David Ascher denkt in seinem Blog laut über ein neue Funktion namens “autoconfiguration” nach, die Thunderbird 3 mitbringen soll.
Autoconfiguration soll Anwendern beim Einrichten der Mailboxen das Leben erleichtern. Anstatt die Servernamen für eingehende und ausgehende E-Mails (etwa wie “pop3.gmail.com” oder “smtp.gmail.com”) selbst einzutragen, gibt der Anwender zukünftig seine E-Mail-Adresse an, zum Beispiel “user@gmail.com”. Thunderbird versucht dann selbständig zu entdecken, wie die Pop-, SMTP- oder IMAP-Server heißen und richtet die Konten automatisch ein.
Technisch unbedarfte User müssen also nicht länger auf den Webseiten der E-Mail-Anbieter herumsuchen, was Zeit spart und Nerven schont. Laut Ascher beherrschen das iPhone und Exchange 2007 diese Funktion bereits. Unklar ist hingegen noch, wie das Thunderbird-Projekt das Feature umsetzen soll – daher holt Ascher sich in seinem Blog Rat bei den Lesern.
Lagert Thunderbird die Konfigurationsdaten auf einem Server, ergeben sich womöglich Sicherheits- und Verteilungsprobleme. Der Vorteil: Diese Liste ließe sich zentral und einfach aktualisieren. Eine zweite Möglichkeit bestünde darin, bei Thunderbird-Updates regelmäßig Listen an die Benutzer zu verschicken, die 90 Prozent der Fälle abdecken. Eine dritte Methode bestünde darin, über Network Probing die entsprechenden Server und Ports zu entdecken. Hier besteht der Nachteil darin, dass sie Software nicht hunderte von Ports überprüfen will.
Noch scheint nichts entschieden zu sein, Ascher bittet um Kommentare, von denen es mittlerweile auch schon einige gibt. Zum endgültigen Erscheinungsdatum von Thunderbird 3 schreibt er indes nichts Neues. Seit Dezember steht aber eine erste Beta-Version des E-Mail-Clients zur Verfügung, die man hier herunterladen kann.






Traurig aus meiner Sicht, weil:
Was an Bequemlichkeit gewonnen wird, geht an Sicherheit verloren.
Anstatt den Benutzern zu helfen die Technik zu verstehen, wird mal wieder auf DAU-Tech gesetzt. Da gibt es doch so ein System aus Redmond… Ich hatte gehofft, man würde aus Fehlern Anderer lernen.
Gruss,
w.g
sehe ich ähnlich! Seit 10 Jahren erkläre ich immer wieder irgendwelchen DAUs (DAU-Motto: “ich gehe den Weg des geringsten Widerstands – und wenn ich dabei zum 100. mal auf die Fresse falle”) Wer von nichts Ahnung hat, nicht dazu lernen kann oder will, aber alles haben und bedienen will, ja den sollte man in ein Erdloch vergraben und über die Maulwurftunnel Rohrpost verschicken lassen…
Ich finde sinnvolle und sichere Automatiken gut. Wozu programmiere ich seit 20 Jahren, wenn ich nichts auf die Reihe bekomme was automatisch ist? Ist es nicht mehr Sinn der EDV, das Leben zu vereinfachen?
Wir können die ganze EDV ja auch als Marketingeffekt betrachten, der dazu dient möglichst viele Arbeiter durch Programmierer zu ersetzen. (ich glaube, da ist schon eine große Firma in den USA)
Also – überlegt mal schön weiter und erfindet viele, viele ‘sinnvolle’ Automatiken!
MfG – Dirk
Komisch, als ich neulich bei Opera einen Emailaccount eingerichtet habe, war genau dies geplante Feature bereits umgesetzt. Namen eingetragen, Art des Servers eingetragen (IMAP/POP), Emailadresse eingetragen Passwort (optional gespeichert oder jedes Mal Nachfrage) und Punkt. Die Ports waren automatisch gesetzt die Adressen waren automatisch eingetragen, über sichere Verbindung war erkannt und Authentifizierungsmethode ebenfalls (CRAM-MD5).
Fand und finde ich sehr angenehm.
Und: wer wirklich glaubt das erinnern von Serveradressen und Portnummern etc. würde irgendwas von Hintergrundverständnis implizieren … (war es jetzt mail.gmx.net oder smtp.gmx.de …?)
Dieses Feature ist mal wirklich sinnvoll. So wie es bei Opera umgesetzt ist, ist es doch in Ordnung.
Man kann doch dem unwissenden User auch damit helfen, dass die richtigen Sicherheitseinstellungen automatisch gesetzt UND kurz erklärt werden.