Neue Plasma-Version läuft stabiler und verbessert die Bedienung

Neue Plasma-Version läuft stabiler und verbessert die Bedienung

KDE Plasma 5.22 veröffentlicht

Dank einiger Aufräumarbeiten im Quellcode soll die Desktop-Umgebung flotter laufen. Zudem haben die Entwickler leicht an der Optik geschraubt. Abschließend gibt es zahlreiche Neuerungen in der Wayland-Sitzung.

Plasma 5.22 setzt Transparenzen, verwischte Bereiche und Animationen konsistenter ein. Neu ist die adaptive Transparenz der Kontrollleiste (Panel). Dabei scheint zunächst der Hintergrund durch die Leiste durch. Sobald Anwender ein Fenster maximieren, schaltet das Panel langsam die Transparenz aus. Durch dieses Verhalten soll man sich besser auf die eigentlichen Fensterinhalte konzentrieren können, die Kontrollleiste lenkt dann je nach Hintergrund nicht mehr so stark ab.

Widgets
Fährt man mit dem Mauszeiger auf einen Eintrag in der Fensterleiste, zeigt sich eine kleine Vorschau der zugehörigen Anwendung. Parkt man den Mauszeiger auf einem dieser Vorschaubilder, holt Plasma 5.22 das entsprechende Fenster auf der Arbeitsfläche nach vorne. Diese neue Art der Vorschau soll das Auffinden eines gesuchten Fensters erleichtern. Bei mehreren angeschlossenen Monitoren öffnen sich neue Fenster immer auf dem Bildschirm, auf dem sich gerade der Mauszeiger befindet.

Die Widgets im Systemabschnitt (System Tray) haben die Plasma-Entwickler optisch weiter angeglichen. Die überarbeitete Uhr mit der Digitalanzeige soll jetzt einfacher abzulesen sein. Der Kalender liefert zudem deutlich mehr Informationen auf gleichem Raum. In der Lautstärkeregelung können Anwender direkt ein Profil einstellen. Damit lässt sich beispielsweise schnell die Audioausgabe von den externen Lautsprechern auf die des Monitors umlegen. Abschließend holt [Meta]+[V] den Inhalt der Zwischenablage auf den Bildschirm.

Anwendungen

Die Systemeinstellungen zeigen nach ihrem Start eine „Speed Dial“ getaufte Seite, die besonders häufig genutzte Einstellungen zusammenfasst und anbietet. Des Weiteren lassen sich in den Systemeinstellungen die sogenannten Offline Updates ein- und ausschalten, bei denen das System den Anwender um einen Systemneustart bittet. Schließlich haben die Plasma-Entwickler noch die Accessibility und die Navigation über Tastenkürzel verbessert.

Der Plasma System Monitor hat den alten Ksysguard abgelöst. Das Diagnosewerkzeug bietet jetzt eine neue Anwendungsansicht, zudem lässt sie sich einfacher an die eigenen Bedürfnisse anpassen. KRunner kann mehrere Textzeilen in einer darstellen, wodurch sich etwa Lexika-Einträge besser lesen lassen.

Neues aus dem Wayland

Viel Arbeit floss in eine verbesserte Wayland-Unterstützung. So kennt eine entsprechende Plasma-Sitzung ab sofort die Aktivitäten (Activties). Mit ihnen können Anwender maßgeschneiderte Umgebungen für unterschiedliche Einsatzbereiche anlegen. Beispielsweise lässt sich eine Umgebung für die Büroarbeit sowie eine weitere Programmierumgebung anlegen.

Das Applet für die Benachrichtigungen hat in Plasma dazugelernt: Sofern man seinen Bildschirm etwa in einer Videokonferenz teilt oder ihn aufzeichnet, schaltet das Applet automatisch in den „Nicht stören“ (Do not disturb) Modus.

Sofern man mehrere Monitore angeschlossen hat, kann sie Plasma 5.22 unter Wayland jeweils mit einer anderen Frequenz ansteuern. Darüber hinaus lässt sich der sogenannte Overscan festlegen, bei dem Plasma den Bildschirminhalt etwas schrumpft oder aufbläst, damit er bildschirmfüllend auf einem Fernsehgerät erscheint.

Des Weiteren muss man Plasma im Wayland-Modus nicht mehr neu starten, wenn man eine externe Grafikkarte im Betrieb anstöpselt und Fenster lassen sich horizontal und vertikal maximieren.

Sämtliche Neuerungen stellt die offizielle Ankündigung ausführlich vor.

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