Flottes Netbook
Auf einem mit 1,7 GHz getakteten AMD Athlon II Neo K125 mit Radeon-HD4225-Chipsatzgrafik basiert das neue Netbook Aspire One 721 von Acer. Zum Preis von 400 Euro bringt das Gerät 2 GByte RAM (4 GByte maximal), eine 250-GByte-Festplatte, 802.11n-WLAN, eine Webcam und einen hellen aber spiegelnden 11,6-Zoll-Bildschirm (1366×768) mit großem Blickwinkel mit. An Anschlüssen bietet es Gigabit-Ethernet, drei USB-2.0-Ports, einen 5-in-1-Kartenleser, HDMI, VGA und Kopfhörer. Der Hersteller liefert das Netbook mit vorinstalliertem Windows 7 Home Premium 64 Bit in den Farben Schwarz, Silber, Braun und Rot. Die Oberfläche des Deckels ist zwar geriffeltes Plastik, vertappt magischerweise dennoch äußerst schnell.
Das 1,4 Kilogramm schwere und 28,5 x 20,4 x 2,8 cm große Gerät (Konfiguration: LU.SB002.203) erweist sich als nur begrenzt Linux-kompatibel, neueste Distributionen sind Pflicht: Lediglich unter Ubuntu 10.10 funktionieren WLAN und Ethernet sofort – wobei es das drahtlose Netz nach jedem Neustart über Rechtsklick auf den Network-Manager erst zu aktivieren gilt. Unter Ubuntu 10.04 funktioniert nur das WLAN, unter Ubuntu 9.04 weder WLAN noch Ethernet. Das Multi-Touchpad unterstützt weder Zwei-Finger-Scrolling noch einen Scrollbereich. Unabhängig von den verwendeten Treibern klappte im Test der Schlafmodus nicht, ansonsten funktionierten jedoch alle Komponenten.
Das Aspire One 721 liefert für ein Netbook ordentliche Performance: Der AMD-Chip leistet rund 50 Prozent mehr als ein 1,6-GHz-Atom (139 statt 93 Punkte in LUbench). Die GPU bietet zwar mehr Leistung als Intel-Chipsatzgrafik, löst allerdings keine Begeisterungsstürme aus. Der Lüfter bleibt leiser als bei vielen Atom-Netbooks wie etwa dem Eee-PC 1000H, der Stromverbrauch hält sich im Rahmen: 15 Watt im Leerlauf liegen auf Atom-Niveau, unter CPU-Last genehmigt sich das Aspire One 721 mit 25 Watt jedoch 8 Watt mehr. Mit 166 Minuten unter voller CPU-Last beziehungsweise 4:43 Stunden im Leerlauf liegt die Akkulaufzeit für einen 4400mAh/49-Wh-Akku gut.
Aspire One 721
Hersteller: Acer
Produkt: Netbook
Preis: 400 Euro
Spezifikationen: Athlon II Neo K125 1,7 GHz, Radeon HD 4225, 2 GByte RAM, 250 GByte HD, Webcam, Kartenleser, 3 x USB 2.0, GB-Ethernet, 802.11n-WLAN, 11,6-Zoll-Bildschirm, HDMI, VGA
LUbench-Punkte (Ubuntu 9.04, 64-Bit): 139
Webseite: http://www.acer.de/ac/de/DE/content/model/LU.SB002.203
Wertung
Das flotte Netbook Aspire One 721 funktioniert nur mit neuesten Distributionen akzeptabel.
All-in-one Touch-PC
Der Acer AZ5710 ist ein 57 x 48,4 x 8,5 cm großer All-in-One mit Core-i3-530-Doppelkern (2,93 GHz), NVidia Geforce 210m mit 512 MByte VRAM, 4 GByte DDR3-RAM (Dual Channel), 500 GByte Festplatte, DVB-T/Analog-TV-Tuner und 8-fach-Slot-In-DVD-Brenner. All das steckt hinter einem riesigen spiegelnden 23,6 Zoll großen Multitouch-Screen (maximal zwei Druckpunkte) mit 1920 x 1080 Pixeln Auflösung. Außerdem gibt es eine 1-Megapixel-Webcam (1280×800), sechs USB-2.0-Ports, Antenne, Mikrofon, Speicherkartenleser (MMC/SD/MS), HDMI, Line-In/Kopfhörer/5.1-Klinke und GBit-Ethernet. Acer legt dem Gerät eine Fernbedienung sowie eine drahtlose Tastatur und Maus bei. Letztere benötigen einen riesigen USB-Dongle – nicht besonders “All-in-one”. Acer verkauft den Rechner auch in besser ausgestatteten Konfigurationen, optional auch mit WLAN und Bluetooth.
