Heute begann in Berlin die vierte Wizard-of-OS-Konferenz. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen der Open-Source- und Free-Software-Bewegung, nicht nur im allgemein bekannten Bereich von Software, sondern auch bezogen auf Entwicklungen in Kunst, Musik und Film. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Copyright-Fragen und daran anschließend auch das Thema, wie man in einer kapitalistischen Gesellschaft Geld mit “freien Bits” verdient, so der Organisator Volker Grassmuck. So wird der Theoretiker Lawrence Lessig über die Creative Commons License sprechen und Claudio Prado aus dem brasilianischen Kultusministerium auf die Auswirkungen von Open Source in Brasilien eingehen.
In seiner Begrüßungsansprache wies Grassmuck auf die Verwandlung der Open-Source-Bewegung von einem technologischen Phänomen zu einer sozialen Bewegung hin. Er unterstrich dann noch einmal die Vorzüge des Internets, das – wie ein trojanisches Pferd – von Außen wie die Domäne der alten Herrscher aussieht, im Inneren aber Freiheit birgt. Er verwies auch auf den geringen Frauenanteil in der Open-Source-Entwicklung und zeigte, dass in nicht-westlichen Ländern Frauen meist besser in die Entwicklung von Software eingebunden sind.
Derzeit kämpfen die Veranstalter noch mit technischen Schwierigkeiten bei der Internetversorgung. In den kommenden zwei Tagen sollen Video-Streams der Vorträge auf der Webseite zu sehen sein.





