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Linux auf einem Powerbook 5300c

Und es geht doch

Vorbereiten der Software-Installation

Nun starten wir Mac OS und kopieren den kompletten Inhalt der MkLinux-Installations-CD auf unsere Mac-OS-Partition.Danach richten wir den Bootloader so ein, dass er die Installation von der Festplatte starten kann. Im Unterverzeichnis Mac Files auf der Installations-CD befinden sich fünf Dateien, die in spezielle Unter-Ordner des Systemordners auf der Mac-OS-Partition kopiert werden müssen.

In den Ordner Erweiterungen müssen die Dateien MkLinux Booter und Mach Kernel verschoben werden. In den Ordner Kontrollfelder kopieren Sie die Datei MkLinux und in den Ordner Preferences die Dateien lilo.conf und MkLinux.prefs. Anschließend wird die Datei lilo.conf so modifiziert, dass dort rootdev=/dev/hda auftaucht. Nach einem Neustart des Computers sollte nun das Bootmenü (siehe Abbildung 1) angezeigt werden.

Abbildung 1: Bootloader von MkLinux

Durch einen Klick auf Boot MkLinux sollte die Software-Installation starten. Hierbei handelt es sich um eine an die Textversion von Red Hat angelehnte Installationsroutine. Wer also bis hierher gekommen ist, sollte den Rest auch schaffen. Um den Rahmen des Artikels nicht zu sprengen, soll an dieser Stelle lediglich auf die hervorragende Dokumentation dieser Installation unter [6] verwiesen werden.

Fazit

Und es geht doch, auch wenn leider nicht (noch nicht?) alle Hardware-Komponenten unterstützt werden. Bevor nun aber irgendwer in Euphorie verfällt, seien die folgenden Mängel aufgezählt:

  • Der PCMCIA-Bus wird nicht unterstützt.
  • Die Sound-Karte wird zwar erkannt, konnte aber trotzdem keine Töne abspielen.
  • Das interne Floppy arbeitete nicht.
  • Dem externen SCSI-Port war kein Leben einzuhauchen.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass einiges an Arbeit zu erledigen ist, wobei es fraglich bleibt, ob diese jemals getan werden wird. Schließlich wird das Powerbook 5300c nicht mehr produziert. Wie auch immer, um seine geliebten Linux-Anwendungen unterwegs verwenden zu können, reicht die Installation allemal. Gerade wenn man beachtet, dass es nicht gerade viel Freeware für Mac OS gibt, sollte man sich ruhig mal überlegen, eine Linux-Installation ergänzend zu Mac OS vorzuhalten.

Der Autor

Hagen Höpfner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technische und Betriebliche Informationssysteme der Fakultät für Informatik an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg. In seiner Freizeit ist er begeisterter zweifacher Vater und spielt Gitarre in der Rockband "Gute Frage" (http://www.gutefrage.de). Kontaktinformationen sind unter http://wwwiti.cs.uni-magdeburg.de/~hoepfner zu finden.

Glossar

Drive Setup

Hierbei handelt es sich um ein Standard-Tool von Mac OS, welches entweder auf der Installations-CD von Mac OS zu finden ist oder als separate CD dieser beiliegen sollte. Für nähere Infos zu dem Programm kann die Installations-Dokumentation von Mac OS konsultiert werden.

Pdisk

Für eingefleischte Mac-OS-Nutzer wird Pdisk ein kleiner Schock sein, denn es ist ein Kommando-Zeilen-Tool. Seine einzige Aufgabe besteht im Editieren der Partitionstabelle. Folglich kann es weder neue Mac-spezifische Festplattentreiber installieren, noch Standard-Macintosh-Partitionen (HFS oder HFS+) anlegen. Laut [5] ist es aber nicht notwendig, eine Treiber-Partition auf Festplatten zu haben, welche nicht für den Gebrauch mit HFS vorgesehen sind.

Linux-Partitionen

Über das für und wider von einzelnen Partitionen für bestimmte Teile des Linux-Verzeichnisbaumes lässt sich hervorragend streiten. Fakt ist jedoch, dass bei einer kleinen Festplatte zwei Partitionen vollkommen ausreichend sind. Zum einen muss eine Swap-Partition angelegt werden, die als virtueller Speicher dient, wenn der physische RAM nicht ausreicht. Hierbei gilt die altbewährte Faustregel, dass der Swap-Speicher etwa doppelt so groß sein sollte, wie der Arbeitsspeicher. Der virtuelle Speicher muss aber nicht größer als 128 MB sein. In unserem Fall wird also eine Partition der Größe 128 MB angelegt. Den restlichen freien Plattenplatz bekommt unsere Root-Partition.

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LinuxUser 06/2012

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