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Elefantenrunde

Nvidia Geforce GTX 280 vs. ATI Radeon HD 4870

16.04.2009 Mit der neuesten Treibergeneration funktionieren auch topaktuelle Grafikchips unter Linux einwandfrei – inklusive Shader, OpenGL 3.0 und sogar GPU-Videobeschleunigung. Aber passt auch die Leistung?

Obwohl Intel dank seiner Chipsatzgrafik mit Abstand die meisten Grafikchips verkauft, spielt der Kampf um die 3D-Leistungskrone sich seit vielen Jahren nur zwischen "den Roten" und "den Grünen" ab: Seit der Geforce 7 liegt Nvidia klar in Führung, aber ATI schläft nicht und hält mit der Radeon HD 4870 dagegen. Dagegen muss sich Nvidias Platzhirsch, die Geforce GTX 280, behaupten.

Sapphire Radeon HD 4870

Der ATI-Bolide (Abbildung 1) integriert einen in 55 Nanometer gefertigten, 256 Quadratmillimeter großen Grafikprozessor der RV770-Generation mit 965 Millionen Transistoren. Mit 750 MHz und 800 Shader-Einheiten erreicht er eine Füllrate von 30 Gigatexel pro Sekunde. Er greift über einen 256-Bit Speicherbus auf 512 MByte GDDR5-Video-RAM zu und bewegt bei 900 MHz DDR-Speichertakt beeindruckende 115,2 GByte pro Sekunde an Daten.

Die PCI-E-2.0-fähige Karte verfügt über zwei Dual-Link-DVI-Anschlüsse, einer davon unterstützt mittels des mitgelieferten Adapters auch HDMI. Da es aber derzeit noch keine Linux-Unterstützung für Intels HDCP-Content-Verschlüsselung gibt, bleibt das Bild bei vielen Fernsehern schwarz. Neben den HDMI-Adaptern legt der Kartenhersteller Sapphire auch noch eine Crossfire-Bridge, Adapter für die Stromversorgung sowie je einen VGA-, YUV- und S-Video-Adapter bei, als Bonus gibt es noch einen 2-GByte-USB-Stick. Laut Hersteller liegt die maximale Leistungsaufnahme der Sapphire Radeon HD 4870 bei 160 Watt. Nach einer Preissenkung zur CeBIT wandern derzeit für die Karte für rund 150 Euro über den Ladentisch.

Abbildung 1: Sapphires Radeon HD 4870 schont den Geldbeutel.

MSI Geforce N280GTX Super-OC

Nvidias Kontrahent, hier vom Hersteller MSI in der schon standardmäßig übertakteten "Super-OC"-Enthusiasten-Version (Abbildung 2), hat einen 576 Quadratmillimeter großen Chip der GT200-Generation in 65-Nanometer-Technik. Die GPU mit stolzen 1,4 Milliarden Transistoren und 240 Unified-Shader-Einheiten ist im Kern mit 700 MHz getaktet. Das sind 100 MHz mehr als bei normalen Geforce-GTX-280-Karten, was auch für die mit 1400 MHz laufenden Shader-Einheiten gilt.

Über ein 512-Bit-Speicherinterface bindet die GPU 1 GByte GDDR3 mit einem Takt von 1150 MHz (normal: 1107 MHz) und einer Bandbreite von 141,7 GByte/s. Damit füllt sie pro Sekunde rund 48 Gigatexel. Nvidia gibt den maximalen Stromverbrauch mit satten 236 Watt an, die MSI-Version schluckt aufgrund der Übertaktung sogar noch etwas mehr. Die PCI-E-2.0-kompatible Karte verfügt wie das Sapphire-Board über zwei Dual-Link-DVI-Anschlüsse. Zum Lieferumfang gehören ein 3-in-1-Adapter mit YUV-, HDMI- und VGA-Ausgang, ein S-Video-Kabel, ein internes SP/DIF-Kabel für internes digitales Audio (nötig für den HDMI-Anschluss) sowie Adapter für die Stromversorgung. Die MSI Geforce N280GTX Super-OC kostet im freien Handel rund 480 Euro.

Abbildung 2: Die MSI Geforce GTX 280 Super-OC ist ab Werk übertaktet und sehr leistungsstark.

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Kommentare
xf86-video-ati, radeonhd, nv, nouveau
Daniel Gultsch, Donnerstag, 16. April 2009 12:09:01
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Hi Daniel,

du hast ja offensichtlich die Tests mit den Treibern von AMD/ATI (fglrx) und Nvidia (nvidia) gemacht. Hast du vielleicht auch zusätzlich mal ein bisschen mit den OpenSource Treibern (radeon, radeonhd, nv, nouveau) rumgespielt? Ich weiß, nouveau ist noch total alpha aber mit dem Rest könnte man vielleicht was machen. Speziell radeonhd soll gut sein. Aber das hab ich nur gehört. Wäre halt cool gewesen davon mal richtige Erfahrungsberichte zu hören. So aktuelle Karten hat man nicht jeden Tag in der Hand. Ihr habt die nicht zufällig noch da?

Gruß Daniel


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Re: xf86-video-ati, radeonhd, nv, nouveau
Daniel Kottmair, Donnerstag, 16. April 2009 13:22:45
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Hallo Auch-Daniel! ;-)

Leider blieb keine Zeit für Experimente mit den Opensource-Treibern, weil wir die Testsamples wieder zurückschicken mussten, also habe ich mich auf den Test selbst konzentiert. Für den nächsten Test würde ich das allerdings auch schon gerne ausprobieren, interessiert mich selbst, wie stabil, kompatibel und leistungsfähig die OSS-Treiberprojekte denn inzwischen nun sind! ;-)


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