Editorial 10/2019

Aus LinuxUser 10/2019

Editorial 10/2019

25 Jahre

Unsere Schwesterzeitschrift Linux-Magazin feiert dieser Tage ihren 25. Geburtstag mit einer opulent ausgestatteten Jubiläumsausgabe – ein Must-have für jeden Linux-Enthusiasten, findet Chefredakteur Jörg Luther!

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

wissen Sie noch, was Sie 1994 gemacht haben? Für mich ist das schon deshalb ein markantes Datum, weil ich in diesem Jahr Vater von Drillingen wurde. Aber auch sonst passierten vor 25 Jahren viele Dinge, die uns heute noch direkt oder indirekt beschäftigen.

In Deutschland wurde die Eisenbahn privatisiert, die Deutsche Bundesbahn und die Deutsche Reichsbahn wuchsen zur Deutsche Bahn AG zusammen. Michael Schumacher wurde erster deutscher Formel-1-Weltmeister, in Berlin gründeten vier Musiker die Band Rammstein. In Italien bildete Silvio Berlusconi nach dem Wahlsieg seiner Partei Forza Italia eine Mitte-rechts-Regierung. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt lagen SPD und CDU Kopf an Kopf mit jeweils rund 34 Prozent der Stimmen Kopf an Kopf, bei der Landtagswahl in Sachsen verteidigte die CDU ihre absolute Mehrheit.

Auch in Sachen IT war 1994 ein ereignisreiches Jahr. So erschien etwa die erste Version des Netscape Navigator, des Urahns von Mozilla Firefox. In Japan brachte Sony eine Spielekonsole namens PlayStation auf den Markt. In der Linux-Welt gab Linus Torvalds im März 1994 den Kernel 1.0.0 frei, den ein auf 40 Floppys ausgeliefertes Suse Linux 1.0 prompt als Basis verwendete. Und im Oktober 1994 brachte ein winziger Verlag in München die erste Ausgabe einer Zeitschrift rund um Linux und Open Source auf den Markt, die den Namen Linux-Magazin erhielt.

Damit feiert unsere “große Schwester” Linux-Magazin, aus deren Rubrik “LinuxUser” Mitte 2000 unser Heft entstand, in diesen Tagen ihr 25-jähriges Jubiläum. Damit ist sie auch gleichzeitig die älteste noch existierende regelmäßig erscheinenden Linux-Publikation weltweit. Da haben sich die Kollegen nicht lumpen lassen und eine Jubiläumsausgabe zusammengestellt, für die ich an dieser Stelle ein wenig die Werbetrommel rühren will.

Ein Beitrag wirft einen Blick zurück ins frühe Linux-Jahr 1994. Daneben gibt es eine launige News-Strecke, wie Sie vielleicht zum 50. Magazin-Geburtstag im Jahr 2044 erscheinen könnte. Ein versöhnliches Urteil fällt die Redaktion über ihre Wettbewerber, die kamen und wieder gingen. Daneben gibt es spannende Interviews mit Linux-Protagonisten. Unter anderem kommentiert der Münchener Alt-OB Christian Ude das weltweit mit Kopfschütteln quittierte unrühmliche Ende des LiMux-Projekts unter der nachfolgenden SPD-CSU-Koalition im Rathaus. Das absolute Highlight der Ausgabe stellt jedoch die beiliegende DVD dar, die mit einem Artikelarchiv aller bislang erschienenen 299 Ausgaben brilliert. Auf über 25?*000 Seiten redaktioneller Beiträge lassen sich hier 25 Jahre Linux- und Open-Source-Geschichte nachlesen – ein Must-have für jeden Linux-Enthusiasten.

Die Linux-Magazin-Jubiläumsausgabe liegt noch rund zwei Wochen am Kiosk und lässt sich auch online bestellen [1]. Greifen Sie besser schnell zu – die Ausgabe zum 20. Linux-Magazin-Jubiläum war vor fünf Jahren binnen kürzester Zeit ausverkauft.

Herzliche Grüße,

Jörg Luther

Chefredakteur

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