Die Videoschnittsoftware synchronisiert Clips komfortabler miteinander. Darüber hinaus kann Flowbalde 2.20 Sequenzen duplizieren und über Sequence Link Container Clips in andere Sequenzen einsetzen. Obendrauf gab es zahlreiche kleine Fehlerkorrekturen.
Auf Systemen mit dem MLT-Framework ab Version 7.30 und in der Flatpak-Fassung gibt Flowblade Videos über die Bibliothek SDL2 wieder – aktuell ist allerdings schon die SDL3. Der Einsatz der SDL2 führt zudem dazu, dass die Wiedergabe unter Wayland weiterhin XWayland voraussetzt und unter GTK4 gar nicht funktioniert. Das Flowblade-Team arbeitet hier deshalb an alternativen Video-Ausgaben.
Des Weiteren verweigert die Vorschau in Flowblade 2.20 auf einigen Systemen den Dienst. Wer auf dieses Problem stößt, soll das Videoschnittprogramm wie folgt starten:
SDL12COMPAT_NO_QUIT_VIDEO=1 GDK_BACKEND=x11 SDL_VIDEODRIVER=x11 /usr/bin/flowblade
Synchronisieren
Einige Arbeit floss in die Synchronisierung von Clips. Unter anderem gibt es zwei neue Funktionen: Die „Sync All Clips to Track“-Action verbindet alle Clips in einer Spur mit den jeweiligen Clips der ausgewählten Elternspur – und zwar mit demjenigen, der am nächsten zu ihm liegt. Flowblade würde beispielsweise den ersten Clip in der Spur V2 mit dem zweiten Clip in der Spur V1 verknüpfen, wenn die beiden nah genug beieinander liegen. Mit der neuen Aktion „Update Sync to Clips’ Positions“ verknüpft Flowblade die Clips erneut und beachtet dabei ihre aktuelle Position.
Die Eltern-Clips dürfen jetzt in einer beliebigen Spur liegen, Flowblade synchronisiert folglich Clips nicht mehr nur mit den Videos in der Spur V1. Geteilte Audio-Clips kann das Schnittprogramm automatisch auf eine gespiegelte Spur schieben, auch sie müssen nicht mehr zwingend auf die Spur A1 wandern. Clip-Enden lassen sich im Überschreiben-Modus trimmen. Dies wiederum vereinfacht die Verwaltung der Synchronisierung zwischen den Spuren.
Sequenzen verschachteln
Sequenzen lassen sich erstmals duplizieren und so vervielfältigen. Neu sind auch die Sequence Link Container Clips: Diese Clips zeigen den Inhalt einer anderen Sequenz an. Damit lässt sich eine Sequenz aus anderen Sequenzen zusammensetzen. Beispielsweise könnte man ein Interview in einer eigenen Sequenz vorbereiten und diese dann über einen Sequence Link Container Clip in die Sequenz des fertigen Films einfügen.
Ändert man die Sequenz mit dem Interview, zeigt der Sequence Link Container Clip nach einer Aktualisierung ebenfalls den neuen Inhalt. In vielen anderen Videoschnittprogrammen muss man allerdings eine Sequenz nur in eine andere ziehen. Der Umweg über die speziellen Clips in Flowblade ist da etwas mühsamer.
Vorlagen für Effekte
Soll sich ein Clip von links ins Bild schieben, musste man bislang die entsprechenden Filter mit einzeln gesetzten Keyframes dazu bewegen. Flowblade 2.20 bringt für solche häufig benötigten Effekte jetzt Keyframe-Vorlagen mit. Es genügt dann, den Filter Positionsskala (Position Scale) anzuwenden und diejenige Vorlage auszuwählen, die den Clip von links ins Bild schiebt. Flowblade setzt dann automatisch die notwendigen Keyframes. Diese nützlichen Preset Keyframe Animations stehen allerdings nur bei den Filtern Positionsskala und Position Scale Rotate parat, zudem muss man die Vorlagen umständlich über das Hamburgermenü des Keyframe-Editors aufrufen.
Bei den Generator-Clips können Anwender ebenfalls einmal passend gesetzte Einstellungen als Vorlagen speichern. Auf diese Weise muss man nicht ständig erneut die vielen Optionen passend einstellen.
Neben diesen größeren Änderungen gab es noch zahlreiche kleinere. Unter anderem haben die Entwickler die Schaltflächen im Monitor überarbeitet. Sämtliche Neuerungen listen penibel die Release Notes auf.




