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Die ganze Welt im Überblick

Google Earth zeigt Satellitenbilder auf dem Linux-Desktop

Ort gesucht

Am linken Fensterrand bietet eine Seitenleiste eine Suchfunktion, die Orts- und Straßennamen der ganzen Welt entgegennimmt. Findet die Datenbank den gesuchten Eintrag, startet Google Earth von der aktuellen Position aus eine Kamerafahrt zum Zielort. Im abschließenden Ausschnitt markiert es den oder die Treffer (Abbildung 2).

Abbildung 2: Die Suchfunktion führt in einer Kamerafahrt zu Straßen oder Ortschaften und markiert diese im neuen Kartenausschnitt.

Der Reiter Wegbeschreibung der Seitenleiste rechnet Autofahrern die Route zwischen zwei Ortschaften aus (Abbildung 3). Dabei zoomt das Programm automatisch so weit weg oder heran, dass der komplette Weg auf den Bildausschnitt passt. Die Seitenleiste zeigt dazu eine Wegbeschreibung mit den wichtigsten Straßennamen.

Abbildung 3: Die Funktion Wegbeschreibung sucht Autofahrern die Route zwischen zwei Orten aus.

Google Earth berücksichtigt auch kommerzielle Interessen. Wer im Reiter Branchen einen Suchbegriff wie Computer und darunter einen Ort eingibt, findet auf der Karte die entsprechenden Fachgeschäfte einer Stadt. Diese Liste weist allerdings zumindest für Deutschland noch große Lücken auf und gibt somit nur einen groben Überblick.

Die möglichen Zoomstufen weichen teilweise stark voneinander ab. Während in amerikanischen Großstädten sogar Umrisse einzelner Personen zu sehen sind, bleiben beispielsweise asiatische Dörfer oft unscharf. Europa liegt etwa in der Mitte zwischen diesen Extremen: Die Google-Bilddatenbank erfasst Großstädte recht detailliert; bei ländlichen Regionen erscheinen dagegen schnell graue Flächen. Die im Web verfügbaren Landkarten [3] stellen die Qualität der Daten dar – je höher der Balken, desto schärfer die Bilder einer Region.

Die nächste Dimension

Eine echte dreidimensionale Ansicht fehlt Google Earth bislang. Allerdings nicht vollständig, denn in vielen amerikanischen Städten überlagert die Software über die Option 3D-Gebäude die Satellitenfotos mit 3D-Modellen von den Häusern. Die Fassaden erscheinen dann allerdings einheitlich grau, denn der Aufwand, auch diese Darstellung mit echten Fotos zu versehen, scheint gigantisch – andererseits hat Google in der Vergangenheit auch vor anderen scheinbar unlösbaren Problemen nicht kapituliert. Dennoch bleiben realitätsnahe virtuelle Ausflüge wohl noch für eine Weile Zukunftsmusik.

Die kostenlose Version von Google Earth unterliegt einigen Einschränkungen. Die Zusatzangebote Google Earth Plus und Google Earth Pro funktionieren jedoch nur unter Windows. Sie ermöglichen zum Preis von 20 beziehungsweise 400 US-Dollar pro Jahr hochauflösende Ausdrucke sowie den Import von GPS-Daten und enthalten ein Zeichenprogramm, um eigene Markierungen auf den Karten einzubringen. Pro-Kunden erhalten außerdem Support sowie ein Werkzeug zum exakten Messen von Distanzen.

Das Alter des Kartenmaterials liegt zwischen einem und drei Jahren. Es unterscheidet sich teilweise selbst bei Gebieten in direkter Nachbarschaft. Wer also wissen möchte, was aktuell in der Innenstadt vor sich geht, dem bleibt somit trotz Google Earth nur der eigene Gang vor Ort.

Abbildung 4: Google Earth bringt Sie im Urlaub günstiger zu antiken Sehenswürdigkeiten als jeder Billigflieger.

Infos

[1] Google Earth: http://earth.google.com

[2] Google Maps: http://maps.google.com

[3] Datendichte bei Google Earth: http://earth.google.com/data.html

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