K-Splitter

01.04.2006

Chemie-Software Kalzium ausgezeichnet

Der Entwickler Carsten Niehaus erhielt für sein Programm Kalzium (http://edu.kde.org/kalzium/) den mit 750 Euro dotierten Intevation Förderpreis für Freie Software der Universität Osnabrück. Die Software erlaubt dem Benutzer, das Periodensystems auf verschiedenen Wegen zu erkunden. Der 26-jährige angehende Lehrer erhielt den Preis für seine Bemühungen um das Programm, das er als Chemie-Student im Rahmen des KDE-Edutainment-Projektes entwickelte.

Die aktuelle Version in KDE 3.5 zeigt anhand des Periodensystems beispielsweise das Entdeckungsjahr eines Elementes oder den Aggregatszustand für eine gewisse Temperatur an. Änderungen stellt es auf Wunsch animiert dar. Darüber hinaus liefert Kalzium interessante Hintergrundinformationen zu jedem Element sowie eine Ansicht des Isotopenzerfalls.

Den Erfolg des Programmes schlägt sich auch in der Tatsache nieder, dass nicht nur Schüler und Studenten die Software zum Lernen einsetzen, sondern auch Lehrende an Universitäten und Forschungsinstituten den Autor bereits um neue Features baten.

Umfangreichen Simulationsmöglichkeiten erleichtern das Lernen. Sie zählen zu den großen Stärken des Chemieprogramms Kalzium.

Amarok 1.4 zum Testen freigegeben

Das Team um den freien Audioplayer Amarok hat erste Beta der Release 1.4 freigegeben. Der Nachfolger von "Airborne" hört auf den Namen "Fast Forward" und unterstützt nun das WMA-Format von Microsoft, das AAC/MP4-Format von Apple sowie das Realmedia-Format.

Fast Forward erweitert zudem die Liste der kompatiblen Audio-Player. Beherrschte sein Vorgänger nur Apples iPod, so wartet die Beta der neuen Version mit Support für iRiver-Geräte und generische MP3-Player auf.

Die Amarok-Entwickler bitten darum, das neue Release zu testen. Kubuntu-Benutzer können dazu die angebotenen Binärpakete verwenden. Nutzern anderer Distributionen steht das Programm im Quellcode zum Selberbauen oder ganz bequem – mit dem tagesaktuellen Entwicklerstand – als Klik-Paket unter http://klik.atekon.de/ bereit.

Weiterer Vorteil der letzteren Variante: Klik legt das Programm parallel zur existierenden Amarok-Installation ab, sodass Fehler in der Beta den täglichen Audio-Genuss nicht trüben.

KDE-Verein wählt erstmals Technische Arbeitsgruppe

Die Mitglieder des KDE e.V., der Dachorganisation des KDE-Projektes, wählten erstmals sieben Delegierte für eine Technische Arbeitsgruppe. Die Gruppe koordiniert künftig die Bemühungen verschiedener Entwickler und unterstützt sie bei ihrer Arbeit. Außerdem übernimmt sie die Aufgaben des Release-Koordinators, in dem sie Umfang und Veröffentlichungszeitpunkt für neue KDE-Versionen festlegt.

Die vom Verein beschlossene Charter für die Gruppe sieht vor, dass alle Entscheidungen in einem transparenten Prozess stattfinden, und diese die Beschlüsse gut dokumentiert. Über Mailing-Listen finden die Diskussionen öffentlich statt.

Die Arbeitsgruppe besteht aus sieben erfahrenen Projektmitgliedern, zu deren bekanntesten wohl Konqueror-Autor David Faure und der bisherige Release-Koordinator Stephan Kulow gehören. Die Wahl gilt vorerst für ein halbes Jahr. Sollte sich die Gruppe bis dahin als Erfolg erwiesen haben, finden Neuwahlen im Jahresrythmus statt.

KOffice 1.5 in den Startlöchern

Das KDE-Team hat die erste Beta-Version von KOffice 1.5 freigegeben. Die neue Version enthält die erste stabile Version des Datenbanktools Kexi sowie die Projektverwaltung KPlato. Mit dem OASIS Open-Document-Format als Standardformat in den Programmen KWord, KSpread und KPresenter will das Team den Dokumentenaustausch mit OpenOffice und anderen zum zukünftigen ISO-Standard kompatiblen Programmen vereinfachen.

Unter dem Codenamen "Kross" liefert KOffice 1.5 außerdem erstmals eine universelle Scripting-Schnittstelle, die in dieser Version Python- und Ruby-Skripte unterstützt. Ein Dialog für die Auswahl einer passenden Dokumentenvorlage zählt ebenfalls zu den Neuheiten. Zudem vermelden die Entwickler eine verbesserte Barrierefreiheit: Durch Sprachausgabe und die Möglichkeit zum mausfreien Steuern erlaubt KOffice körperbehinderten Menschen einen einfacheren Zugang.

