Alternative Shell Fish*3.0.0, Schriften verwalten mit Font-Manager 0.7.4, TCP/UDP-Connections überwachen mit Taurus 1.2.1, Flexibles Dashboard WTF 0.4.0
Komfortpaket
Fish 3.0.0 bietet sich als interessante Alternative zu klassischen Shells an.
Die Friendly Interactive Shell Fish möchte als Alternative zu klassischen Shells eine einfache und übersichtliche Bedienung ermöglichen und bringt dazu eine Vielzahl nützlicher Funktionen mit. Sie findet sich mittlerweile in den Repos zahlreicher Distributionen, die aktuellste Version gibt es jedoch nur aus den Github-Quellen.
Auf den ersten Blick wirkt die Fish wie jede andere Shell. Bei der Eingabe von Befehlen tritt der Unterschied aber sofort zutage: Eine leistungsfähige, durch Syntax-Highlighting optisch ergänzte Autovervollständigung markiert während der Eingabe unvollständige Befehle in roter Schrift. Nutzen Sie die Tabulatortaste zum Vervollständigen, schlägt das Tool eine Liste aller Befehle vor, die mit der bereits eingegebenen Zeichenkette beginnen. Das Programm zeigt dabei die Art des Programms und die Dateigröße an. Mit den Pfeiltasten navigieren Sie durch die Liste und wählen so ein Kommando aus. Diese Funktion gibt es auch für die Parameter zahlreicher Programme, darunter für Curl, Unzip und Xclip.
Zum Zusammenstellen der Kommandoliste greift Fish unter anderem auf den Befehlsverlauf der Shell zurück und platziert die wahrscheinlichsten Alternativen am Anfang. Die Belegung der Tastenkürzel haben die Entwickler an den Editor Emacs angelehnt. Beim Skripting weicht die Fish-Syntax für Funktionen, Schleifen und Verzweigungen geringfügig von der gewohnten Bash-Nomenklatur ab. Hier hilft ein Blick in das Tutorial im Github-Repository. Eine Manpage liefert das Projekt nicht mit, bietet dafür aber eine umfangreiche Online-Hilfe. Der Befehl help öffnet die Online-Dokumentation im aktuellen Standard-Browser, das Kommando fish_config erledigt dasselbe für die aktuelle Konfiguration.
Schriftwechsel
Mit Font-Manager 0.7.4 verwalten und testen Sie komfortabel Schriftarten.
Moderne GUIs stellen oft eine Vielfalt an Schriften bereit. Die Möglichkeit, weitere Fonts nachzuinstallieren, sorgt gelegentlich zusätzlich für Chaos. Mit dem Font-Manager steht ein Tool zum Verwalten der Schriften bereit. Das Programm ordnet alle vorhandenen Fonts nach Kategorien und listet diese übersichtlich auf. Dabei finden sich manche Schriften in mehreren Kategorien. Die Kategorien All und System umfassen alle verfügbaren Fonts, Lizenz sortiert sie nach den gängigen Lizenzen. Darüber hinaus können Sie die Fonts nach Schriftweite, Höhe und Spacing sortieren. Dabei sehen Sie sofort, welche davon eine Monospace-Variante bieten. Die Kategorie Disabled fasst alle deaktivierten Schriftarten zusammen.
Das Programm behält das Verzeichnis ~/.font im Auge und zeigt dort neu abgelegte Schriftarten an. Alternativ installieren oder entfernen Sie Schriftarten direkt mit Font-Manager. Sämtliche Modifikationen an der Konfiguration hinterlegt das Tool unter ~/.config/fontconfig/conf.d/, sodass sie beim nächsten Systemstart wieder bereitstehen.
Über mehrere Vorschauoptionen vermittelt Font-Manager eine bessere Vorstellung vom Erscheinungsbild der Schriften. Als Standard dient eine wasserfallartige Ansicht, die eine Schriftart in allen verfügbaren Schriftgrößen darstellt. Die Zeichenansicht stellt alle in der jeweiligen Schrift verfügbaren Zeichen dar, wobei sich die Anzeige auf bestimmte Schriftsysteme begrenzen lässt. Alternativ sehen Sie sich ein Textmuster der jeweiligen Schriftart an oder testen den Font in einem einfachen Editor-Fenster. Zu guter Letzt erlaubt es das Tool, verschiedene Schriftarten zu vergleichen, wofür Sie einen eigenen Mustersatz vorgeben. Bei mehr als fünf Schriften gerät die Anzeige jedoch unübersichtlich.








