Viele Anwender lehnen Ubuntu wegen der erzwungenen Nutzung von Snap-Paketen ab. Mit einem kleinen Bash-Skript entfernen Sie Snap aus Ihrer Ubuntu-Installation.
Canonical will mit Snap die Softwareverwaltung erleichtern. Anwender sollen Pakete einfach herunterladen können, ohne dabei einen Gedanken an Abhängigkeiten oder Konflikte zu verschwenden. Softwareentwickler müssen nur ein einzelnes Snap-Paket bereitstellen und nicht jede Version der Distribution separat versorgen. Unter Ubuntu 24.04 und 26.04 funktioniert dasselbe Snap-Paket.
Gegen die Möglichkeit, Snaps zu verwenden, sie über den Snap Store [1] auszuwählen und von dort zu installieren, hat wohl auch kaum jemand etwas. Problematisch ist jedoch, dass Canonical die Snap-Nutzung nachdrücklich erzwingt. So wird zum Beispiel der Standard-Browser Firefox als Snap-Paket installiert. Ein Versuch, es zu entfernen und stattdessen via Apt ein klassisches DEB-Paket einzuspielen, führt lediglich dazu, dass erneut das Snap-Paket auf der Platte landet. Wie das?
Fake-DEB-Paket
Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ließe Ubuntu dem Nutzer die Wahl, ein Snap-Paket aus dem Snap Store oder ein klassisches Debian-Paket via Apt oder ein grafisches Frontend einzuspielen. Im Apt-Repository von Ubuntu liegt jedoch ein Fake-Paket, das tatsächlich über ein Pre-Install-Skript das Snap-Paket einrichtet.
Das überprüfen Sie bei Interesse einfach mit den Befehlen aus Listing 1. Die ersten beiden Zeilen laden das Firefox-Debian-Paket ins Verzeichnis /var/cache/apt/archives/ herunter, ohne es einzurichten. Der Dpkg-Aufruf in Zeile 5 extrahiert die Skripte, die das System vor und nach der Installation (preinst, postinst) sowie vor und nach der Deinstallation (prerm, postrm) ausführt. Sie alle landen im Ordner DEBIAN/.
Mit dem Cat-...
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