Schnellere Bootzeiten, ein aktualisierter Installer und verbessertes Hardware-Mangement: Das sind die Eckdaten von Version 2008.2 der türkischen Linux-Distributon.
Die Distribution Pardus entstand 2005 aus einem Regierungsprojekt und wird auch aktuell noch vom Nationalen Forschungsinstitut für Elektronik und Kryptologie (TÜBITAK/UEKAE) in Zusammenarbeit mit der Community entwickelt.
In Pardus 2008.2 mit dem Codenamen “canus aureus” haben die Entwickler das eigene Init-System Mudur verbessert, wodurch die Distribution schneller bootet, auch das Installationsprogramm Yali hat für dieses Release einige Verbesserungen erfahren. Der Paketmanager PiSi bekam eine bessere Suchfunktion und setzt beim Ausfall einer Downloadquelle die Installation nach Möglichkeit fort. Zudem unterstützt er die Installation von Delta-Paketen, allerdings sind erste Deltas erst für spätere Pardus-Versionen geplant.
Als Standarddesktop kommt KDE 3 in Version 3.5.10 zum Einsatz, als Kernel benutzt die aktuelle Pardus-Version 2.6.25 mit erweiterter Hardwareunterstützung.
Pardus gibt es als Installations- (Pardus Kurulan) und als Live-CD (Pardus Calisan). Mit Version 2008.2 gibt es die Live-CD-Version erstmals auch mit KDE 4 — zum Einsatz kommt dabei das topaktuelle KDE 4.2. Einen detaillierten Artikel zu Pardus (Version 2007.3) gibt es im LinuxUser 04/2008. Der Artikel ist frei online verfügbar.





