Sie das Programm mit dem Parameter -o, erstellt es selbst Bad-Block-File. Darüber hinaus unterstützt Safecopy auch eine Reihe von Low-Level-Device-Aufrufen für Wechselmedien wie CD oder Floppy.

Safecopy 1.1

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://safecopy.sourceforge.net/

Wertung

Safecopy birgt von defekten Datenträgern, was an Daten noch irgendwie zu retten ist.

Reguläre Ausdrücke prüfen mit Lurt

Suchen und Ersetzen mit regulären Ausdrücken gehört heute zu den Standardfunktionen vieler Tools und Skriptsprachen. Möchten Sie aber sichergehen, dass ein Suchstring wirklich immer das gewünschte Ergebnis liefert, dann testen Sie ihn vorher mit Lurt. Das Perl-Skript stellt eine übersichtliche Oberfläche bereit, in den Sie den zu prüfenden regulären Ausdruck eintragen. Anschließend geben Sie Referenzzeichenketten an, auf die Lurt den regulären Ausdruck anwendet. Wollen Sie sich dabei das Eintippen sparen, verwenden Sie dazu alternativ eine vorbereitete Textdatei.

Lurt gibt danach für jeden Referenzstring explizit an, ob der reguläre Ausdruck zutrifft oder nicht, indem es eine passende Angabe in eine Match-Spalte einträgt: Trifft der Ausdruck auf die gesamte Zeile zu, quittiert Lurt das mit einem grünen full match in der Match-Spalte, ohne Treffer erscheint dort ein rotes No. Auf diese Weise erkennen Sie sofort, ob und wo Ihr Ausdruck das gewünschte Ergebnis liefert. Zu guter Letzt prüft Lurt bei dieser Gelegenheit direkt, ob der reguläre Ausdruck überhaupt gültig ist. Eine kleine Statistik unterhalb der Eingabezeile des regulären Ausdrucks gibt zudem Auskunft über die Gesamtanzahl der zutreffenden und nicht zutreffenden Zeilen.

Lurt 0.9

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://www.aspyct.org/doku.php?id=lurt

Wertung

Lurt eignet sich für Einsteiger und Experten gleichermaßen zur Konstruktion regulärer Ausdrücke, die es direkt an Teststrings erprobt.

Mit Surfraw über die Konsole googeln

Surfraw macht es möglich, via Kommandozeile über 80 Suchmaschinen und Informationsquellen abzufragen. Dazu gehören neben Größen wie Google, Yahoo und Wikipedia auch Amazon oder Slashdot. Auch Open-Source-Depots wie Sourceforge, Freshmeat oder die Datei-Repositories von Genpkg und Debpackages kennt Surfraw. Eine komplette Liste aller unterstützter Quellen erhalten Sie durch Eingabe von surfraw -elvi.

Um eine Anfrage an einen der Informationslieferanten zu richten, reicht es aus, Surfraw mit dessen Namen und den Suchbegriffen aufzurufen. Das Programm wertet die Umgebungsvariable $HTTP_PROXY aus, was den problemlosen Einsatz hinter Firewalls oder über einen Proxy erlaubt. Die Suchergebnisse zeigt Surfraw im Fenster des Standard-Browsers an, über die Konfigurationsdatei legen Sie alternativ einen anderen Webbrowser fest.

Surfraw 2.2.4

Lizenz: Public Domain Quelle: http://surfraw.alioth.debian.org/

Wertung

Surfraw fragt diverse Suchmaschinen und Informationsquellen von der Konsole aus an. So lassen sich die umfangreichen Recherchemöglichkeiten auch in Shell-Skripten nutzen.

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