Manchen Bildern fehlt es an Dynamik oder dem letzten Pfiff. Hier helfen simulierte Bewegungsunschärfe oder das Verschieben von Farbkanälen weiter.
Nicht jedes Foto entspricht den Erwartungen, die man beim Fotografieren im Kopf hat. Häufig fehlt die Zeit für perfekte Kameraeinstellungen oder es hapert an der richtigen Ausrüstung. An dieser Stelle helfen mitunter dynamische Effekte in der Bildbearbeitung weiter. Sie verleihen so manchem Fotomotiv nachträglich Spannung und Dynamik. Durch gezielte Effekte kann man Geschwindigkeit betonen, Bewegungen sichtbar machen oder abstrakte Stimmungen erzeugen.
Im Folgenden stellen wir Ihnen drei kreative Techniken vor, mit denen Sie für dynamische Bilder sorgen. Sie lernen den Ghost-Effekt kennen, um Bewegungsabläufe abzubilden. Mit dem Lichtstreifeneffekt erzeugen Sie leuchtende Bewegungsspuren. Außerdem erfahren Sie, wie Sie mit dem Glitch-Effekt für einen digitalen Look Bildfehler simulieren.
Doppelbelichtung
Der Ghost-Effekt eignet sich gut, um Bewegung zu simulieren, etwa bei Sportbildern, oder auch als Alternative zur klassischen Bewegungsunschärfe. In der Fotografie ist er auch als Doppelbelichtung bekannt. Hierbei handelt es sich um eine fotografische Technik, bei der man zwei oder mehr Bilder auf demselben Film übereinanderlegt.
Der Effekt teilt sich in die zwei Schritte Motiv freistellen und Ghost-Ebenen hinzufügen. Er lässt sich auch von Einsteigern in die Bildbearbeitung leicht umsetzen, weil er hauptsächlich mit Ebenen und Deckkraft arbeitet.
Motiv freistellen
Öffnen Sie ein Bild Ihrer Wahl über Datei | Öffnen ([Strg]+[O]). Am besten eignen sich Fotos, bei denen sich das Motiv in einer Bewegung befindet – in unserem Fall ein Kletterer an der Wand (Abbildung 1).
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