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© Kirsty Pargeter, 123rf.com

Fotobuchsoftware DPS 4.8 von Farbglanz im Test

Buchmacher

Brauchbare Software zum Erstellen von Fotobüchern ist unter Linux dünn gesät. Farbglanz erweitert die Auswahl um einen vielversprechenden Kandidaten.

Wer bisher unter Linux ein Fotobuch zusammenstellen wollte, verwendete dafür entweder generische DTP-Programme wie Scribus oder den Fotobuch-Designer von Cewe [1] – andere brauchbare Software für diesen Zweck gab es praktisch nicht. Die Firma Farbglanz [2] schickt sich mit dem Programm DPS 4.8 an, das zu ändern. Die native Linux-Software eignet sich aber nicht nur zum Gestalten von Fotobüchern, sondern bildet das komplette Produktportfolio des Unternehmens ab. Sie bestellen damit auch Kalender, Tassen mit Ihren Bildern oder Einzelaufnahmen in den verschiedensten Qualitäten.

Installation und Betrieb

Laden Sie das Archiv zunächst von der Herstellerseite herunter [3]. Nutzer der LU-DVD-Edition verwenden die auf dem Datenträger im Verzeichnis /LU/dps/ enthaltenen Pakete, je nach System in der 32- oder 64-Bit-Variante. Eine Installation im herkömmlichen Sinne erfordert die Software nicht. Entpacken Sie den Tarball mit dem Aufruf tar xfvz Linux32_Setup_DPS_4.8.tar.gz und wechseln Sie danach auf der Konsole in den neu entstandenen Ordner Farbglanz DPS. Starten Sie das Programm dort mit der Eingabe ./Farbglanz DPS.

Da es sich um ein statisch kompiliertes Programm handelt, erfordert es praktisch keine Bibliotheken des Systems. Entpackt beansprucht es ungefähr 300 MByte Plattenplatz. Davon entfallen jedoch nur knapp 50 MByte auf das Programm selbst, den Rest beanspruchen eine Vielzahl an Themes, Masken und Hintergründen, welche die Software mitbringt. Zum Zeichnen der Oberfläche nutzt die Applikation Qt 4.5.2, dessen Bibliotheken sie auch selbst mitbringt. Ein Blick in die Programminformation zeigt, dass Firma Eccephoto [4] die Software im Auftrag von Farbglanz angepasst hat. Eccephoto programmierte bereits vor fünf Jahren die Fotobuchsoftware für Cewe, welche die Firma seit 2006 in Eigenregie weiterentwickelt. Deswegen liegt der Schluss nahe, dass beide die gleiche Codebasis verwenden.

Nach dem Start des Programms erscheint zunächst eine Übersicht, in der Sie das gewünschte Produkt wählen. Dieser Artikel bezieht sich ausschließlich auf die Fähigkeiten das Programms beim manuellen Erstellen von Fotobüchern.

Do it yourself?

Nach der Anwahl von Fotobuch in der Produktauswahl erscheint zunächst die Abfrage, ob Sie ein Freies Design oder ein Themen Design bevorzugen. Letzteres limitiert Sie sowohl beim Format als auch der Anzahl der Seiten, versieht das Fotobuch aber direkt mit einem vorgegebenen Layout zu verschiedenen Anlässen. Derzeit stehen 15 verschiedene Motive zur Auswahl.

Beim freie Design entscheiden Sie ohne Einschränkungen sowohl über den Umfang als auch die Gestaltung des Fotobuchs. Als nächsten Schritt in dieser Rubrik wählen Sie die Papierqualität, zur Auswahl stehen Digitaldruck und Echtfoto. Letzteres entspricht in der Qualität nach Herstellerangaben normalen Fotoabzügen. Damit fällt es kontrastreicher, farbechter und vor allem schärfer als ein Digitaldruck aus – und kostet auch etwa ein Drittel mehr. So zahlen Sie für die gedruckte Ausgabe mit 24 Seiten und Hardcover 24,95 Euro, die belichtete Variante kommt 10 Euro teuerer.

Danach entscheiden Sie das Format und den Umschlag. Beim letzteren wählen Sie zwischen Broschiert (Paperback) und Kartoniert (Hardcover). In der letzten Abfrage dieses Dialogs steht die Entscheidung für ein Fotobuch Easy oder ein Fotobuch Creative an (Abbildung 1). Im "Easy"-Modus befüllt das Programm das Album nach Auswahl des Quellordners selbständig mit Bildern. Im kreativen Modus bleibt es zu nächst leer: Sie entscheiden selbst, welche Bilder Sie wo platzieren.

Abbildung 1: Nur im kreativen Modus können Sie selbst entscheiden, welche Bilder Sie einbauen und wo Sie diese platzieren möchten.

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