Puppy Linux 5.0 ist "Lucid Puppy"

Das neueste Release der Mini-Live-Distribution Puppy Linux (http://www.puppylinux.com) bedient sich in Sachen Binärpaketen ganz unverfroren im Ubuntu-10.04-Fundus und macht daraus kein großes Geheimnis: Sein Codename lautet "Lupu", was schlicht für "Lucid Puppy" steht. Auch das Wallpaper weist auf die afrikanische Verwandtschaft hin. Basierend auf Kernel 2.6.33.2 und X.org 1.7.6, bringt es als Alternativ zum klassischen Paketmanager nun Quickpet mit, eine Art Puppy-Appstore. Darüber ziehen Sie schnell beliebte Anwendungen aus allen Bereichen nach oder aktualisieren das Puppy-System per Mausklick. In der First Run Configuration, in der Sie nach dem Start unter anderem Lokalisierung, Zeitzone und Tastaturlayouts anpassen, weist einen kleinen Bug auf: Änderungen scheinen erst einmal keine Auswirkungen zu haben. Die Neueinstellungen funktionieren aber trotz der optisch verwirrenden Darstellung des Konfigurationsfensters, das nach wie vor die alten Werte anzeigt. Bei Gefallen bannen Sie die superschlanke Distribution – das ISO umfasst lediglich 130 MByte – über die Anwahl des install-Icons auf die Platte. Sie finden "Lucid Puppy" sowohl bootfähig als auch als ISO auf der Heft-DVD dieser Ausgabe.

München statt Hongkong, DE_de statt EN_us: Die ansonsten tadellose First Run Configuration von Puppy 5.0 täuscht gerne durch Falschangaben.

Arch Linux 2010.05 veröffentlicht

Das auf der Basis von Quelltexten erstellte Arch Linux (http://www.archlinux.org) setzt auf Rolling-Releases, aktualisiert seine Software also fortlaufend ohne Release-Wechsel. Von Zeit zu Zeit veröffentlicht das Projekt Snapshot-Medien zur Installation, die sich auch als Live-CDs einsetzen lassen – so etwa im Mai das Release Arch Linux 2010.05 mit Kernel 2.6.33.4-1, Glibc 2.11.1-3 und dem Paketmanager Pacman 3.3.3-5. Die Basisinstallation erfolgt im Text-Modus und setzt ein Minimalsystem ohne grafische Benutzeroberfläche auf. Dieses ergänzen Sie dann über den Paketmanager Pacman je nach Gefallen um weitere Binärpakete. Ein spezielles Image der Distribution, das sich gleichermaßen zum Aufsetzen von 32- und 64-Bit-Systemen eignet, finden Sie auf der Heft-DVD zu dieser Ausgabe.

Kurz notiert

Ubuntu 10.10 "Maverick Meerkat" soll nach derzeitigem Planungsstand statt Ende Oktober bereits am 10.10.2010 erscheinen und auf Btrfs als Standard-Dateisystem sowie Google Chrome als Browser setzen (http://tinyurl.com/lu1007-meerkat).

Als Release-Datum für Fedora 14 steht derzeit der 26. Oktober in der Roadmap des Projekts. Der Nachfolger des gerade erschienenen Fedora 13 "Goddard" wird den Codenamen "Laughlin" tragen (http://tinyurl.com/lu1007-laughlin).

Kurz vor Redaktionsschluss hat Mandriva die ursprünglich für 3. Juni geplante Veröffentlichung von Mandriva 2010.1 verschoben. Die Ankündigung, die Version erschiene etwas später "in neuen Kleidern, aber im alten Geist" (http://tinyurl.com/lu1007-mandriva) sorgte für hochgezogene Augenbrauen, steht Mandriva doch gerüchteweise zum Verkauf. Als mögliche Käufer gelten unter anderem Novell, Linagora und Lightapp.

Die pädagogisch konzeptionierte und optisch vom Gewohnten abweichende Linux-Plattform Sugar ist als USB-Stick-Version 3.0 ("Mirabelle") erschienen. Die Sugar-Taschenversion erfuhr dabei ein Update auf die jüngste Sugar-Version 0.88 und kann sich jetzt auch via GSM ins Netz verbinden (http://tinyurl.com/lu1007-sugar).

Das erste Release der Mobile-Distribution von Intel und Nokia, Meego 1.0 (http://meego.com), beschränkt sich auf den Support von Atom-Netbooks und des Nokia N900. Die Meego-Entwickler planen von nun an regelmäßige Releases im Sechsmonats-Zyklus, Meego 1.1 dürfte demnach noch im Oktober erscheinen und soll dann Touchscreens unterstützen.

Ähnlich wie Juxlala hat sich der Ubuntu-Ableger Qimo auf Vorschulkinder spezialisiert. Unter einem XFCE-Desktop mit großen Panel und leicht klickbaren Symbolen vereint das neue Qimo 2.0 zahlreiche Lernspiele, unter anderem die Suiten Gcompris und Childsplay sowie Tuxtype und Tuxpaint (http://tinyurl.com/lu1007-qimo).

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