Fruchtig und spritzig
OpenSuse als Live-Version auf einem USB-Stick installieren
USB-Stick anlegen
Im letzten Schritt partitioniert Kiwi den USB-Stick und kopiert die benötigten Dateien darauf. Den freien Speicher auf dem Stick richtet das Tool als beschreibbare Partition ein. So lassen sich Änderungen am System permanent speichern. Dazu müssen Sie jetzt den Stick am Rechner anschließen und den letzten der im Kasten "Vier Schritte" aufgelisteten Befehle aufrufen.
Da OpenSuse externe Speichermedien automatisch einhängt, sollten Sie mit mount zunächst überprüfen, ob der USB-Stick nicht gemountet ist. Falls ja, müssen Sie das Medium aushängen, sonst bricht Kiwi mit einer Fehlermeldung ab. Achten Sie bei 64-Bit-Systemen darauf, die Namen für die Initrd und das OpenSuse-Image anzupassen. Anstelle der Datei initrd-usbboot-suse-10.3.i686-2.1.1.gz können Sie auch die Initrd mit dem Zusatz splash.gz angeben. So muss Kiwi den Splash-Screen nicht noch einmal bauen, was ein paar Sekunden Zeit spart.
Die Gerätedatei des Sticks müssen Sie nicht mit angeben: Kiwi sucht automatisch nach USB-Sticks und schlägt dann eine Liste mit Geräten vor. Sie müssen nur noch die passende Gerätedatei eintippen. Je nach Schreibgeschwindigkeit des Sticks dauert die Datenübertragung rund 10 Minuten. Das Resultat zeigt Abbildung 3.
Wählerisch und fehleranfälig
In den Tests mit vier verschiedenen USB-Sticks gelang es nur bei zweien, von diesen auch erfolgreich zu booten. Selbst dazu waren mehrere Versuche nötig.
Bevor Sie überhaupt versuchen, einen Rechner vom frisch bespielten Stick zu booten, stecken Sie diesen am besten einmal aus und wieder ein. Das System muss zwei Partitionen erkennen und mounten können, anderenfalls ist der Stick fehlerhaft. Wiederholen Sie dann den letzten Schritt noch einmal und entfernen Sie den Stick nach der Ausgabe von KIWI exited successfully done nicht gleich aus dem Rechner.
Gar nicht nutzen ließ sich ein Stick von Tulip, der anstelle der normalen Sektorgröße von 512 Byte mit 2048 Byte arbeitet. Ob Sie auch einen solchen besitzen, erkennen Sie an der Ausgabe von fdisk /dev/sda. Bei den betroffenen Geräten erscheint der Hinweis:
Die Sektorgröße ist 2048 (nicht 512)
Möchten Sie einen solchen Stick unter Linux mit dem FAT-Dateisystem formatieren, müssen Sie mkfs.vfat mit der Option -S 2048 aufrufen. Die Bootpartition war beim Tulip-Stick anstelle von 18 MByte stets 77 MByte groß und korrupt. Unsere Versuche, das System über einen Kartenleser auf eine SD-Karte zu installieren, scheiterten ebenfalls.



