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Gepflegte Langeweile

Dokumente betrachten mit Evince

Fazit

Kaum jemand, der nicht alle PDF-Leistungsmerkmale voll ausnutzt, wird sich den Umstand machen, unter Linux mit dem Adobe Reader PDFs zu lesen. Das in der Bedienung nach wie vor merkwürdig umständliche und in gerade in GNOME wie ein Fremdkörper wirkende Programm verliert schon aus Gründen der Ergonomie. Der recht umfangreiche Reader (installiert größer als 100 MB!) wird von Evince außerdem beim Start rettungslos abgehängt, wenn sich die beiden auch von der Geschwindigkeit bei der Darstellung selbst nichts schenken.

Das von Bedienkonzept her in GNOME voll integrierte Evince ist aber nicht nur ein guter PDF-Betrachter, sondern zeigt auch Potenzial in vielen anderen Hinsichten. Man darf gespannt sein, wieviel dieses "langweilige" Programm in Zukunft leisten wird. Auf jeden Fall zeugt es vom Willen der Köpfe hinter dem GNOME-Konzept, selbst bei unscheinbarer Software alles richtig zu machen, auch wenn das allgemeine Tempo der Entwicklung durch all das "Philosophieren" manchmal etwas gehemmt scheint.

Infos

[1] Mehr über PDF bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/PDF

[2] Adobe Systems Inc.: http://www.adobe.com/

[3] Evince: http://www.gnome.org/projects/evince/

Der Autor

Matthias Warkus hat nach einiger Tätigkeit als Übersetzer seine Nische im GNOME-Projekt in der Öffentlichkeitsarbeit gefunden. Nebenbei hat er das offizielle GNOME-2-Entwicklerhandbuch verfasst und erforscht seit über zwei Jahren im Selbstversuch die Auswirkungen eines Philosophiestudiums auf den Charakter.

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