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Kompakter Allrounder

Web-Suite Opera 8

RSS, Mail und Chat

Beim Aufruf einer Seite mit RSS-Feeds erscheint ein blaues RSS in der Adressleiste neben der Adresse. Ein Klick darauf öffnet einen Dialog, in dem Sie die Nachrichtenquelle direkt abonnieren können. Gleichzeitig erscheint in der Menüleiste der neue Eintrag Feeds.

In der rechten unteren Bildschirmecke blendet Opera ein kleines, animiertes Nachrichtenfenster ein, das über den Download der gewünschten Nachrichten informiert. Opera behandelt die heruntergeladenen Nachrichten analog zu E-Mails und zeigt sie auch in einer ähnlichen Ansicht an. Dies macht allerdings nicht immer Sinn, da etliche Sites als Feed lediglich die Überschriften und einen Link ausliefern: Erst ein Klick auf letzteren öffnet dann in einem gesonderten Fenster die relevante Seite.

Abbildung 3: RSS-Feeds ergänzen oft Web-Seiten mit Kurznachrichten über Neuigkeiten.

Der Mail-Client unterstützt die Protokolle POP3 und IMAP. Beim Import vorhandener Mail-Bestände bietet er die Übernahme aus Netscape 6/7 (das funktioniert auch für Mozilla Mail), aus Thunderbird sowie aus Mbox-Dateien an. Das Mail-Programm arbeitet nach einem ungewöhnlichen Prinzip: Alle eingehenden Mails lagern physikalisch in einem Verzeichnis (Received); nach der Definition eines Filters zeigt Opera passende Nachrichten in einem "virtuellen Ordner" an, der den Namen des jeweiligen Filters trägt. Daneben lassen sich Mails auch manuell solchen "Ordnern" zuweisen sowie in eine von sieben vorgegebenen Kategorien von Important bis Funny einordnen.

Eine weitere Möglichkeit, Mail-Nachrichten virtuell zu sortieren, offeriert das Adressbuch (Contacts) von Opera. Nach dem Anlegen eines Kontaktes – üblicherweise direkt aus einer E-Mail des Ansprechpartners heraus – sortiert Opera alle Nachrichten von und an den betreffenden in einen eigenen virtuellen Ordner.

Das Chat-Modul fügt es der Suite das Protokoll irc:// hinzu, mit dem Sie von einer Web-Seite per Link einen IRC-Server betreten können. Mit

Nützliche Details

Zwar kann Opera die kompletten Sites eines Bookmark-Ordners zusammen öffen, nicht aber (wie etwa Mozilla) alle momentan geöffneten Sites zusammen als Lesezeichen-Gruppe abspeichern. Hier helfen Sessions weiter, die Sie unter File | Sessions definieren und auch wieder aufrufen. Neben Websites dürfen solche Gruppen auch beliebige andere Fenster umfassen, wie etwa Mail, Adressen oder Chat. So lassen sich quasi Arbeitsoberflächen für bestimmmte Zwecke definieren.

Links von der Adressleiste finden sich zwei vom Hersteller als "Fast Forward" und "Fast Rewind" bezeichnete Schalter. Ihre Icons orientieren sich an der gebräuchlichen Symbolik mit zwei nach links bzw. rechts weisenden Dreiecken. Auf Webseiten, die aus mehreren über Vor/Zurück-Links oder Seitenzahlen-Links verketteten Pages bestehen, erlauben diese Schalter eine bequeme Navigation.

Unter KDE greift die Software auf die vorhandenen Plug-In-Ordner zu, wie zum Beispiel /usr/lib/browser-plugins unter Suse. Lästiges Verknüpfen oder das Nachtragen von Pfadangaben entfällt dadurch. Im Test arbeiteten die Plugins für Flash, Java, Real Player und Acrobat Reader dadurch ohne Nachkonfigurieren tadellos.

Die Oberfläche des Programms lässt sich bei Bedarf über Skins anpassen. Entsprechende Oberflächen finden sich direkt beim Hersteller [2]. Den jeweiligen KDE-Stil aber nimmt Opera bislang noch nicht an.

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Infos zum Autor

Mirko Albrecht

Mirko Albrecht schreibt seit Ende 2004 regelmäßig Beiträge für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Wenn er nicht gerade eine neue Distribution ausprobiert, spielt er gern Schach oder fotografiert die Welt.
Seine Rechner werden meist von Xubuntu oder Opensuse bevölkert.


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LinuxUser 06/2012

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