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Fruchtig und spritzig

OpenSuse als Live-Version auf einem USB-Stick installieren

Kompilation ändern

Die Kiwi-Dateien unterstützen zurzeit ein Gnome- und ein KDE-System, das Sie mit der Option --add-profile GNOME beziehungsweise --add-profile KDE anwählen. Um eigene Pakete oder Treiber hinzuzufügen, bieten sich mehrere Möglichkeiten. Am einfachsten nehmen Sie diesen Schritt nach der Installation vor. So lange auf dem Stick freier Speicherplatz vorhanden ist, können Sie nach Belieben weitere Pakete installieren oder Einstellungen ändern.

Möchten Sie den Stick bereits beim Anlegen um Software erweitern, legen Sie einfach in der Konfigurationsdatei weitere Repository-Einträge an. Danach nehmen Sie den gewünschten Paketnamen in das KDE- oder das Gnome-Profil auf. Dazu müssen Sie aber den kompletten Download neu starten.

Eine weniger kanonische, aber schnellere Lösung bietet chroot. Ändern Sie nach dem Download-Schritt mit chroot /tmp/kiwi-tmp das Wurzelverzeichnis nach /tmp/kiwi-tmp, können Sie hier beliebige Pakete nachinstallieren oder bereits installierte noch entfernen. Dieser Schritt bietet sich zum Beispiel an, um Kaffeine und die Xine-Bibliothek durch die Packman-Pakete zu ersetzen oder die deutschen KDE-Übersetzungen zu installieren. Vergessen Sie nicht, die Chroot-Umgebung durch exit wieder zu verlassen, bevor Sie danach mit Schritt 3 weiterfahren.

Versuche, den Stick über Änderungen der Paketliste oder der Variable <locale> dazu zu bewegen, mit deutscher Lokalisierung zu starten, führten nicht zum gewünschten Erfolg. Immerhin haben Sie die Möglichkeit, in KDE die Sprache auf Deutsch zu ändern, wenn Sie in die Paketliste des KDE-Patterns zusätzlich um den Eintrag

<package name="kde3-i18n-de"/>

ergänzen. Haben Sie den Stick bereits gebaut, lohnt sich der Aufwand nicht: Hier installieren Sie das erwähnte Paket einfach über YaST nach.

Erfolgserlebnis

Nach getaner Arbeit winkt als Erfolg ein sehr schnelles und absolut portables OpenSuse-System (Abbildung 4). Auf unserem Testsystem mit 1 GByte RAM arbeitete die USB-Suse schneller als jedes zuvor installierte System, unerwünschten Nebenwirkungen ließen sich nicht feststellen. Für alle Fälle liegt auf dem KDE-Desktop auch ein Icon, über das sich das System permanent einrichten lässt.

Abbildung 4: Für alle Fälle: Der Live-Desktop startet mit einer kleinen Auflösung und bringt einen Button für die Installation mit.

Infos

[1] Kiwi-Homepage: http://kiwi.berlios.de/

[2] Infoseiten im OpenSuse-Wiki: http://en.opensuse.org/Live_USB_stick

[3] Offizielle Kiwi-Dokumentation: http://svn.berlios.de/wsvn/kiwi/kiwi-head/doc/kiwi.pdf?op=file&rev=0&sc=0

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Kommentare
kiwi-desc-livesystem
joe (unangemeldet), Donnerstag, 08. Oktober 2009 21:54:27
Ein/Ausklappen

Das Paket kiwi-desc-livesystem gibts es nicht.
Hier schreibt wohl Einer von Anderem ab ;(


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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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