Steam-Punk
Ausprobiert: Valves Steam-for-Linux-Beta
Die Spieleplattform Steam [1] stellt seit September ersten Nutzern die Linux-Version ihrer Software zum Test bereit. In einer geschlossenen Beta-Phase gewährt Valve derzeit nur ausgewählten Anwendern den Zugang, eine offene Beta soll "in Kürze" an den Start gehen. Damit setzt einer der größten Spiele-Publisher künftig auf Linux als Plattform für seine Produkte.
Offiziell unterstützt Valve bislang nur Ubuntu oder andere Debian-basierte Distributionen. Daher kommt bei den Tests eine aktuelle Ubuntu-Version (12.10 "Quantal Quetzal") zum Einsatz. Mit einigen Basteleien gelingt es aber, Steam auch unter anderen Distributionen zu betreiben. Im Kasten "Valves Strategie" lesen Sie, warum das Unternehmen auf Linux als Plattform setzt.
Valves Strategie
Valve-Chef Gabe Newell (Abbildung 1) mag Windows 8 nicht. Das System sei "eine Katastrophe" erklärte er kürzlich in einem Interview. Der ehemalige Microsoft-Mitarbeiter setzt daher auf Linux als weitere Plattform für Spiele. Hinter Valves Engagement für das freie Betriebssystem steckt jedoch eventuell noch eine andere Motivation: Wie kürzlich durchsickerte, plant das Unternehmen eine eigene, PC-basierte Konsole für Spiele: Diese "Steam Box" soll PC-Spiele ins Wohnzimmer bringen. Und obwohl das bisher nicht in den offiziellen Ankündigungen stand, liegt es nahe, dass Valve – ähnlich wie Google bei Android – auf Linux als Unterbau für die Konsole setzt. Dementsprechend heftig brodelt in dieser Hinsicht die Gerüchteküche.
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