Im März hatte die Open Source Business Alliance (OSBA) zusammen mit weiteren Partnern einen Wettbewerb für Behörden und öffentliche Institutionen ausgeschrieben. Auf der Smart Country Convention (SCCON) wurden jetzt die Gewinner gekürt.
Der Wettbewerb will vor allem besondere Open-Source-Projekte in der öffentlichen Verwaltung bekannt machen und zum Austausch zwischen den Behörden anregen. Dazu sollten die Teilnehmer ihre „innovativen Ansätze zur Optimierung von Verwaltungsabläufen“ einreichen. Eine sechsköpfige Jury bewertete schließlich die Projekte und kürte am 2. Oktober 2025 auf der Smart Country Convention (SCCON) die Gewinner in drei Kategorien.
Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz erhält den Preis für „Fachverfahren“. Konkret wurde das Projekt „Zugang zum Recht“ ausgezeichnet, das digitale Justizdienste anbietet. Unter anderem ermöglicht es digitale Klagen und Beratungshilfe.
Die Kategorie „Interne Verwaltungsanwendungen“ gewonnen haben das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und das Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund). Ihr Government Site Builder / GSB 11 erstellt Webauftritte und basiert auf TYPO3.
Der dritte Gewinner im Bunde ist der Civitas Connect e.V.. Er erhält den Preis für „Transformation“ für seine Datenplattform CIVITAS/CORE. Die wiederum fasst städtische Daten zusammen und treibt so die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen voran.
Zusätzlich wurden zwei Sonderpreise verliehen. Der erste ging an das Land Schleswig-Holstein, das konsequent seine IT auf Open-Source-Software umstellt. Den zweiten Sonderpreis durfte die Community vergeben, die sich für den Government Site Builder / GSB 11 entschied – der somit gleich zwei Preise abräumte.
Zur Jury gehörten Katja Wilken (Präsidentin des Bundesverwaltungsamtes), Martin Schallbruch (Vorstandsvorsitzender der govdigital eG), Peter H. Ganten (Vorstandsvorsitzender der Open Source Business Alliance), Leonhard Kugler (Leiter der ZenDiS-Plattform openCode), Holger Pfister (General Manager DACH bei SUSE), Stefan Zosel (Vice President und Global Cloud Lead Public Sector bei Capgemini) und Prof. Dr. Dirk Riehle (Professor für Open-Source-Software an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg). Die genannten Unternehmen fungierten gleichzeitig als Sponsoren des Wettbewerbs. Als Vertreter des ZenDiS war ursprünglich Jutta Horstmann für die Jury vorgesehen, die jedoch zwischenzeitlich zur Heinlein-Gruppe gewechselt ist.





