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Green Computing auf dem Desktop

Eine minimalistische festplattenlose Linux-Appliance bietet das Pariser Startup Linutop (http://www.linutop.com/) an. Das nur 280 Gramm leichte, lüfterlose System in Postkartengröße (15 x 9,3 x 2,7 cm) basiert auf einer mit 433 MHz getakteten Geode-LX700-CPU und bietet 256 MByte Arbeitsspeicher. Laut Hersteller nimmt der Linutop im Betrieb weniger als 6 Watt auf.

Statt auf einer Festplatte legt der Linutop seine Daten auf einem mitgelieferten 1-GByte-USB-Stick ab. Dort lagert auch das auf Xubuntu basierende Betriebssystem samt Anwendungen wie Firefox, Abiword, Evince, Gaim und Totem. Via XDMCP kann der Linutop auch auf einen Linux-Terminalserver zugreifen. Der internen Grafikchip erzielt eine Bildschirmauflösung von 1024 x 768 Punkten. Als Schnittstellenausstattung bringt das System vier USB-2.0-Ports, einen 10/100-Mbit/s-Ethernet-Port sowie Anschlüsse für Lautsprecher und Mikrofon mit.

Als Zielgruppe für die Mini-Appliance sieht Linutop gleichermaßen den Heimanwender wie Internet-Cafés, akademische Einrichtungen oder Behörden. Über die Website des Herstellers können Sie den Linutop zum Preis von 335 Euro bestellen, hinzu kommen 28 Euro Versandkosten innerhalb Europas. Daneben gibt es den Winzling auch im Achterpack für 2562 Euro inklusive Versand.

Braucht weniger Strom als die Kaffeemaschine: Der lüfterlose Linutop kommt mit 6 Watt aus und bietet einen kompletten Linux-Desktop.

Palm Foleo für die mobile Arbeit

Der PDA-Hersteller Palm hat Anfang Juni ein bis dahin gut gehütetes Geheimnis gelüftet: Ein Gerät, das sich zwischen PDA und Notebook ansiedelt und vor allem im Business-Segment Erfolg haben soll. Der "Mobile Companion" Palm Foleo ist als Erweiterung zu Mobilkommunikationsgeräten gedacht, als Anwendungsgebiet nennt der Hersteller das Bearbeiten von E-Mails und Office-Dokumenten. Der Preis des mit Linux als Betriebssystem ausgestatteten Foleo soll bei 500 US-Dollar liegen. Im Sommer 2007 erfolgt die Markteinführung in den Vereinigten Staaten, in Europa zum Ende des Jahres.

Der 1100 Gramm leichte Foleo verfügt über ein 10-Zoll-Breitbild-Display (25,4 cm Diagonale) und eine vollwertige Tastatur sowie WLAN und Bluetooth. Er wird ohne Festplatte ausgeliefert, verfügt jedoch über Steckplätze für SD- und Compact-Flash-Speicherkarten. Über Prozessor, internen Speicher und weitere technische Details schweigt Palm bisher, als Batterielaufzeit nennt der Hersteller rund fünf Stunden.

Auf dem Foleo läuft ein angepasstes Linux mit E-Mail-Anwendung, Webbrowser Opera, Editoren für verschiedene Office-Formate und ein PDF-Betrachter. Der Zugang zu den Applikationen erfolgt zum Teil über Schnellstarttasten. Ähnlich einem Smartphone soll der mobile Begleiter beim Aufklappen dank Instant-On sofort einsatzbereit sein und sich genauso schnell ausschalten lassen. Über das verwendete Linux und dessen Paketmanagement ist bisher nichts bekannt.

Der Foleo soll laut Palm mit den Treo-Smartphones kompatibel sein, die auf Palm OS oder Windows Mobile basieren. Ersten Tests hätten gezeigt, so Palm, dass ein Großteil aller Smartphones mit Windows Mobile nach nur geringen Modifikationen oder sogar ohne Änderungen ebenfalls Inhalte mit dem Foleo austauschen kann. Smartphones mit anderen Betriebssystemen, wie beispielsweise von Research in Motion (RIM), Symbian und sogar das iPhone, werden voraussichtlich ebenfalls ohne großen Aufwand mit dem Foleo zusammenarbeiten. (Jan Rähm)

Palm positioniert den "Mobile Companion" Palm Foleo als Erweiterung zu mobilen Kommunikationsgeräten wie Handys und Smartphones.

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