Auch die neue Version der Distribution Fedora offeriert besonders frische Software. Darüber hinaus installiert sie die proprietären Nvidia-Grafiktreiber auf Systemen mit Secure Boot und unterstützt einige MIPI-Kameras. Obendrauf gibt es neue Spins.
Fedora 41 existiert in zahlreichen Fassungen für unterschiedliche Einsatzzwecke. An Desktop-Anwender richtet sich Fedora Workstation, das jetzt standardmäßig Gnome 47 verwendet.
Fedora Workstation
Dessen Softwareverwaltung installiert jetzt wieder auf Wunsch die proprietären Grafikkartentreiber von Nvidia. Gnome Software erzeugt dabei automatisch einen Schlüssel, den man beim nächsten Systemstart mit dem dann automatisch erscheinenden Werkzeug Mokutil in der UEFI-Firmware verankert. Anschließend bootet Fedora auch mit dem proprietären Nvidia-Treiber auf Systemen mit aktiviertem Secure Boot.
Firefox gibt Videos jetzt standardmäßig via Pipewire wieder. Das ist gleichzeitig notwendig für einige moderne Kameras: Zunehmend mehr Laptops binden die eingebaute Kamera über die MIPI-Schnittstelle ein. Fedora 41 unterstützt erstmals via Intel IPU6 angeflanschte MIPI-Kameras.
Abgänge und Zugänge
Wie immer liefern alle Fedora-Fassungen besonders aktuelle Softwarepakete aus. So stehen für Programmierer Go 1.23, Node.js 22, Python 3.13 und die GCC 14 parat. Da die Redis-Datenbank einer strikteren Lizenz unterliegt, ersetzt sie in Fedora 14 dessen Fork Valkey.
Ausgemustert haben die Fedora-Entwickler endgültig Python 2.7. Der NetworkManager verdaut ab sofort keine Profile mehr im Ifcfg-Format, darüber hinaus fehlt das bereits seit 2018 als veraltet gekennzeichnete Paket „network-scripts“.
Neuerungen bei den Spins
Wer zur Fedora-Fassung mit KDE Plasma greift, erhält dessen aktuelle Version 6.2. Zu diesem Spin gesellt sich erstmals eine Variante mit KDE Plasma Mobile. Diese Benutzeroberfläche und somit auch das Fedora-Spin ist für den Betrieb auf Smartphones und andere (mobile) Geräte mit Touch-Oberfläche zugeschnitten.
Fedora Miracle wiederum nutzt die gleichnamige Desktop-Umgebung, die ihrerseits auf Mir und Wayland basiert. Miracle ordnet als Tiling Window Manager alle geöffneten Fenster nebeneinander an und ist auf eine Tastatursteuerung ausgelegt. Obendrein bringt Fedora Miracle besonders schlanke Anwendungen mit.
Im Angebot hat das Fedora-Team gleich mehrere Varianten, die ein unveränderliches Basissystem aus einem Image nutzen. Dazu zählen die Atomic-Desktops, CoreOS und Fedora IoT. Diese Systeme enthalten ein neues Werkzeug namens „bootc“, das die Nachfolge seines Kollegen „rpm-ostree“ antritt. Primär hilft es bei der Systemaktualisierung: In den genannten Spins steckt das komplette Basissystem in einem Container. „bootc“ angelt aktualisierte Fassungen eines solchen Containers aus dem Internet und merkt sie für ein Update vor. Das Tool „bootupd“ erleichtert schließlich bei den Image-basierten Fedora-Fassungen ein Update des Bootloaders.





