Eine Woche früher als eigentlich geplant, liegt die Distribution Fedora in einer neuen Version vor. Die nutzt als Desktop-Umgebung Gnome 44, bietet Neuerungen beim Paketmanager und offeriert wie immer brandaktuelle Software.
Mit an Bord sind unter anderem GCC 13, Go 1.20, LLVM 16, Ruby 3.2, TeXLive2022 und PHP 8.2. Im Hintergrund arbeitet der Linux-Kernel 6.2.11.
Den kleinen schlanken Paketmanager Microdnf ersetzt in Fedora 38 der Kollege DNF5. Dieser wiederum geht schneller zu Werke, braucht weniger Hauptspeicher und bietet einen neuen Daemon, der als Alternative zu PackageKit einspringt. Anwender können DNF5 testen, bevor das Tool in einer der nächsten Fedora-Versionen zum Standardpaketmanager mutiert.
Die Fedora-Entwickler haben sämtliche Softwarepakete mit restriktiveren Compiler-Einstellungen übersetzt, die für einen zusätzlichen Schutz gegen Buffer Overflows sorgen sollen. Entwickler können zudem besser die Performance ihres Linux-Systems untersuchen. Das dabei durchgeführte Profiling unterstützen eingebackene Framer Pointers in den Softwarepaketen. RPM nutzt zudem einen auf Sequoia basierenden OpenPGP-Parser anstelle einer eigenen Implementierung. Auch dies soll die Sicherheit verbessern.
In der Workstation-Variante haben die Entwickler den Timeout verkürzt, der beim Herunterfahren des System den Hintergrunddiensten zum Beenden zur Verfügung steht. Dies soll das Abschalten des Computers beschleunigen und dabei vor allem Notebook-Besitzern unterwegs entgegenkommen.
Als Spins bezeichnet das Fedora-Projekt Varianten der Distribution, die einen anderen Desktop vorinstallieren. Neu ist unter anderem ein Spin mit Budgie Desktop, der sich bereits in Fedora 37 manuell nachinstallieren ließ. Ebenfalls hinzugestoßen ist ein Spin mit dem Tiling Window Manager Sway, der vollständig auf Wayland setzt und als Ersatz für den guten i3 Window Manager dienen soll.
Abschließend hat das Fedora-Team seiner Website einen neuen Anstrich verpasst. Das Design sei das Ergebnis nach rund eineinhalb Jahren Arbeit. Noch nicht in der neuen Optik erstrahlen die Seiten der Spins- und Lab-Varianten – sie sollen aber noch folgen.





