Fast achteinhalb Jahre nach der Erstveröffentlichung erreicht der beliebte Mediaplayer VideoLAN Client nun endlich die Versionsnummer 1.0.
Sowohl VDPAU als auch ffmpeg-mt sind zwar immer noch nicht integriert, aber die Entwickler haben sich dennoch nicht lumpen lassen, und dem großen “Goldeneye” getauften 1.0-Release einige interessante Neuerungen spendiert. So spielt VLC nun auch auf die mit Bluray eingeführten DTS TrueHD und Dolby Digital Plus Surround-Audioformate, auch unkomprimiertes Bluray Linear PCM-Surround-Audio schreckt den Player mit dem Pylon nun nicht mehr. Der bei Handy-Soundformaten beliebte QCELP-Codec (Qualcomm Purevoice) ist nun unterstützt, für WMA 1/2 und Real Video 3 und 4 gibt es verbesserte Decoder.
Passend zu den Bluray-Soundformaten wurde auch der Demuxer für das Bluray-Containerformat .m2ts verbessert, selbiges gilt für .rm und .rmvb RealMedia-Container. Der Matroska-Demuxer kommt nun auch mit Dirac, MLP und RealVideo in MKV-Dateien klar. Es gibt endlich eine erste Implementierung für die Wiedergabe von Blurays und AVCHD, obwohl dies noch dick mit “Experimental” gekennzeichnet ist. Wahrscheinlich beinhaltet dies allerdings immer noch keine Umgehung des AACS-Kopierschutzes, so dass Linux-Anwender weiterhin nicht legal Blurays betrachten können.
An sonstigen Neuerungen bringt das goldene Auge nun auch Einzelbild-Stepping, präzisere Geschwindigkeits-Kontrolle, Timeshifting, On-the-Fly-Recording für alle Medien, verbesserte Untertitel-Unterstützung, Surround-Support für Pulse Audio, On-the-Fly-Dekompression von GZIP und BZIP2, einen Senderscanner für die beliebten DVB-T-Sticks, Globale Hotkeys, HTML-Playlist-Export, zahlreiche Verbesserungen im QT-Interface und anpassbare Interface-Werkzeugleisten mit.




