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Lauer Aufguss

Die freie Distribution Freespire

Die Sache mit den Treibern

Das kommerzielle Linspire richtet bei der Installation auf PCs mit Nvidia- oder ATI-Grafikkarte die entsprechenden Treiber des Herstellers gleich ein und aktiviert die 3D-Beschleunigung. Anders Freespire: Hier kommen als Vorgabe die Xorg-eigenen Treiber nv und ati zum Einsatz.

Was nicht heißt, dass Besitzer entsprechender Hardware in die Röhre schauen: Mit apt-get auf der Konsole besorgt man sich fglrx-installer und los-kernel-extra (ATI) beziehungsweise nvidia-driver-source sowie nvidia-driver-utils und ebenfalls los-kernel-extra (Nvidia) einfach aus dem Netz. Anschließend gilt es nur noch, in der X-Konfiguration den Treiber umstellen – dann läuft der X-Server ebenfalls im beschleunigten Modus. Treiber für diverse WLAN- und Modem-Karten gelangen nach dem gleichen Muster auf das System. Letztendlich lässt sich so Support für alle Hardwarekomponenten nachrüsten, die Linspire bereits out-of-the-box unterstützt.

Das CNR-Warehouse

Direkt nach dem ersten Login fällt in der KDE-Startleiste ein kleines Symbol auf, in dem sich ständig ein blauer Pfeil bewegt. Es symbolisiert das CNR-Warehouse-Modul für Updates, das auf diese Weise verkündet, das für das System bei CNR neue Software zur Verfügung steht.

Nach einem Maisklick auf das Symbol öffnet sich allerdings nicht wie erwartet ein Update-Assistent: Stattdessen sieht der Benutzer lediglich das normale CNR-Warehouse-Frontend, das zum Login auffordert. Tatsächlich bekommt man keine Sicherheitsupdates, ohne sich zuvor (immerhin kostenlos) bei CNR anzumelden.

Nach der Anmeldung und dem Login erlebt man eine weitere Überraschung: Bei My Products war im Test unter Available Updates kein einziges Update zu finden – und auch das Symbol mit dem blauen Pfeil verschwand. Es drängt sich damit der Eindruck auf, dass der Benutzer durch das blinkende Symbol lediglich dazu gebracht werden sollte, sich bei CNR anzumelden.

Auch über CNR lässt sich Zusatzsoftware installieren, per Klick landet zum Beispiel Adobes Reader auf der Festplatte (Abbildung 4). Allerdings wirkt CNR noch etwas unstrukturiert; so bietet das Programm an, eine ältere Version von Firefox zu installieren, obwohl dieser doch als Web Browser schon auf der Platte ist. Und schließlich kann auch die Geschwindigkeit, mit der die Software aus CNR eintrudelt, nicht gerade überzeugen.

Abbildung 4: Über das CNR-Warehouse lässt sich Zusatzsoftware per Mausklick installieren; gegen Bares gibt es besondere Features.

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