Home / LinuxUser / 2008 / 05 / Speicherhunger

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mageia 2 ist fertig
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Speicherhunger

Drei Terabyte-Platten von Hitachi, Samsung und Seagate

Sie geht!

Das Testgerät von Seagate machte in den ersten Tests enorme Schwierigkeiten. Bei den Stresstests stürzte der Testrechner reproduzierbar ab, am Ende ließ sich die Harddisk nur noch mit Reiser4 formatieren. Da wir zunächst auf Probleme mit dem selbstkompilierten Kernel 2.6.24 und Reiser4 tippten, starteten wir den Rechner mit dem Originalkernel von OpenSuse 10.3 neu. Nach dem Login unter KDE meldete Smart einen Defekt an der Seagate-Platte. Ein erneuter Test mit der Platte führte zu einer Kernel-Panik und smartd meldete weitere Fehler. Da bisher sämtliche Tests im Runlevel 1 ohne zusätzliche Dienste stattfanden, konnte Smart nicht rechtzeitig auf das Hardware-Problem hinweisen. Aktuelle Platten informieren in der Regel nicht mehr über kaputte Sektoren (siehe Kasten "Bad Sector").

Seagate lieferte am nächsten Tag bereits ein Ersatzlaufwerk, die Probleme waren damit behoben. Laut Slow.c-Benchmark schreibt die Barracuda ES.2 mit 74 MByte/s genau gleich schnell wie die Hitachi-Platte, hängt diese aber beim Lesen mit 91 MByte/s klar ab (Abbildung 1). Auch Bonnie++ bezeugt der Seagate-Disk gute Transferraten: Sie liest hier blockweise sogar mit knappe 97 MByte/s (Abbildung 3) und kommt beim Schreiben auf gut 77 MByte/s. Im Vergleich zur Konkurrenz, die im Durchschnitt etwa acht Prozent schneller liest als schreibt, ist dies jedoch deutlich zu langsam. Wie bei den zwei Mitbewerbern fällt die Lese- und Schreibgeschwindigkeit gegen Ende der Platte auf die Hälfte zurück.

Abbildung 3: Die Seagate Barracuda ES.2 wartet mit guten Lesezeiten auf, die Schreibperformance ist jedoch zu schlecht.

Bad Sector

Wer sich schon länger mit Hardware beschäftigt, hat bestimmt schon mal eine Festplatte nach kaputten Sektoren durchsucht. Dabei handelt es sich um einen Bereich der Festplatte, der sich weigert, als Null oder Eins zu arbeiten.

Mit speziellen Tools lassen sich solche Bereiche kennzeichnen, damit das Betriebssystem sie beim Formatieren und Schreiben außen vor lässt, und so Datenverluste verhindern. Bei modernen Festplatten jedoch ist ein solches Vorgehen überflüssig und nicht mehr möglich: Aktuelle Platten erkennen schlechte Sektoren automatisch und stellen zum Ausgleich zusätzlichen Platz zur Verfügung. Das Betriebssystem erhält somit keine Informationen zu schlechten Sektoren.

Kommt es trotzdem zu einer Bad-Sector-Meldung, so signalisiert das unmissverständlich, dass der internen Fehlerkorrektur kein Ausgleichsspeicher mehr zur Verfügung steht: Die Platte steht somit kurz vor dem Crash. Monitoring-Tools wie Smart erkennen solche Probleme frühzeitig. Meldet Smart einen Fehler, können Sie deshalb bei einer aktuellen Festplatte mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass sie tatsächlich defekt ist.

Schnelle Samsung

Die Samsung Spin Point F1 ist das jüngste Mitglied des Terabyte-Klubs. Die HD103UJ speichert das Terabyte auf nur drei Plattern und arbeitet entsprechend schnell. Beim Slow.c-Benchmark schrieb die Disk mit 105 MByte/s, beim Lesen brachte sie es sogar auf 113 MByte/s (Abbildung 1). Bonnie++ bestätigt die guten Werte der Spin Point F1 und misst beim blockweisen Lesen und Schreiben die exakt gleichen Werte (Abbildung 4). Das Diagramm zeigt auch schön, wie gegen das Plattenende die Unterschiede zwischen sequentiellen und blockweisen Schreiben abnehmen: Während die Disks von Hitachi und Seagate am Plattenende immer noch schneller lesen als schreiben, fällt dieser Unterschied bei der Samsung-Platte kaum noch ins Gewicht.

Abbildung 4: Als erste Festplatte im LinuxUser-Hardwarelabor erreicht die HD103UJ von Samsung Transferraten jenseits der 100 MByte/s.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 106 Punkte (16 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

Zum Blog von Marcel Hilzinger →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...