frame: vollständig in Assembler geschriebener X-Server

frame: vollständig in Assembler geschriebener X-Server

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Der Norweger Geir Isene hat einen X-Server komplett in Assembler geschrieben. Der soll nicht nur deutlich ressourcenschonender arbeiten als das Pendant von X.org, er besteht derzeit auch nur aus rund 20.000 Zeilen Code. Es gibt aber auch ein paar Haken.

Die Eckdaten von frame lesen sich beeindruckend wie spannend: Während der X.Org-Server aus über 4 Millionen Codezeilen besteht, kommt frame mit einem Bruchteil aus. Der für den Assembler NASM geschriebene X-Server soll wirklich nur dann arbeiten, wenn er gerade gefordert ist und so vor allem Notebookbatterien schonen. frame verlangt keinerlei Abhängigkeiten, er kommuniziert direkt mit dem Kernel über entsprechende Syscalls. Das X11-Protokoll stellt er an einem Unix-Socket bereit und kennt die DRM/KMS- und Evdev-Schnittstellen.

Damit sind seine Funktionen allerdings auch schon im Wesentlichen beschrieben. Insbesondere unterstützt er noch nicht alle X-Protokolle. So fehlt gemäß der Aufstellung auf GitHub unter anderem noch XKB. Des Weiteren befindet sich frame in einer frühen Entwicklungsphase, er gilt folglich nicht als stabil. Unter ihm sollen jedoch bereits größere Desktop-Anwendungen wie Firefox und GIMP laufen, sein Entwickler setzt ihn bereits bei der täglichen Arbeit ein.

Geir Isene entwickelt neben frame noch einige weitere Komponenten eines Linux-Desktops komplett neu. Dazu zählen sein Window-Manager tile, das Terminal glass und die Shell bare – auch sie sind in Assembler geschrieben. Isene möchte mit ihnen vor allem einen stromsparenden Desktop-Stack schaffen, den er CHasm getauft hat. Das scheint ihm auch zu gelingen: Nach seinen Messungen soll X.org drei mal so viel Strom verbrauchen wie frame.

Bei der Entwicklung seines Stacks lässt sich Geir Isene von künstlicher Intelligenz helfen. Konkret kam dabei Claude Code zum Einsatz. Diese KI half dem Entwickler vor allem bei Problemen.

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