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© belchonock, 123RF

RAW-Konverter AfterShot Pro 2

Ausgeleuchtet

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Mit Farboptimierung und Rauschunterdrückung von Perfectly Clear integriert Corel in sein neues AfterShot Pro 2 renommierte Bildbearbeitungspower, für die Lightroom-User viel Geld bezahlen müssen.

Auch wenn die meisten Fotos inzwischen mit Handy-Kameras geschossen werden: Wer mit größeren Ambitionen fotografiert, der greift zu einer höherwertigen Kompaktkamera oder schießt seine Bilder gleich mit einer digitalen Spiegelreflexkamera. Diese Kameras speichern die Aufnahmen nicht nur als JPEG auf der Speicherkarte, sondern sichern sie auf Wunsch auch als RAW-Datei mit sämtlichen Bilddaten. Zum Entwickeln dieser Dateien braucht es jedoch einen RAW-Converter, der den Bildern den letzten Schliff verpasst.

Traditionell stark auf diesem Gebiet vertreten ist Adobe mit Lightroom aus der Photoshop-Familie [1]. Das leistungsstarke Fotoverwaltungsprogramm gibt es jedoch nicht für Linux. Deswegen greifen Linux-affine Fotografen für diese Aufgabe zu den Open-Source-Alternativen Darktable [2] und Rawtherapee [3] – oder zum proprietären AfterShot Pro von Corel [4], das aktuell in der zweiten Ausgabe vorliegt.

Corel AfterShot Pro 2

Für das Update auf AfterShot Pro 2 brauchte Corel über zwei Jahre. Die neue Version war überfällig, da sich der lediglich als 32-Bit-Anwendung vorliegende Vorgänger nicht mehr auf aktuellen 64-Bit-Systemen installieren lässt. Als echte 64-Bit-Anwendung muss AfterShot Pro 2 nun aber nicht mehr auf Workarounds bauen. Sie können die Anwendung als RPM- und DEB-Paket von der Homepage herunterladen.

Auf den von uns getesteten Systemen (Ubuntu 14.04 64 Bit, Arch Linux 64 Bit und OpenSuse 13.1 32-Bit) lief die Installation der Pakete ohne Komplikationen durch. Arch-User finden das Programm unter dem Eintrag aftershotpro im AUR, die erste Ausgabe der Anwendung wurde unter aftershotpro1 archiviert. Aftershot steht Ihnen nach dem ersten Start 30 Tage kostenlos mit allen Funktionen zum Testen zur Verfügung, anschließend müssen Sie für 69,99 Euro eine Lizenz erwerben. Beim Upgrade von der ersten Version gibt Corel 20 Euro Rabatt.

Gewinnspiel

Im Rahmen der Produkteinführung von Corel AfterShot Pro 2 verlosen wir drei Lizenzschlüssel der Software im Wert von je 69,99 Euro. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, beantworten Sie uns folgende Frage: Pixel ist ein Kunstwort – aus welchen Wörtern setzt es sich zusammen? Bitte schicken Sie Ihre Lösung spätestens bis zum 21. August 2014 mit der Betreffzeile "Corel AfterShot Pro 2" an die E-Mail-Adresse gewinnspiel@linux-user.de. Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtswegs, die Gewinner benachrichtigen wir per E-Mail.

Neben dem mit der 64-Bit-Version verbundenen Leistungssteigerung – Corel spricht von einem bis zu 30 Prozent schnellerem Bildaufbau und Verarbeitung von Bildern mit bis zu 250 Megapixeln Größe – bringt das Update neben neuen Kameraprofilen, einer überarbeiteten Oberfläche und verbesserter Rauschminderung auch ein Werkzeug zur Erstellung von HDR-Bildern. Dieses gibt es jedoch aktuell nur in der Windows-Version, ein Update soll es jedoch unter Mac OS X und Linux noch im Lauf des Jahres geben.

Als Systemanforderung nennt Corel mindestens einen Intel Pentium 4 beziehungsweise einen AMD Athlon 64 oder neuer und 2 GByte Arbeitsspeicher. In der Praxis sollten Sie jedoch lieber auf eine deutlich leistungsstärkere CPU setzen. Schon auf einem System mit einem Intel Core i3 und 2,9 GHz pro Kern kommt beim Bearbeiten von rund 30 MByte großen RAW-Bildern der Wunsch nach einem schnelleren Rechner auf.

Hardware-Beschleunigung

Im Gegensatz zum Vorgänger startet AfterShot Pro 2 nun automatisch in der Sprache des Systems. Sollte das Anwendungsfenster dennoch in Englisch erscheinen, dann stellen Sie unter File | Preferences... die Lokalisierung von English auf German um. Ein Neustart der Software übernimmt die Änderung. Im Regelfall brauchen Sie an dieser Stelle keine weiteren Konfigurationsparameter anzupassen; es lohnt sich jedoch, die Konfigurationen durchzuklicken.

So legen Sie unter Externer Editor das Programm fest, mit dem Sie Bilder aus AfterShot Pro heraus bearbeiten möchten – in der Regel passt hier wohl Gimp am besten. Da dieser jedoch nach wie vor nicht mit 16 Bit Farbtiefe umgehen kann, wählen Sie als Dateiformat TIFF (8-Bit). Unter Leistung konfigurieren Sie die Anzahl der Festplatten-I/O- und CPU-Threads, die AfterShot in Anspruch nehmen darf.

Die Standardeinstellungen von Corel AfterShot Pro beim Importieren und Verarbeiten von Bildern erreichen Sie beim Klick auf DefaultRaw.xmp und DefaultRendered.xmp im gleichnamigen Reiter – diese lassen sich jedoch nach wie vor nicht anpassen. Verfügt Ihr Rechner über eine dedizierte Grafikkarte mit OpenCL-kompatiblen Grafiktreiber, dann lässt sich zur Berechnung der Bilder unter Hardware-Beschleunigung die Grafikkarte heranziehen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Mit der entsprechenden Hardware im Rechner nutzt AfterShot Pro 2 die Grafikkarte beim Berechnen der Bilder.

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  • AfterShot Pro 2 erschienen
    Corel hat die Version 2 seiner Bildbearbeitung und Raw-Konverter AfterShot Pro veröffentlicht. Das Programm liegt jetzt als 64-Bit-Version vor, welche zudem 30% schneller zu Werke gehen soll.
  • Fünf RAW-Konverter in der Übersicht
    RAW-Daten, die digitalen Negative, enthalten wertvolle Informationen. Mit dem richtigen Konverter holen Sie das Optimale aus diesen Dateien heraus.
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