Die neue Version der Linux-Distribution setzt auf Gnome 40 als Desktop-Umgebung und tauscht PulseAudio gegen dessen designierten Nachfolger Pipewire.
Das erst im März veröffentlichte Gnome 40 verbessert unter anderem die Bedienung und offeriert eine überarbeitete „Aktivitäten“-Ansicht. So sind dort die Arbeitsflächen horizontal ausgerichtet, das Dash klebt zudem standardmäßig am unteren Fensterrand.
Das eigentlich noch in der Entwicklung befindliche PipeWire löst die Audio-Server PulseAudio und JACK ab. Der Austausch erfolgt nahtlos, bestehende Anwendungen sollten weiter funktionieren. Bei Problemen ist ein Wechsel zurück zu PulseAudio möglich.
Die für Desktop-Systeme gedachte Workstation-Variante setzt bereits seit Fedora 33 standardmäßig auf das Dateisystem Btrfs. Dieses komprimiert jetzt automatisch alle zu speichernden Daten mit dem Zstd-Verfahren. Dies geschieht transparent im Hintergrund, Anwendungen bekommen von der Komprimierung nichts mit. Das Packen der Daten soll primär Platz sparen, kostet beim Speichern und Öffnen von Dateien aber auch etwas Rechenleistung.
Wie immer bringt Fedora 34 möglichst aktuelle Software mit. Entwickler dürfen sich etwa über Ruby 3.0 und Go 1.16 freuen. Der Linux-Kernel kommt in der Version 5.11.12 zum Einsatz, um die Büroarbeit kümmert sich LibreOffice 7.1. Die alternative Workstation-Fassung mit KDE Plasma-Desktop setzt jetzt standardmäßig Wayland ein.
Fedora CoreOS eignet sich als minimales Linux-System vor allem für den Betrieb in der Cloud. CoreOS aktualisiert sich selbst, wobei Anwender die Wahl zwischen verschiedenen Software-Kanälen (Streams) haben. Der „next“-Stream basiert bereits auf Fedora 34, die „testing“- und „stable“-Streams sollen in der nächsten Zeit folgen.
Das Design-Team hat zudem das Fedora-Logo leicht überarbeitet. Es soll insbesondere ein paar technische Probleme lösen. Weitere Informationen zu Fedora 34 finden sich in der offiziellen Ankündigung.





