Die gemeinnützige Organisation Trace Labs stellt eine VM mit kuratierten und aus ihrer Sicht besonders nützlichen OSINT-Werkzeugen für Sicherheitsexperten bereit. Die neue Version verabschiedet sich von Kali Linux, bringt neue Tools mit und legt bei der Dokumentation nach.
Die OSINT VM offeriert ausschließlich Open-Source-Intelligence-Software und somit Werkzeuge, die Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen beschaffen. Bislang lief in der VM ein angepasstes Kali Linux, aus dem die Trace-Labs-Entwickler erst einmal alle nicht benötigten Tools entfernen mussten – wie etwa Portscanner und Exploit Kits. Diese ganze Arbeit spart ein Tausch des Unterbaus: Das neue OSINT VM 2026.05 basiert auf Debian 13 alias Trixie. Damit schrumpft gleichzeitig das VM-Image auf nur noch rund 1,75 GByte.
Des Weiteren haben die Entwickler eine neue Systemaktualisierung spendiert, die sich automatisch bei vorliegenden Updates mit einer Nachricht meldet. Als Browser steht wahlweise der auf die Privatsphäre ausgerichtete Brave parat, der obendrein die Forensic-OSINT-Erweiterung mitbringt. Die Tools Obsidian und Owlculus stehen standardmäßig bereit. Letzteres allerdings nur, wenn man auf die vorgefertigte OSINT VM der Trace-Labs-Entwickler zurückgreift (dem „Full Build“). Wer sich eine eigene OSINT-VM-Fassung stricken möchte, dem hilft das Skript „tlosint-tools.sh“, das jetzt ebenfalls Owlculus kennt.
Überarbeitet haben die Entwickler schließlich noch die Dokumentation. So stecken der Trace Labs Coach und die Participant Guides jetzt direkt in der VM. Des Weiteren gibt es einen neuen Contributing Guide, Release-Prozess-Dokumente und standardisierte Templates für PRs und Issues. Die Dokumentation haben die Entwickler schließlich noch umstrukturiert. Unter anderem findet sich die „TOOLING.md“ ab sofort im Ordner „docs“.





