Eigentlich hätte das neue Debian 5.0 mit dem Codenamen Lenny ja im September erscheinen sollen. Doch wie beim letzten Debian-Release gibt es auch dieses Mal größere Verspätungen im Fahrplan. Der Grund dafür liegt in den noch zu vielen offenen kritischen Fehlern. So lange dieses Release-kritischen Probleme (RC bugs) nicht behoben sind, gibt es kein neues Debian.
Um den zahlreichen Entwicklern und Nutzern das Problem klar zu erklären und um Debian Lenny “wenigstens noch in diesem Quartal” zu veröffentlichen, schrieb der Debian-Entwickler Alexander Reichle-Schmehl an die Announce-Entwicklerliste eine Mail zum Thema “Was kannst Du für Lenny tun”. Den kompletten Text hat Alexander auch in seinem Blog veröffentlicht.
Neben den Entwicklern, die er auffordert, neben den eigenen Bugs nach Möglichkeit auch RC-Fehler anderer Entwickler zu fixen, richtet sich Alexander auch an alle Nutzer. Er bittet sie, von Etch auf Lenny upzudaten und Probleme zu melden, da das Update noch kaum getestet sei. Auch für die Release-Notes fehle es noch an konkreten Beschreibungen.
Über das Paket devscripts können Nutzer zudem überprüfen, ob auf ihrem System Pakete installiert sind, für die ein kritischer Bug noch offen steht. Somit kann man den Bug verifizieren und bei der Fehlerbehebung aktiv mithelfen.
Last but not least bittet Alexander auch alle Maintainer, keine neuen Versionen in den Entwicklerzweig “Sid” einzuarbeiten, da diese die Zeiten des Build-Daemons verschwenden würden und sowieso keine Chance mehr hätten, in Lenny Einzug zu halten. Zudem würden unnötige Updates durch ihre Abhängigkeiten anderen Paketen den Weg zu “Lenny” erschweren.






Das Problem dabei ist nur, daß die Fehler in englischer Sprache gemeldet werden müssen und vielen Anwendern die Sache viel zu kompliziert ist – mir übrigens auch.
Andreas