Router-Firmware für Sportliche

Der WLAN-Router WRT54G gehörte lange zu den Lieblingen ambitionierter Linux-Anwender: Das darauf als Betriebssystem installierte Linux erlaubte einen einfachen Tausch der Router-Firmware. Zahlreiche Projekte widmeten sich daraufhin der Verbesserung des Systems. Dass die Cisco-Tochter Linksys sich vor einigen Monaten entschlossen hat, Router ab der fünften Generation (v5) mit dem Betriebssystem Vxworks zu bespielen, machte diesen Bemühungen einen Strich durch die Rechnung .

Nun ist es Entwicklern des DD-WRT-Projekts (http://www.dd-wrt.org) gelungen, die eigene Linux-Firmware auf Router der Serien WRT54G/GSv5 zu übertragen, ohne dafür Hand an die Hardware legen zu müssen. Der Firmware-Flash ist dennoch nicht ganz trivial: Vorbereitend gilt es ein Image einzuspielen, das den Vxworks-Bootloader überschreibt. Anschließend folgt das Einspielen der eigentlichen Firmware (D-WRT-Micro). Der von den Entwickler für das Flash-Image gewählte Name Vxworks-Killer ist Programm: Die Killer-Software sorgt dafür, dass die ursprüngliche Router-Firmware unwiederbringlich verloren geht – was auch für den Router selbst gilt, wenn beim Flashen etwas schief geht.

Deutlich gefahrloser ist eine Option, die Linksys anbietet. Nachdem die Wogen wegen des Firmware-Wechsels zu Vxworks hoch schlugen, entschloss sich das Unternehmen, einen WRT54GL anzubieten. Das "L" steht für die Linux-Firmware, die in diesem Modell zu finden ist. Benutzer, denen Garantieleistungen wichtiger sind als die sportliche Herausforderung des Updates, achten bereits beim Kauf darauf.

Der Linksys-Router der Serie WRT54GS ist zum Firmware-Wechsel zu überreden.

Thinclient-Grafikkarten mit Linux-Treiber

Der kanadische Hersteller Matrox hat eine neue Grafikkartenserie namens Epica vorgestellt. Die lüfterlosen PCI-Karten im Low-Profile-Formfaktor sind für den Mehrschirm-Betrieb auf Thin Clients gedacht. Matrox bietet für die Produkte eigene Linux-Treiber an.

Das Modell Epica-TC4 ist mit 128 MByte DDR-Grafikspeicher ausgestattet und erlaubt den Anschluss von vier Analog- oder Digital-Displays mit einer maximalen Auflösung von 1600 x 1200 pro Monitor. DVI-Adapter und eine Kabelpeitsche für vier Monitore sind im Lieferumfang enthalten. Die Modelle TC2 und TC2-Lite unterstützen zwei Monitore. Weitere Informationen gibt es unter http://www.matrox.com/graphics/epica/. Die Karten sollen vorerst über OEMs in Thin Clients auf den Markt kommen, die üblichen Distributionskanäle folgen laut Matrox später, gleiches gilt für die Preisangabe.

Kleine Grafikkarte mit großen Kühlrippen: Die Epica-TC4 von Matrox erlaubt den Betrieb mit vier Schirmen.

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