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Daten, Dienste und Dämonen

12. Chemnitzer Linux-Tage

18.02.2010 Zum zwölften Mal in Folge treffen sich Open-Source-Begeisterte dieses Jahr im knallorangen Hörsaalgebäude der TU Chemnitz zu den Chemnitzer Linux-Tagen. Unter dem Motto "Dienste & Dämonen" wartet wieder ein hochkarätiges Programm auf die Besucher.

Zu den absoluten Highlights der deutschen Linux-Community zählen die Chemnitzer Linux-Tage, die seit 1999 alljährlich an einem Wochenende im März in den Räumen der TU Chemnitz stattfinden. Die Chemnitzer Linux-Tage 2010 [1], die am 13. und 14. März stattfinden, stehen wie in den vergangenen Jahren schon auf einer breiten Basis: So beteiligen sich an der Organisation neben vielen Freiwilligen aus den Reihen der Studenten auch die Chemnitzer Linux-Usergroup, die Fakultät für Informatik, das Rechenzentrum der TU Chemnitz sowie der Individual Network Chemnitz e.V. Das Motto lautet dieses Jahr "Dienste und Dämonen".

Anreise und Eintritt

Die Chemnitzer Linux-Tage 2010 finden am 13. und 14. März 2010 im zentralen Hörsaal- und Seminar-Gebäude der Technischen Universität Chemnitz statt. Es befindet sich auf dem Campusgelände an der Reichenhainer Straße 90. Umfangreiche Informationen zur Anreise finden Sie auf der Website der CLT 2010 [12].

Ein besonderer Spaß ist die Anreise mit dem Linux-Bus [13], der am Freitag von Berlin nach Chemnitz fährt und am Sonntag nach Veranstaltungsende wieder zurück. Er bietet entspanntes Reisen mit vielen Gleichgesinnten und viel Raum für Gepäck. Sie können auch gleich ein Kombiticket mit Übernachtung, Frühstück und Eintritt buchen.

Auch aus dem Ruhrgebiet ist ein Extra-Bus nach Chemnitz unterwegs. Er fährt von Köln über Mönchengladbach, Duisburg, Essen, Dortmund, Kassel und Erfurt nach Chemnitz und pickt dabei Mitreisewillige auf. Natürlich bringt er die Besucher am Sonntag auch wieder zurück.

Der Eintritt zu den CLT 2010 kostet wie schon in den letzten Jahren 5 Euro, die Karte gilt für beide Veranstaltungstage. Sie entrichten den Einritt ohne Anmeldung direkt beim Besuch der Veranstaltung, ein Vorverkauf findet nicht statt. Für die Teilnahme an einem der Workshops fällt eine zusätzliche Teilnahmegebühr von 5 Euro an.

Vorträge und Ausstellung

Das weitläufige Foyer des Hörsaalgebäudes wandelt sich auch dieses Jahr wieder in die Ausstellungsfläche Linux-Live. Dort zeigen mehr als 60 Projekte und kommerzielle Anbieter, wie sie mit Linux und Open-Source-Software arbeiten [2]. Die bekanntesten davon fasst die Tabelle "CLT 2010: Aussteller" zusammen.

Das parallele Vortragsprogramm ([3], siehe rechte Seite) gliedert sich in in je sechs Tracks pro Tag. Im Einsteigerforum richtet sich eine eigene Reihe von Vorträgen dabei explizit an Linux-Neulinge, um ihnen den Umgang mit dem freien Betriebssystem nahe zu bringen oder bei den nächsten Schritten nach der Installation zu helfen. Verständlich wird erklärt und diskutiert, vorgestellt und hinterfragt. Wie sich in den letzten Jahren immer wieder herausstellte, erfährt dabei auch so mancher alter Hase, der dem Einsteigerforum nur kurz einen Besuch abstatten wollte, noch Neues.

CLT 2010: Aussteller

Distributionen CentOS, Debian, Fedora, Gentoo, OpenSuse, Pardus, Sidux
Communities Communtu, Debian-Forum, Kubuntu, Linux-Gamers.net, MandrivaUser.de, Ubuntu, Wikipedia
Freie OS FreeBSD, Haiku, NetBSD, PC-BS, ReactOS
Anwendungen Django, Eisfair, Fli4l, Freedroidz, KDE, LMMS, OpenOffice, Openstreetmap, PostgreSQL, XFCE, Yacy, Zope/Plone
Organisationen Dante e.V., BraLUG, CACert, CCC Sachsen, FSFE, Leipzig Python User Group, Linux4Afrika, Skolelinux,

Linux-Tage interaktiv

Wer von der Theorie in die Praxis wechseln möchte, klemmt seinen Laptop unter den Arm und nimmt an einem der angebotenen Workshops teil. Am mitgebrachten Rechner können Sie dann direkt ausprobieren, was der Referent erklärt. Aufgrund der beschränkten Platzanzahl ist es sehr zu empfehlen, sich bereits vorab anzumelden [4]. Die entsprechenden Formulare finden Sie auf der Beschreibungsseite des jeweiligen Workshops.

Falls Sie ein Problem mit Ihrem Linux-System haben, das Sie allein nicht lösen können, dann melden Sie Ihren "Patienten" doch einfach zu einer kostenlosen Behandlung in der Praxis von Dr. Tux an [5]. Bei einem individuellen Beratungstermin versuchen dort Linux-Experten mit Ihnen gemeinsam das Problem zu lösen. Daneben bekommen Sie in der Praxis bei Bedarf auch Hilfe bei der Erstinstallation Ihres Linux-Systems.

Auch dieses Jahr gibt es auf den Chemnitzer Linux-Tagen wieder die traditionelle Keysigning-Party [6]. Deren Termin stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest, sie wird aber wahrscheinlich am Samstag Nachmittag stattfinden. Daneben besteht die Gelegenheit, zu vergünstigten Konditionen LPI-Prüfungen abzulegen [7]. Die Bandbreite umfasst dabei das volle Spektrum von LPIC-1 bis zu den beiden Zusatzprüfungen von LPIC-3. Die Abnahme findet am Sonntag um 10:30 Uhr und um 12:30 Uhr im Raum VR statt. Ebenfalls am Sonntag können Sie die Prüfung zum Certified Typo3-Integrator ablegen [8].

Ein besonderes Schmankerl stellt die Führung durch CHiC [9] dar, den Chemnitzer Hochleistungs-Linux-Cluster. Als Nachfolger des 2007 außer Dienst gestellten Chemnitz Linux Cluster CLiC wartet CHiC mit 530 durch Infiniband verbundenen Knoten und einem Speicherkomplex von 60 TByte auf. Er erleichtert damit einer Großzahl von Studierenden und Wissenschaftlern ihre Forschung.

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Infos zum Autor

Jörg Luther

Jörg Luther

Jörg Luther arbeitet seit 1995 als IT-Journalist. Seine Vorliebe für das freie Betriebssystem lebt er privat in der LUG Erding und beruflich seit 2004 als Chefredakteur des LinuxUser aus.

Zum Blog von Jörg Luther →


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LinuxUser 03/2012

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