Rust erstellt Linux-Binaries mit schnellerem Linker

Rust erstellt Linux-Binaries mit schnellerem Linker

Quelle: Rust

Rust 1.90

Die Programmiersprache Rust liegt in der Version 1.90 vor, die weitere APIs stabilisiert, Intel-Macs zu einem Ziel zweiter Klasse degradiert und vor allem einen neuen Linker nutzt. Der hat in einigen Szenarien die Build-Zeit um rund 20 Prozent reduziert.

Rust 1.90 nutzt jetzt auch beim Bau von Software für 64-Bit-Linux-Systeme mit Glibc („x86_64-unknown-linux-gnu“) standardmäßig den LLD-Linker vom LLVM-Projekt. Positiv bemerkbar macht sich seine höhere Geschwindigkeit vor allem bei sehr großen Binaries, Programmen mit sehr vielen Debug-Informationen und bei inkrementellen Rebuilds. LLD ist zudem größtenteils abwärtskompatibel zum zuvor genutzten BFD-Linker. Wer dennoch auf Probleme stößt, kann LLD mit dem Compiler Flag „-C linker-features=-lld“ abschalten.

Nachdem Intel die Unterstützung für Intel-Macs einstellen wird, streicht auch GitHub in Kürze seine entsprechenden kostenlosen Runner für öffentliche Repositories. Beides hat jetzt Auswirkungen auf Rust: Zwar unterstützt die Programmiersprache weiterhin Intel-Macs („x86_64-apple-darwin“), allerdings nur noch als sogenanntes Tier 2 Target. Die Rust-Entwickler garantieren nur noch, dass sich entsprechende Binaries bauen lassen. Ob die dann tatsächlich auf einem entsprechenden Zielsystem laufen, steht auf einem anderen Blatt.

Des Weiteren unterstützt Cargo das Workspace Publishing via „cargo publish –workspace“. Der Befehl veröffentlicht automatisch alle Crates in einem Workspace in der korrekten Reihenfolge. Zu den ab sofort als stabil geltenden APIs gehören unter anderem „impl Copy for IntErrorKind“ und „impl PartialEq<&CStr> for CStr“. Eine Liste mit allen weiteren stabilen APIs finden sich in der offiziellen Ankündigung.

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