Webkit auf Qt 4 portiert

Als Apple vor einigen Jahren ankündigte, dass der hauseigene Browser Safari künftig auf die KDE-KHTML-Engine aufbaut, spalteten die hochkochenden Emotionen die Entwickler wie selten: Die einen feierten die Wahl als Bestätigung für die Qualität der Engine und begrüßten die Qualitätsverbesserung durch die vielen zurücklaufenden Patches. Die anderen ärgerten sich gerade über die Qualität der Patches: Diese waren unkommentiert und machten die Hoffnung auf eine gemeinsame Engine fast aussichtslos. Apple pflegte seine KHTML-Version unter dem Namen Webcore innerhalb des Webkit-Projektes; diesem schloss sich auch Nokia an, genauso wie viele unabhängige Entwickler.

Nun haben die KHTML-Entwickler Dirk Mueller, Zack Rusin, Simon Hausmann und George Staikos ihrerseits einen Schritt in Richtung eines gemeinsamen Projekts gewagt: Unter dem Codenamen Unity (Einheit) versuchen sie, KHTML auf Qt 4 zu portieren. Mit Erfolg, wie sich zeigte – eine im wesentlichen funktionsfähige, Qt-4-basierte Version liegt nun im Quellcodebaum von KDE vor.

Zwar haben die Entwickler nach eigenen Angaben keine Absichten, die eigene KHTML-Version zugunsten von Unity aufzugeben. Sollten Apple und das OpenDarwin-Projekt die Patches jedoch wohlwollend aufnehmen, so stünde einer Zusammenarbeit vermutlich nichts mehr im Wege.

Unity rendert die Seite von Google, einzig die Schaltflächen sind noch nicht im Qt-Look gehalten.

KDE-Radio informiert über KDE 4

Der neue Podcast KDE://radio trägt Neuigkeiten aus dem KDE-Umfeld zusammen. Die ersten Beträge entstanden anlässlich des Entwicklertreffens KDE Four Core im norwegischen Trysil. Podcast-Moderator Aaron Seigo nutzte die Gelegenheit, eine ganze Reihe unterschiedlicher Entwickler um einen Beitrag zu bitten.

So gaben die Autoren des neuen Multimedia-API Phonon, aber auch die Programmierer hinter der PIM-Architektur Akonadi und dem Hardware-Integrationsprojekt Solid Einblick ihre Pläne. Seigo sprach auch mit Usability-Expertin Celeste Paul. Bei diesem Interview standen vor allem die neuen Human-Interface-Guidelines für KDE 4 im Fokus.

Sind Sie neugierig auf KDE 4 und fühlen sich der englischen Sprache einigermaßen mächtig, laden Sie die Beiträge entweder einzeln von der Webseite im MP3- oder Ogg-Vorbis-Format herunter, oder abonnieren gleich den Podcast. Für KDE-Benutzer haben sich die Macher ein kleines Gimmik ausgedacht: die URL http://kde://radio führt direkt auf die Webseite des Podcasts auf http://radio.kde.org

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