Bundesregierung will Förderung von Open-Source-Projekten streichen

Bundesregierung will Förderung von Open-Source-Projekten streichen

OSBA gegen Sparmaßnahmen

Im Bundeshaushalt für das Jahr 2025 sollen voraussichtlich die Fördergelder für Open-Source-Projekte fast vollständig wegfallen. Die Open Source Business Alliance (OSBA) sieht darin eine Behinderung der nachhaltigen Digitalpolitik.

Ein Wegfall der Förderung bedeutet sehr wahrscheinlich das Aus für viele Open-Source-Projekte in der Verwaltung. Die Sparmaßnahmen könnten sich sogar negativ auf Leuchtturmprojekte, wie das Zentrum für digitale Souveränität (ZenDiS) und die Plattform OpenCoDE auswirken.

Sofern die Entwicklung von freien Anwendungen eingestellt würde, müsste man in der Verwaltung weiterhin auf proprietäre Software setzen. Deren Kosten dürften jedoch in den nächsten Jahren immer weiter steigen. Zudem wirft vor allem die Nutzung von proprietären Cloud-Diensten Fragen beim Datenschutz, der Datensouveränität und in der IT-Sicherheit auf. Die Kürzung der Gelder steht aus Sicht der OSBA sogar im Widerspruch zum Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung, laut dem in der Bundesverwaltung vorrangig Open-Source-Software zum Einsatz kommen soll.

Die OSBA fordert daher sogar eine Erhöhung des Haushalts für wichtige Open-Source-Projekte. So soll die Bundesregierung mindestens 35 Millionen Euro investieren und zudem festschreiben, dass mindestens 20 Prozent der Ausgaben des Bundes in „quelloffene und nachnutzbare Lösungen“ fließen sollen.

Gegen die Pläne der Bundesregierung läuft zudem derzeit eine Protestaktion. Wer sich daran beteiligen möchte, kann einen offenen Brief an Mitglieder des deutschen Bundestages schicken.

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