Synex Server 13 R1: Debian mit ZFS-Dateisystem

Synex Server 13 R1: Debian mit ZFS-Dateisystem

Startbildschirm des Synex Servers

Startbildschirm des Synex Servers

Synex Server 13 R1

Das spanische Unternehmen PSE hat eine neue Server-Distribution vorgestellt, die vollständig auf das ZFS-Dateisystemsetzt. Obendrauf nutzt das Synex Server getaufte System hauseigene Werkzeuge zur Systemadministration und zum schnellen Start von Diensten.

Als Unterbau des Synex Server 13 R1 dient das aktuelle stabile Debian 13. Da dessen Installationsassistent allerdings nicht mit den Pools und anderen wichtigen Features des ZFS-Dateisystems umgehen kann, ersetzten ihn die Synex-Entwickler kurzerhand durch eine Eigenentwicklung.

Der „synex-zfs-installer“ erstellt dabei automatisch einen ZFS-Pool und eine auf Server optimierte Dataset-Hierarchie. Das Werkzeug erkennt zudem, ob das System via UEFI bootet und richtet die passenden EFI- und Boot-Partitionen ein. Abschließend konfiguriert der „synex-zfs-installer“ das System vor. Unter anderem übernimmt er die im Startmedium ausgewählte Sprache und richtet das Netzwerk so ein, dass es per DHCP Verbindungen aufbaut.

Die Bedienung ist allerdings nicht ganz so automatisch: Beim „synex-zfs-installer“ handelt es sich um ein Kommandozeilenprogramm, das Administratoren manuell aufrufen müssen. Das Startmedium bootet dazu auf eine Kommandozeile, an der man den Assistenten per „sudo synex-zfs-installer“ wecken muss. Wer auf ZFS verzichten möchte, kann über den entsprechenden Bootmenüeintrag des Startmediums auch weiterhin den Installationsassistenten aus Debian hochfahren.

Das vom „synex-zfs-installer“ eingerichtete ZFS offeriert verschiedene Datasets für das Root-System, die Heimatverzeichnisse, Snapshots, den System-Cache und Logs. Auf diese Weise können Server-Betreiber passend zu ihren Bedingungen unter andrem Quotas und Kompression einschalten – beispielsweise könnte man das System die Logs stark komprimieren lassen.

Zum Lieferumfang des Synex Servers gehören der ServerHub und Synex Control 1.0.0. Über letztgenannte Software jonglieren Administratoren die Benutzerkonten, die Netzwerkkonfiguration und die auf dem Server laufenden Dienste. ServerHub stammt ebenfalls von den Synex-Machern und vereinfacht das „Deployment von Enterprise-Anwendungen“. Konkret installiert das Tool auf Knopfdruck wahlweise einen LAMP-Stack, Docker, Zabbix, Nextcloud und einige andere Dienste. Die Bedienung erfolgt dabei über eine Benutzeroberfläche im Textmodus (TUI).

Der Synex Server ist übrigens nicht die einzige Distribution der Spanier. Bereits seit längerem existiert eine ebenfalls auf Debian basierende Synex Desktop-Edition. Sie nutzt standardmäßig KDE Plasma als Desktop-Umgebung, Varianten mit Mate, IceWM, LXDE, XFCE und Gnome stehen ebenfalls bereit.

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