Bildverwalter via Wine

Suchmaschinenbetreiber Google hat das Bildverwaltungsprogramm Picasa in einer Linux-Version veröffentlicht. Allerdings basiert die Linux-Ausgabe auf der Wine-Technologie, die das Windows API unter Linux lauffähig macht. Ein natives Linux-Picasa gibt es nicht, nur die über Wine angestöpselte Windows-Variante.

Laut Googles Ankündigung entspricht der Funktionsumfang von Picasa für Linux bis auf minimale Einschränkungen der Windows-Ausgabe. Dazu zählt, dass das direkte Brennen von CDs nicht klappt. Mit dem Windows-Treiber für die dafür zuständige Bibliothek kommt Wine nicht zurecht. Eine Liste von FAQs beantwortet zusätzliche Detailfragen (http://picasa.google.com/linux/faq.html).

Einmal installiert, durchforstet Picasa den Rechner auf angegebenen Pfaden nach Bildern, listet sie auf und ermöglicht dem Anwender das komfortable Verwalten seiner Fotoschätze. Google betont, dass die Wine-Entwicklung für die Linux-Version keine proprietären Anteile enthält. Alle in Zusammenarbeit mit Codeweavers vorgenommenen Änderungen und Verbesserungen seien an das Wine-Projekt zurückgeflossen.

Picasa sucht und findet Bilder im angegebenen Verzeichnis.

Parallels stutzt virtuelles Windows zurecht

Mit seiner im Vergleich zu VMWare günstigeren Virtualisierungslösung hat das Unternehmen Parallels vor kurzem den Markt mit einem gleichnamigen Produkt betreten. Nun gibt es von Parallels einen Compressor, der es versteht, virtuellen Gastbetriebssysteme zurechtzustutzen.

In einem ersten Schritt löscht das Werkzeug temporäre Dateien und räumt die Festplatte auf, um ungenutzten Plattenplatz freizugeben. In einem zweiten Schritt verkleinert der Kompressor die virtuelle Festplatte auf das nötigste. Der Compressor startet optional sowohl im Gastbetriebssystem, als auch im gastgebenden System (Host). Zudem verspricht Parallels nicht nur Unterstützung für die eigene Virtualisierungslösung, sondern auch für die Software von VMWare und Microsofts Virtual PC.

Den Reinigungsdurchlauf beherrscht der Compressor bislang allerdings nur bei einem Windows-Gastsystem (ab Windows 2000). Als Host für die virtuellen Maschinen kommen Linux und Windows in den 32-Bit- und 64-Bit Ausgaben in Frage. Den Compressor gibt es nach einer Registrierung bei Parallels für einen 14-tägigen Test zum Herunterladen (http://www.parallels.com/en/download/compressor/). Fällt der Test positiv aus, kostet die Workstation-Edition 50 US-Dollar, die Server-Ausgabe 180 US-Dollar. Die Lizenz gilt laut Parallels pro Rechner, egal wie viele virtuelle Maschinen darauf laufen.

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