Linux-Mint-Macher überarbeiten Update-Prozess ihrer Distribution

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Updates und Bugfixes bei Mint

Nachdem das Linux-Mint-Team nach der Auswertung von Statistiken über die Update-Müdigkeit bei vielen Anwendern gestolpert ist, wollen die Entwickler die Aktualisierungsverwaltung modifizieren. Zudem arbeiten sie emsig an Bugfixes und verbessern Cinnamon.

In der nächsten Linux-Mint-Ausgabe soll der Update Manager die Aktualisierungen genauer beobachten. Unter anderem merkt sich das Programm, wann zuletzt Updates eingespielt wurden und wie lange das System zuletzt ausgeschaltet war.

Sollte der Anwender längere Zeit keine wichtigen Updates eingespielt haben, weist ihn die Aktualisierungsverwaltung zukünftig explizit darauf hin. In einigen ausgewählten Fällen soll der Update Manager sogar auf die Installation bestehen. Damit die Anwender das Tool nicht als nervend empfinden, soll es das Update-Verhalten des Benutzers erkennen und sich daran anpassen. Darüber hinaus lassen sich die Funktionen in den Einstellungen abschalten. Wann der Update Manager im Einzelnen in Erscheinung tritt, haben die Entwickler noch nicht endgültig entschieden. Die Anpassungen sind eine Reaktion auf die Update-Müdigkeit einiger Nutzer.

Derweil hat das Linux-Mint-Team Fehler in ihren eigenen Programmen, die sogenannten Xapps, korrigiert. So verzögern die Anwendungen den Anmeldeprozess jetzt nicht mehr auf besonders flotten Systemen um bis zu eine Sekunde. Das war ursprünglich notwendig, um sicherzustellen, dass der System Tray einsatzbereit war. Behoben ist auch ein Problem mit Plymouth, das auf Systemen mit LUKS-verschlüsselter Festplatte und Nvidia-Grafikkartentreiber auftrat. In einem Blog-Beitrag erklären die Entwickler detailliert die Hintergründe und die Lösung dieses Problems.

Auch die Arbeiten an der Desktop-Umgebung Cinnamon gehen weiter. In der nächsten Version 5.0 sollen Anwender in den Systemeinstellungen eine Speicherobergrenze festlegen können. Belegt Cinnamon irgendwann mehr Hauptspeicher, startet sich die Desktop-Umgebung automatisch neu. Die Session und alle laufenden Programme bleibt dabei erhalten. Dieses Verhalten dient als Workaround: In bestimmten Situationen weist Cinnamon Speicherlecks auf, wodurch der Desktop stetig mehr Hauptspeicher belegt. Der Neustart behebt zwar nicht den Grund der Probleme, es soll aber zumindest sicherstellen, dass Anwender ihr System normal weiternutzen können.

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