KDE 3.5.3

Das KDE-Team hat mit KDE 3.5.3 die dritte Auflage der 3.5er-Serie freigegeben. Durch Optimierung der Startreihenfolge soll sie schneller hochlaufen als die Vorgänger. Außerdem gingen die Entwickler Hinweisen der Firma Coverity nach, die im Auftrag der Heimatschutzbehörde der Vereinigten Staaten den Quelltext des Projektes analysierte. Mit den Ergebnissen konnten die Entwickler über 800 Fehler korrigieren.

Daneben verfügt KDE 3.5.3 auch über neue Fähigkeiten. Das KDE-Projekt weicht damit zum ersten Mal von seiner Linie ab, in sogenannten Bugfix-Releases keine neuen Funktionen einzubauen. Zu den Nutznießern dieser Regelung gehören die Benutzer des Mailprogramms KMail, des RSS-Readers Akregator sowie des Alarmgebers KAlarm. Außerdem ist die Desktop-Umgegung nun in insgesamt 65 Sprachen erhältlich, Vietnamesisch und Kazakh halten erstmals Einzug in die Liste der unterstützten Sprachen.

Für die Distributionen Ubuntu, Kubuntu, Suse, Slackware und Arch-Linux liegen aktualisierte Pakete bereit. Im Falle von (K)Ubuntu und Suse genügt es, die unter http://www.kde.org/info/3.5.3.php aufgeführten Repositories in den Paketmanager aufzunehmen, eine manuelle Installation entfällt.

KDE-4-Mulimedia-Treffen in Holland

Um die Multimedia-Integration in KDE 4 voranzutreiben, trafen sich die Multimedia-Entwickler des KDE-Teams Ende Mai drei Tage lang auf dem Gut Annahoeve in der Nähe des holländischen Achtmaal. Der erste Tag galt hauptsächlich der Bestandsaufnahme sowie der Präsentation neuer Technologien. Dazu zählte die Multimedia-API von Matthias Kretz sowie das kommende Amarok 2.0, das auf Qt 4 und KDE 4 basieren und auch für Windows verfügbar sein soll.

An den beiden folgenden Tagen widmeten sich die Teilnehmer in erster Linie der Planung, doch entstand auch eine beachtliche Menge an Code: So gelang des dem Amarok-Team, einen ersten KDE-4-Port fertigzustellen, und Phonon erhielt an einigen Stellen entscheidende Design-Verbesserungen. Zwei beim Treffen anwesende Experten des OpenUsability-Projektes halfen zusätzlich bei Design-Entscheidungen.

Weitere Resultate des Treffens beeinflussen auch die nächsten Versionen von Amarok: Sie sollen den Benutzer warnen, wenn die Distribution keinen MP3-Support enthält, und ihm im Zusammenspiel mit der Distribution anbieten, die benötigten Pakete herunterzuladen. Diese Vorgehensweise umgeht das Problem, dass aktuelle Distributionen aus rechtlichen Gründen oftmals die patentgeschützten Codecs nicht enthalten.

Die Amarok-Entwickler diskutierten in Achtmaal Konzepte für die kommende Version des Audioplayers Amarok.

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