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Opera 9Schlank und schnell

Opera 9 im Test

Feinschliff

Neben diesen augenfälligen Neuerungen gibt es in Opera 9 eine Reihe an kleineren Detailverbesserungen. So soll beispielsweise die Suchfunktion in einer Webseite [Strg]+[F] die Treffer zweifarbig markieren, wobei gelb den aktuellen Treffer hervorhebt und grün die restlichen. Übernimmt Opera jedoch das KDE-Theme, so bleiben alle Treffer in der voreingestellten KDE-Farbe für Hervorhebungen.

Auch die Systemdatei opera6.ini muss nun nicht mehr mühevoll im Texteditor durchforstet werden: Der Aufruf http://opera:config oder der Menüeintrag Extras | Weiteres | Opera6-Einstellungen bringen eine übersichtliche Seite zum Vorschein, in der sich die gewünschten Einstellungen bequem vornehmen lassen. Wer nicht genau weiß, was er einstellt, sollte diese Funktion aber lieber unberührt lassen oder sich vorab in einem der Foren zu Opera ([6],[7]) belesen.

Für im Hintergrund liegende Webseiten blendet Opera 9 eine Vorschau ein, sobald man den Mauszeiger über den zugehörigen Reiter bewegt (Abbildung 4). Auf diese Weise lässt sich trotz vieler geöffneten Tabs schnell die gewünschte Seite wiederfinden, ohne alle Reiter erst durchklicken zu müssen.

Abbildung 4: Für im Hintergrund liegende Webseiten blendet Opera 9 eine Vorschau ein, sobald man den Mauszeiger über den zugehörigen Reiter bewegt.

Wer versehentlich einen oder mehrere Tabs schließt, wird im Papierkorb fündig und kann die Reiter so wiederherstellen. Laut Hersteller haben die Entwickler außerdem auch am Druckverhalten und der Plugin-Implementierung gefeilt. Im Test funktionierten die gängigen Plugins denn auch problemlos. Einige Benutzer melden in den einschlägigen Foren aber nach wie vor Probleme beim Druck ([6],[7]).

Alles dabei

Bei Opera handelt es sich um eine komplette Internet-Suite, die neben dem Browser auch Module für E-Mail, IRC-Chats, RSS-Feeds sowei einen Newsreader mitbringt. Dabei fällt positiv auf, dass nicht benötigte Bestandteile der Suite so lange aus den Menüeinträgen fern bleiben, bis man sie erstmalig aufruft.

Alle Module erscheinen nach Aufruf in Form eines neuen Reiters, der sich wie ein Seitenfenster steuern lässt. Die etwas eigenwillige Methode, E-Mails nach Benutzern oder bestimmten Eigenschaften zu sortieren, mag auf den ersten Blick den ordnerstrukturverliebten Anwender etwas verwirren, hat aber durchaus einen sinnvollen Hintergrund: Sie erspart dem Benutzer das Anlegen unzähliger Filterregeln.

Die Verbesserungen an den Modulen beschränken sich in Opera 9 auf Details. So wurden Verbesserungen an der IMAP-Einbindung vorgenommen, für verspielten E-Mail-Autoren gibt es jetzt ein Smiley-Menü. Das Newsfeedmodul liest nun auch Atom-1.0-Feeds ein, und in einem Chatfenster erscheinen DCC-Files verlinkt. Eine ausführliche Liste alle Verbesserungen findet sich im Changelog [8].

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Infos zum Autor

Mirko Albrecht

Mirko Albrecht schreibt seit Ende 2004 regelmäßig Beiträge für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Wenn er nicht gerade eine neue Distribution ausprobiert, spielt er gern Schach oder fotografiert die Welt.
Seine Rechner werden meist von Xubuntu oder Opensuse bevölkert.


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LinuxUser 06/2012

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