Lauer Aufguss
Die freie Distribution Freespire
Fazit
Die Freespire Beta 2 hinterlässt einen gemischten Eindruck. Die Tatsache, dass die Distribution bislang nicht in deutscher Sprache vorliegt, macht sie für viele deutsche Benutzer vorerst uninteressant. Davon abgesehen, präsentiert sich das System durchaus als brauchbar, um damit zu arbeiten. Die wichtigsten Programme kommen in aktuellen Versionen daher, die Installation stellt selbst Anfängern vor keinerlei Schwierigkeiten, die Bedienung ist intuitiv.
So bleibt am Ende nur die Frage, was Linspire mit Freespire wirklich erreichen will. Letztendlich lässt sich mit Freespire der komplette Funktionsumfang der Linspire-Distribution nachbilden, die Optik beider Systeme ist zum Verwechseln ähnlich – und auf die proprietären Programme, die bei Linspire beiliegen, muss man als Benutzer auch bei Freespire im Großteil der Fälle nicht verzichten.
Anders als Debian, Ubuntu & Co. fällt Freespire dem Benutzer aber mit der praktisch permanent stattfindenden Werbung für das CNR auf die Nerven. Andererseits förderte der Test kein einziges Detail bei Freespire zutage, dass die Distribution von anderen Debian-Derivaten merklich abhebt. So lassen sich Video-Codecs auch bei Debian und Ubuntu schnell nachinstalliert, genau so wie Grafikkarten- oder Modem-Treiber. Ein "Killerfeature" fanden wir bei Freespire nicht. Wer bis jetzt also ohne Linspire klargekommen ist, für den lohnt auch kein Blick auf Freespire.
Freespire RC1
Unmittelbar vor Drucklegung dieser Ausgabe hat Linspire den Release Candidate 1 von Freespire freigegeben. Er bringt gegenüber der hier besprochenen Beta 2 allerdings keine tiefschürfenden Änderungen, sondern bereinigt etliche Fehler und Instabilitäten, speziell in CNR.
Infos
[1] Linspire: http://www.linspire.com
[2] Freespire-Projekt: http://www.freespire.org
[3] Freespire-Download: http://wiki.freespire.org/index.php/Download_Freespire
[4] Lsongs: http://lsongs.com
[5] Lphoto: http://lphoto.com