Wir nehmen das vom Hersteller mit Windows 7 Home Premium 64 Bit ausgelieferte Gerät unter Ubuntu 10.10 in Augenschein. Nach der Installation des Nvidia-Treibers arbeiten nahezu alle Komponenten einwandfrei, inklusive Schlafmodus und Touchscreen. Letzterer funktioniert derzeit mangels Multitouch-Support unter Ubuntu 10.10 jedoch nur als Mausersatz im Singletouch-Modus. Mit den Firefox-Touchscreen-Addons Grab and Drag und Lazy Click macht das verbaute optische Quanta/Pixart-Touchpanel (von Linux offiziell unterstützt) dennoch Spaß. Die einzigen beiden Komponenten, die sich nicht zur Arbeit überreden lassen, sind der Surround-Klinkenausgang hinten und der DVB-T-Tuner. Bei der verbauten AverMedia A336 Minicard Hybrid (Vendor/PCI-ID: 07ca:1336) handelt es sich um einen der wenigen DVB-T-Receiver, die unter Linux die Mitarbeit verweigern.
Der gute Klang aus den integrierten Lautsprechern erfreut ebenso wie der ansonsten fast lautlose Betrieb. Der riesige Bildschirm gibt sich sehr leuchtstark und bietet satte, äußerst blickwinkelstabile Farben. Das optische Design ist Geschmackssache, das Plastik mit Metall-Optik wirkt durchaus ansprechend und schlicht, die rote Rückseite ist uns jedoch etwas zu verspielt. Das Gerät schluckt 72 Watt im Leerlauf und 111 Watt mit Last auf allen Kernen. Mit 441 Punkten im LUbench liefert der Core i3 die erwartete Performance, die Festplatte erweist sich mit 112 MByte/s als recht flott. Die GPU Geforce 210m – letztendlich nur ein Nvidia Ion 2 mit höherem Takt – liefert akzeptable Grafikleistung, löst jedoch gerade Begeisterungsstürme aus.
AZ5710
Hersteller: Acer
Produkt: All-in-one PC
Preis: 900 Euro
Spezifikationen: Core i3 530, Geforce 210m, 512 MByte VRAM, 4 GByte RAM, 500 GByte HD, TV-Multituner, 8x DVD-Brenner, Webcam, Speicherkartenleser, 6x USB 2.0, 23,6-Zoll-Touchscreen, HDMI, GB-Ethernet, Fernbedienung, Wireless Desktop
LUbench-Punkte (Ubuntu 10.10, 64-Bit): 441
Webseite: http://www.acer.de/ac/de/DE/content/model/PW.SDBE2.001
Wertung
Acers neuer All-in-one-Touch-PC erweist sich als sehr Linux-kompatibles und platzsparendes Gerät mit gutem Bildschirm.
Schneller Doppelkern
Mit dem Core i5 670 beschleunigt Intel seine Doppelkerne der in 32 Nanometer gefertigten Clarkdale-Generation leicht auf knapp 3,5 GHz Taktrate. Die Spezifikationen der neuen CPU fallen fast identisch mit jenen des in Heft 04/2010 getesteten Core i5 661 mit 3,33 GHz aus: Dualcore, 4 MByte L3-Cache, Hyperthreading, Turbomodus. Der Core i5 670 hat jedoch einen nur mit 733 MHz getakteten Grafikkern und somit eine TDP von lediglich 73 Watt (Core i5 661: 900-MHz-GPU, 83 Watt). Die 4,2 Prozent mehr Takt gegenüber dem 661 setzt der 670 mit 3,8 Prozent Mehrleistung im LUbench-CPU-Test recht gut um und erreicht 486 Punkte (Core i5 661: 468 Punkte).
Diese nur marginale Mehrleistung lässt sich Intel allerdings buchstäblich vergolden: Aus unerfindlichen Gründen kostet der Core i5 670 beinahe die Hälfte mehr als der Core i5 661 (284 statt 196 US-Dollar in 10000er Stückzahlen). Zum selben Preis gäbe es auch einen (jedoch GPU-losen) Core i7 860 mit 2,8 GHz, vier Kernen und Hyperthreading. Dieser dürfte extrapoliert im LUbench etwa 660 Punkte erreichen. Selbst für Singlethread-Software, die von hohem Takt lebt, raten wir daher statt des Core i5 670 eher zum deutlich günstigeren Core i5 661 oder 660. Der Core i5 660 unterscheidet sich vom 661 nur durch eine langsamere GPU und deshalb niedrigeren Stromverbrauch. Eine mögliche Alternative bietet auch der Core i5 680 mit 3,6 GHz, der nur 10 US-Dollar mehr kostet als der 670.
Core i5 670 3,46 GHz
Hersteller: Intel
Produkt: Prozessor
Preis: ca. 250 Euro (Tray), 300 Euro (boxed)
Spezifikationen: 3,47 GHz, Doppelkern, Hyperthreading, Turbo bis 3,73 GHz, Sockel LGA1156, 2×256 KByte/4 MByte L2/L3-Cache, TDP 73W, integrierte GMA-HD-Grafik (733 MHz)
LUbench-Punkte (Ubuntu 9.04, 64 Bit): 486
Webseite: http://tinyurl.com/lu-corei5-670
Wertung
Schneller Takt, aber teuer: Der Intel Core i5 670 bietet bei hohem Preis nur wenig Mehrleistung.










