Opera 9 Beta

Aus LinuxUser 06/2006

Opera 9 Beta

Beinahe komplett

Die aktuelle Version 9 des Web-Browsers Opera befindet sich auf der Zielgeraden zur finalen Release. Was die Beta schon alles kann, erfahren Sie hier.

Abbildung 1: Operas aktueller Browser entält eine Schnittstelle, die das Nachladen kleiner Programme – so genannter Widgets – erlaubt.

Abbildung 1: Operas aktueller Browser entält eine Schnittstelle, die das Nachladen kleiner Programme – so genannter Widgets – erlaubt.

Um den Anwender über neue Funktionen ihres Browsers auf dem Laufenden zu halten, veröffentlicht Opera [1] seit Anfang des Jahres wöchentlich einen Snapshot, die so genannte Technical Preview, der jedoch lediglich in englischer Sprache vorliegt. Der neueste Wurf hat diese Preview-Phase zwischenzeitlich verlassen und befindet sich in der letzten Vorstufe (Beta) zur finalen Release. Auch für diese Version haben sich die Entwickler viele mehr oder weniger sinnvolle Modifikationen ausgedacht.

Widgets

Am oberen Rand des Bildschirms erscheint nach dem Start von Opera ein kleines Snap-in, das zum Verwalten der Widgets (Abbildung 1) dient. Die Widgets von Opera sind kleine auf Ajax [2] basierende Applikationen mit verschiedenen Funktionen wie Taschenrechner, Uhr oder Währungsumrechner, die über das Snap-in on demand installiert werden. Obwohl der Browser noch nicht nicht einmal das finale Stadium erreicht hat, stehen mittlererweile über 100 dieser kleinen Programme zum Download bereit.

Content-Blocker

Web-Seiten, bei denen die Werbung den eigentlichen Inhalt in den Hintergrund drängt, profitieren vom neuen Content-Blocker. Im Kontextmenü (Rechtsklick auf die Web-Seite) findet sich der Eintrag Block Content…. Ist dieser aktiviert, reicht ein Klick auf die entsprechenden Seitenelemente, um diese dauerhaft zu unterdrücken. Im Test führte das zuweilen jedoch zu etwas verzerrten Seiten, da der Platzhalter für die Werbung Teile des eigentlichen Inhalts überdeckte.

Sicherheit – jetzt!

Eine eher unscheinbare, jedoch sehr sinnvolle Ergänzung ist das Einstellen der Sicherheitsrichtlinien für jede Seite über das Kontextmenü. Das Kontrollfenster öffnet sich beim Klick auf den Eintrag Edit site preferences…. Darin stellen Sie nicht nur den Umgang mit Cookies ein, sondern legen auch fest, welcher aktive Content für diese Seite erlaubt ist. Auch die Javascript- und Pop-up-Einstellungen finden Sie hier.

Tuning im Detail

Schon für Version 8.5 angekündigt, hat die BitTorrent-Unterstützung nun endgültig Einzug in den Browser gehalten. Sie erlaubt den einfachen Download von über das BitTorrent-Netzwerk [3] verteilte Dateien.

Bislang schwer erreichbare Einstellungen der Grundfunktionen des Browsers stehen nun über http://opera:config zum Editieren bereit. Die Werte sollten jedoch nur erfahrene Anwender ändern, da sie die Funktionsweise des Programmes erheblich beeinflussen.

Als visuelle Hilfe bei der Suche in Web-Seiten zeigt Opera gefundene Treffer nun in zwei Farben an: Gelb signalisiert den aktuellen Treffer, die restlichen sind grün eingefärbt. Welche Seite sich hinter geöffneten Tabs verbirgt, zeigt ein kleines Thumbnail-Bild, das erscheint, sobald der Mauszeiger länger als eine Sekunde über dem jeweiligen Reiter verweilt.

Reichlich Stoff

Opera hat mit der neuen Version ganze Arbeit geleistet. Das einfache Erreichen der Sicherheitsrichtlinien für jede Seite gehört genauso dazu wie der Content-Blocker, der überfrachtete Web-Seiten wirkungsvoll von Werbemüll befreit.

Auch wenn Opera selbst davon abrät – der Browser läuft in der täglichen Arbeit recht fehlerfrei. Die deutsche Version erscheint jedoch erst mit dem offiziellen Release.

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