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Synchron

Datenbestände abgleichen

Passwortloses Login

Wer häufiger eine synchronisiert, stellt schnell fest, dass das Eingeben des Passworts auf die Dauer lästig fällt. Ein zeitgesteuerter Datenabgleich via Cronjob funktioniert mit dieser Methode ebenfalls nicht. Abhilfe schafft das passwortlose Anmelden mit einem SSH-Schlüssel, was angesichts der Tatsache, dass auf beiden Seiten OpenSSH läuft, kein Problem darstellt.

Generieren Sie zunächst auf dem Linux-Rechner mit dem Aufruf ssh-keygen -t rsa den Schlüssel. Die Abfrage nach der Passphrase bestätigen Sie ohne weitere Angaben zwei mal mit [Eingabe]. Der Schlüssel befindet sich danach in ~./.ssh/id_rsa.pub. Kopieren Sie ihn abschließend in das versteckte Verzeichnis .ssh im Cygwin-Home-Verzeichnis des Windows-Benutzers. Die Befehlskette

cat ~/.ssh/id_rsa.pub | ssh Windows-Benutzer
@winhost 'cat - >> ~/.ssh/authorized_keys'

erledigt das in einem Arbeitsschritt. Bei der folgenden Aufnahme der SSH-Verbindung zu Windows geben Sie ein letztes Mal das Passwort an; die nächste Anmeldung erfolgt dann ohne Abfrage. Auch Unison will künftig kein Passwort mehr wissen.

Fehler und Probleme

Beim Synchronisieren zwischen zwei Betriebssystemen, die ganz unterschiedlich mit Verzeichnissen und Dateien umgehen, kommt es gelegentlich zu Problemen. Da Linux im Gegensatz zu Windows zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheidet, koexistieren unter Linux beispielsweise Verzeichnis und verzeichnis. Unter Windows allerdings klappt das nicht, was Unison anmäkelt und die Konflikte nicht synchronisiert.

Auch symbolische Links verarbeitet Unison nicht: Alles, was per symbolischem Link ins Dateisystem verzweigt, landet nicht auf der Gegenseite. Allzu exotische Datei- und Verzeichnisnamen machen Unison ebenfalls Probleme: Enthalten diese beispielsweise Doppelpunkte, kann Unison damit nichts anfangen und gibt als Fehlermeldung aus, dass es diese Dateien respektive Verzeichnisse nicht synchronisiert. Sonderzeichen wie Leerzeichen oder Kommas verarbeitet Unison immerhin einwandfrei.

Dafür hat die Applikation allerdings erhebliche Schwierigkeiten beim Verarbeiten von Umlauten in Datei- oder Verzeichnisnamen. Beim Synchronisieren rekodiert es diese, womit sie danach auf der anderen Seite ganz anders aussehen als vorher. Vor dem Synchronisieren empfiehlt es sich deshalb, die Datei- und Verzeichnisnamen entsprechend anzupassen sowie symbolische Links zu entfernen.

Synchronisationsprobleme zeigt Unison in der grafischen Übersicht als erste Einträge und rot markiert an, alle Dateien und Verzeichnisse mit Status "grün" in der Anzeige synchronisiert es. Da Unison zum Abgleich auch den Zeitstempel der Dateien verwendet, muss auf beiden Rechnern die gleiche Zeit eingestellt sein – idealerweise über einen externen NTP-Server. Beim Synchronisieren prüft Unison zudem, ob sich die Größe der Datei verändert hat. Bleibt diese gleich, geht Unison auch bei unterschiedlichen Zeitstempeln davon aus, dass sich nichts geändert hat.

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LinuxUser 06/2012

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