Das Grafikprogramm Krita unterstützt nicht nur die Farbräume CMYK und RGB, sondern bringt auch eine eine Vielzahl verschiedener Farbpaletten mit. Mit den neuen Layern bekommt der Anwender noch mehr Freiheit beim Gestalten von Grafiken. Zudem erlaubt die Software eine Genauigkeit von 16 statt sonst 8 Bit pro Farbe. Das schafft unter Linux bisher nur der Gimp-Ableger Cinepaint.

Binärpakete für die KOffice-Beta liegen für Debian Sarge und Sid sowie für Kubuntu und SUSE vor. Zusätzlich gibt es Klik-Pakete. Auf welchen Distributionen letztere funktionieren, beschreibt das Klick-Wiki unter http://klik.atekon.de/wiki/index.php/KOffice-1.5.0_DistroTable.

Die aktuelle Krita-Version, Teil der ersten KOffice-Beta übertrifft in der Farbtiefe mit 16 Bit viele andere Linux-Anwendungen.

KDE 3.5.1 mit zahlreichen Verbesserungen

Zwei Monate nach Freigabe der ersten stabilen Version legt das KDE-Team nun mit KDE 3.5.1 eien erste Version mit Detailverbesserungen vor. Insgesamt korrigiert die neue Version 150 Fehler. Besonders im Fokus standen die Webbrowser-Funktionalität von Konqueror, das Mail-Programm KMail, der Audio-Player Juk sowie der Instant-Messenger Kopete und das Chemieprogramm Kalzium.

Für die Distributionen Gentoo, Kubuntu, Slackware und Suse liegen Binärpakete vor. Wer das neue Release aus dem Quellcode kompiliert, dem steht Konstrukt http://developer.kde.org/build/konstruct/ zur Seite.

Auf KDE 3.5 folgt voraussichtlich keine weitere Zwischen-Release bis KDE 4, das nach derzeitigen Plänen erst im nächsten Jahr kommt. Daher erlauben die Regeln für sogenannte Minor-Releases neben reinen Fehlerkorrekturen auch kleine Erweiterungen. Das Team gibt bis zur Fertigstellung von KDE 4 in ungefähr einem Jahr kontinuierlich Minor-Releases heraus.

Neue Marketing-Initiative für KDE

Die neu gegründete Marketing-Gruppe des KDE e.V. hat die Initiative "Spread KDE" ins Leben gerufen. Das Projekt versteht sich als Plattform für Graswurzel-Marketing rund um KDE. Hilfe ist daher von jeder Seite willkommen. Unter http://www.spreadkde.org informiert das Team über das Projekt, gibt Tipps für interessierte Freiwillige und stellt eine Roadmap vor.

Diese sieht unter anderem das Erstellen eines Marketing-Handbuches vor. Eine Wochen nach dem offiziellen Start verzeichnet das Projekt bereits über 230 registrierte Interessenten.

Die Seite des Spread-KDE-Projekts erfreut sich seit ihrer Freigabe reger Beteiligung.

Neue Scribus-Version auch für Windows

Das beliebte freie DTP-Programm Scribus steht mit der Entwicklerversion 1.3.2 erstmals auch für Windows bereit. Das unter dem Codenamen Egalité (Gleichheit) veröffentlichte Programm berücksichtigt nach Angaben des Scribus-Teams rund 290 Fehlerberichte und Feature-Anfragen.

Die Autoren wollen Scribus zu einer vollwertigem Alternative zu bestehenden DTP-Programmen ausbauen. Die stabile Version unterstützt bereits den Vierfarbdruck, ICC-Farbprofile sowie einen umfangreichen PDF-Export.

Die nun veröffentlichte Version verbessert den Umgang mit Tiff- und Photoshop-Dateien, daneben erlaubt sie Effekte auf eingefügten Bildern. Laut der Autoren wirken sich die Code-Optimierungen in einem schnelleren Programmablauf aus. Egalité ist für Kubuntu und Debian, Mac OS X und Windows sowie im Quelltext über die Projekteseite http://www.scribus.net verfügbar.

Scribus 1.3.2 arbeitet schneller und fühlt sich neben Linux und Mac OS jetzt auch unter Windows zuhause.

Schafkopf netzwerkfähig

Das Kartenspiel Schafkopf erfreut sich vor allem in Bayern großer Beliebtheit. In den USA spielen es Begeisterte unter dem englischen Namen Sheephead, wenn auch mit leicht abgewandelten Regeln.

Wer Lust auf eine Runde hat, dem bereitet eine gleichnamiges KDE-Programm Freude. Mit einem detailgetreuen bayrischen Kartenblatt tritt der Spieler in der neuen Version 0.7 von Schafkopf wahlweise gegen den Computer oder andere menschliche Spieler im Netzwerk oder Internet an.

Das Programm kennt eine Vielzahl von Regeln und erlaubt diverse Varianten. Die Ergebnisse schreibt Schafkopf den Spielern wahlweise in Geld- under Punktform an. Auf der Homepage unter http://schafkopf.berlios.de/ stellen die Entwickler Pakete für Suse, Debian und Gentoo sowie zusätzlich Kartendecks bereit.

Detailgetreue Spielkarten und ein Holztisch im Hintergrund sorgen beim KDE-Spiel Schafkopf für die richtige Atmosphäre.

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